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Wissen | Ritter von Falkenstein

Ritter von Falkenstein

Die Ritter von Falkenstein waren ein Ministerialengeschlecht, dass bis ins 13. Jahrundert eng mit den Herzögen von Zähringen verbunden war. Anfang des 12. Jahrhunderts traten sie mit mehreren einflussreichen Familienmitgliedern im gesamten Breisgau auf. Das Zentrum ihrer Herrschaft konzentrierte sich jedoch auf das Dreisamtal. Als die Zähringer Herzöge das Kloster St. Peter im Hochschwarzwald als ihr neues Hauskloster bauten, waren die Falkensteiner an der Ausstattung des Klosters besonders mit Gütern in Gundelfingen und in Weiler und Eschbach im Kirchzartener Talgebiet maßgeblich beteiligt.

Am Eingang in das Höllental, vor der so genannten Falkensteige, bauten sie ihre namensgebende Burg Falkenstein am Eingang zur Passtraße durchs Höllental, die auf den Schwarzwald und weiter nach in die Baar führte. Weitere Burgen, die dem Adelsgeschlecht aus dem Dreisamtal gehörten, waren Neufalkenstein, Bickenreute und die Burg Falkenbühl. Von allen drei Burgen ist allerdings heute nichts mehr erhalten. Auch die Burg Falkenstein im Höllental ist bis auf wenige Steinreste verschwunden. Sie wurde bereits 1388 durch Truppen der Stadt Freiburg zerstört. Ihnen war die Festung am Eingang zum Hochschwarzwald ein Dorn im Auge, da sie eine bedeutende Verkehrsstraße nach Villingen auf die Baar kontrollierte und mit Zöllen damals gutes Geld verdient werden konnte.

Der Besitz an Gütern und Zehnten in der ganzen Region, in Zarten, Burg, Kappel, Littenweiler, Ebnet, Wittental und Attentat war sehr lukrativ. Allerdings zeigten die Falkensteiner seit dem 14. Jahrhundert Tendenzen zum Verkauf ihrer Güter. Bereits im Jahr 1272 wurde Kappel, ein kleines Bergmannsdorf, mit dem Kirchensatz an den Deutschen Orden verkauft. Dagegen wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts Kirchzarten mit dem Gericht von den Johannitern erworben. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts gingen Falkenbühl und der Baldenweger Hof bei Stegen größtenteils in die Hände der Familie Teglin von Freiburg über. Ebnet, heute ein Stadtteil von Freiburg, wurde an andere Adlige verpfändet.

Doch trotz der Verkaufswelle und der Zerstörung ihrer Burg im Höllental blieben die Falkensteiner weiterhin einflussreich im Dreisamtal. Vor allem im Besitz der Wildbänne, der Gerichtsherrschaft auf der Straße von Ebnet bis auf den Schwarzwald und dem Zoll an der Falkensteige. Der Hauptanteil der Güter und Lehen ging später an die Schnewelin von Landeck über. Das Dorf Weilersbach bei Oberried, ein österreichisches Lehen, verkauften die Falkensteiner 1505 an die Herren von Stürzel.

In der Rheinebene, westlich von Freiburg, besaßen die Falkensteiner einige Höfe in Merdingen und in Buchheim, in Neuershausen und in Holzhausen. Sie wurden später an Klöster oder anderen Adel verkauft. Den Hof zu Scherzingen ging im Jahr 1407 an das Kloster Günterstal. In das gleiche Jahr fällt der Verkauf der Vogtei und des Dinghofs in Föhrental, einem Seitental des Glottertals, wie auch des Kirchensatzes in Herdern bei Freiburg (heute Stadtteil) an die Schnewelin von Landeck.

Einen Dinghof in Heuweiler hatten die Falkensteiner im 15. Jahrhundert vorübergehend als Lehen vom Kloster Waldkirch verwaltet. Am Kaiserstuhl besaßen sie das Dorf Bickensohl, das sie als Pfand von den Herren von Üsenberg um das Jahr 1300 erhalten hatten. Die Herren von Üsenberg, die ihren Machtbereich rund um den Kaiserstuhl hatten, und die Falkensteiner waren sich nicht wohl gesinnt, so dass zwischen beiden Adelsgeschlechtern um das Jahr 1323 ein offener Krieg ausbrach. Er ging der als der "Kaiserstühler Krieg" in die Geschichte des Breisgaus ein. Der letzte der Falkensteiner aus dem Dreisamtal, Claus Jacob von Falkenstein, starb vermutlich 1524 während des Bauernkriegs. Die Erbschaft der Falkensteiner mit dem gesamten Grundbesitz und den Rechten im Dreisamtal fiel großteils an die Landecker.

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