Startseite
  Singen | Singen am Hohentwiel
Singen am Hohentwiel

Singen am Hohentwiel

Die Stadt Singen am Hohentwiel liegt am östlichen Rand des Hegaus und westlich des Bodensees. Politisch gehört Singen zum Landkreis Konstanz. Die Gemarkung Singens am Ostrand des Hohentwiels war in vorgeschichtlicher Zeit bevorzugtes Siedlungsland. Eine durchgängige Besiedlung seit der Steinzeit ist daher in Singen nachgewiesen. Besonders bei Bahnarbeiten im 19. Jahrhundert wurden mehrfach vorgeschichtliche Reihengräber entdeckt. Zu den besonderen Funden gehört ein großer Begräbnisplatz aus der keltischen Zeit. Die vorgefundenen Gräber waren reich mit Schmuck und Kupfergeräten ausgestattet. Südlich von Singen liegt ein aus der Hallstattzeit stammendes Grabhügelfeld. Die meisten Fundstücke können heute im Hegau-Museum angesehen werden.

Singen wird erstmals im Jahr 787 n. Chr. schriftlich genannt. Der Ort gehörte damals zum Grundbesitz des Klosters St. Gallen und kam später an das Kloster Reichenau. Unter Herzog Burkhard, einem einflussreichen schwäbischen Adligen, erlebte der Hohentwiel, der inmitten seines Herrschaftsbereichs lag, seine erste Blüte. Burkhard war mit dem Königsgeschlecht seiner Zeit, den Ottonen, direkt verwandt. Als treuer Vasall des Königs trugen seine Truppen maßgeblich zum Sieg über die Ungarn bei der Schlacht auf dem Lechfeld (955) bei. Er ließ den Hohentwiel als königliche Pfalz und Burg ausbauen und stiftete zusammen mit seiner Gemahlin Hadwig um 970 das Bergkloster St. Georg. Burkhard starb früh im Jahr 973; er liegt auf der Reichenau begraben.

Im Mittelalter gibt es einen eigenen Ortsadel. Die Edelfreien von Singen werden erstmals im Jahr 1087 genannt und besaßen die Herrschaft bis 1135. Später folgten weitere Ritter- und Adelsgeschlechter. Auch verschiedene Klöster hatten Vorort ihre Besitzungen. Im Jahr 1465 kam Singen mit der Landgrafschaft Nellenburg an das Haus Habsburg, 1805 vorübergehend an Württemberg und 1810 schließlich zum Großherzogtum Baden. Zu jener Zeit hatte Singen die Größe eines durchschnittlichen Dorfes. Die Bahn durchquert seit 1863 den Ort.

In der industriellen Gründerzeit gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann der Aufstieg Singens zur Industriestadt. Das explosiv gewachsene Dorf erhielt die Stadtrechte 1899 übertragen. Das Wachstum setzte sich bis in die 60iger des letzten Jahrhunderts fort. Allein zwischen 1880 und 1899 stieg die Bevölkerung von 2.000 auf 35.000 Einwohnern an. Bis 1975 wurde die Gemarkungsfläche Singens durch die Eingemeindung von 6 umliegenden Orten vergrößert. Singen ist heute damit die größte Stadt des Hegaus.


Friedingen
Der Ortsteil Friedingen nördlich von Singen stammt wie Beuren aus der Merowingerzeit. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1090 n. Chr. Am 1.12.1971 wurde Friedingen zu Singen eingemeindet. Die Burg "Hohenfriedingen", auch Friedinger Schlößle genannt, entstand unter den Herren von Friedingen im 12. Jahrhundert. Es ist heute das Wahrzeichen des Stadtteils.

Beuren an der Aach
Die Entstehung von Beuren an der Aach nördlich von Singen geht in die Merowingerzeit zurück. Beuren an der Aach wird erstmals 1204 urkundlich erwähnt. Ein besonderes denkmalgeschütztes Gebäude ist die St. Wendelinskapelle, erbaut 1760 und das Schlössle Meldegg. Es steht auf einer künstlichen Insel in der Aach. Es wird im Jahr 1568 erstmals urkundlich genannt.

Bohlingen
Bohlingen südöstlich von Singen ist eine alemannische Siedlung, die die im 5. oder 6. Jahrhundert entstand. Ein ausgegrabener Friedhofsfeld und unterstreichen die frühe Besiedlung. Eine erste Erwähnung Bohlingens erfolgte in einer St. Galler Schenkungsurkunde

Hausen an der Aach
Die erste urkundliche Erwähnung von Hausen an der Aach nördlich von Singen datiert bereits aus dem Jahre 787 n. Chr. Im Jahr 1971 erfolgte die Eingemeindung zu Singen.

Schlatt unter Krähen
Der Ortsteil Schlatt nördlich von Singen unter Krähen liegt auf bronze- bzw. römerzeitlichem Siedlungsgebiet und wird erstmals im Jahr 787 n. Chr. urkundlich erwähnt. Geschichtlich ist Schlatt eng mit dem Schicksal des Hohenkrähen und seiner sagenumwobenen Burg verbunden

Überlingen am Ried
Der Ortsteil Überlingen am Ried südöstlich von Singen wird im Jahr 1256 erstmals urkundlich erwähnt. Am 01.01.1971 erfolgte die freiwillige Eingemeindung als Stadtteil von Singen.
Festung Hohentwiel

Foto: Festung Hohentwiel

Anzeige

Apotheken  | Buchhandlungen  | Bahn | Branchen  |  Koordinaten | Location  | Postleitzahl | Telefonbuch | Wikipedia  | Suche

Alle Inhalte, Texte, Fotos und Grafiken auf dieser Internetseite (Region Singen » Seite Singen am Hohentwiel) und alle dazugehoerigen Domainnamen sind urheberrechtlich geschuetzt. Diese Internetseite ist nicht die offizielle Webseite des Schwarzwalds, des Bodensee, Singen sowie der aufgefuehrten Orte und Landkreise bzw. Ferienregionen. Cookies erleichtern die Bereitstellung einiger Dienste auf dieser Homepage www.badische-seiten.de (Seite Singen am Hohentwiel). Mit Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Verwendung Cookies | Impressum | Literaturhinweise



Alle Angaben ohne Gewähr - Änderungen vorbehalten 2002- 2017
Alle Seiten © Alle Rechte vorbehalten. (All rights reserved)