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Die Stadt Rottweil liegt zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb, zwischen dem Großraum Stuttgart und der Ferienregion Bodensee. Rottweil darf sich zurrecht den Titel "älteste Stadt Baden-Württembergs" geben. Denn bereits seit 186 n. Chr. besitzt die damals "Arae Flaviae" genannte Stadt als einziger Römerort zwischen dem Rhein und Augsburg römisches Stadtrecht. Mit den Gemeinden Deißlingen, Dietingen, Wellendingen und Zimmern ob Rottweil hat Rottweil eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart. Der historische Stadtkern Rottweils in seinem heutigen Erscheinungsbild wird von spätmittelalterlichen Fassaden mit Erkern und Stechschildern geprägt. Form und Anordnung der Gebäude gehen im Wesentlichen auf die Zeit der Staufer zurück. Um den historischen Kern herum entwickelten sich, insbesondere im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts größere Bereiche mit Wohn- und Industrieansiedlung.

Wie in vielen deutschen Städten führte das Zeitalter der Industrialisierung auch in Rottweil zu einem starken Anwachsen der Bevölkerungszahl. Im Jahr 1970 wurde Rottweil Große Kreisstadt, nachdem 1969 die Zahl von 20.000 Einwohnern überschritten war. Das Stadtgebiet besteht heute aus der Kernstadt, dem bereits 1939 eingegliederten Bühlingen und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden Feckenhausen, Göllsdorf, Hausen, Neufra, Neukirch und Zepfenhan. Die Geschichte der ehemaligen Reichsstadt geht zurück bis in die Bandkeramikerzeit (2000 v Chr.). Bedeutende Spuren hinterließen die Römer. Sie legten Im ersten Jahrhundert n. Chr. hier am Schnittpunkt zweier wichtiger Straßen ein Kastell an, aus dem das Municipium Arae Flaviae erwuchs. Der lateinische Name "Arae Flaviae" bedeutet übersetzt "Altäre der Flavier". Aber noch vor 260 n.Chr. gaben die Römer diesen Stützpunkt auf. Im Mittelalter befand sich während des 8. Jahrhunderts hier auf der Gemarkung von Rottweil ein Königshof. Mitte des 12. Jahrhunderts entstand wohl unter dem Herzog Konrad von Zähringen ein Markt, der 1234 als Stadt bezeugt ist.

Schon im 13. Jahrhundert tagte hier ein kaiserliches Hofgericht. 1463 schloss Rottweil mit der Schweizer Eidgenossenschaft ein Bündnis, das 1519 erneuert worden ist und eigentlich bis heute unwiderrufen steht. Die Stadt, die von den Wirren des Dreißigjährigen Krieges nicht verschont blieb, betrachtete sich bis 1802 als ein der Schweiz zugewandter Ort. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam ab 1802/1803 Rottweil an Württemberg und wurde 1806 Oberamtsstadt. Bedeutende Gewerbezweige in Rottweil waren in der Vergangenheit das Schmiedehandwerk, das Buchdruckgewerbe, die Tuchmacherei und die Schießpulverproduktion. 1824 nahm man die Saline Wilhelmshall in Betrieb. Diese wurde erst 1969 stillgelegt. Bereits 1868 war Rottweil an das württembergische Eisenbahnnetz angeschlossen.

Heute zieht es – nicht nur zum berühmten Rottweiler Narrensprung - jedes Jahr viele Besucher in die historische Altstadt von Rottweil. Die malerische Altstadt mit ihren weithin sichtbaren Türmen thront auf einem steilen Muschelkalksporn oberhalb des Neckars. Stolze Bürger- und Patrizierhäuser verschiedener Bauepochen mit ihren Erkern, Dachgauben und Krangiebeln, von denen einige bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen sowie die Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung machen die Stadt immer eine Reise wert.

Bühlingen
Der Stadt Bühlingen liegt südlich von der Kernstadt Rottweil und wurde im Jahr 1108 als "Bisilingen" erstmals erwähnt. Über das Kloster St. Georgen kam der Ort 1538 an die Stadt Rottweil, 1566 an Würrtemberg. Bühlingen wurde bereits 1939 nach Rottweil eingegliedert.

Feckenhausen
Der Stadtteil Feckenhausen liegt östlich von der Kernstadt Rottweil. Feckenhausen wurde 902 als "Ueccenhusa" erstmals schriftlich erwähnt. Vor allem das Kloster St. Gallen in der Schweiz hatte hier Besitzungen. Bis ins 13. Jahrhundert gehörte der Ort zur Grafschaft Hohenberg und wurde 1379 an den Rottweiler Bürger Konrad Beck verkauft. Die Habsburger, die 1381 die Grafschaft Hohenberg erworben hatten, belehnten den Ort 1468 an Balthasar Lutz, der in 1514 an das Spital Rottweil verkaufte. Feckenhausen wurde am 1. März 1972 nach Rottweil eingemeindet.

Göllsdorf
Der Stadt Göllsdorf liegt östlich der Altstadt von Rottweil. Göllsdorf wurde im Jahr 1099 als "Geroldistorf" erstmals genannt. Über die Grafen von Zollern gelangten Besitzungen an das Kloster Alpirsbach. 1280 erwarb das Kloster St. Blasien (Südschwarzwald) Besitz von Gütern des Rottweiler Bürgers Hübscher, das seine Anteile jedoch 1466 an die Stadt Rottweil veräußerte. Göllsdorf wurde am 1. Oktober 1972 nach Rottweil eingemeindet.

Hausen
Hausen ob Rottweil wurde 1094 als "Husen" erstmals erwähnt und liegt westlich von der Kernstadt Rottweil. Besitzungen besaßen das Kloster St. Georgen, dessen Teil über Rottweil im 16. Jahrhundert an Württemberg gelangte. Die Obrigkeit verblieb jedoch bei Rottweil. Die andere Hälfte des Ortes gehörte der Grafschaft Hohenberg, die 1381 von Österreich erworben wurde. Hausen wurde am 1. Dezember 1971 nach Rottweil eingegliedert.

Neufra
Neufra wurde 1309 als "Nuveren" erstmals schriftlich genannt und liegt südöstlich der Kernstadt Rottweil. Der Ort gehörte einst zur Grafschaft Hohenberg und kam mit dieser an Österreich. Doch hatte die Stadt Rottweil nach einem Vertrag aus dem 17. Jahrhundert die Obrigkeit über den Ort. Neufra wurde am 1. Januar 1975 nach Rottweil eingemeindet.

Neukirch
Der Stadtteil Neukirch liegt nordöstlich von der Kernstadt Rottweil. Neukirch wurde 1120 als "Nunchilcha" erstmals erwähnt. Graf Berthold von Sulz hatte den Ort von den Grafen von Teck erhalten und gab ihn 1311 als Lehen an die Rottweiler Patrizierfamilie Wirt. Dieser übergab ihn Mitte des 15. Jahrhunderts an das Kloster Rottenmünster. 1973 wurde Neukirch nach Rottweil eingeliedert.

Zepfenhan
Der Stadtteil Zepfenhan liegt am nordöstlichen Rand des Rottweiler Stadtgebietes. Zepfenhan wurde erstmals im Jahr 1275 als "Epfenhaim" erwähnt. Über verschiedene Adelsgeschlechter und Herrschaften kam der Ort an Rottweiler Bürger. Im 14. Jahrhundert gehörte Zepfenhan zur Grafschaft Hohenberg und kam im 16. Jahrhundert an das Kloster Rottenmünster. Am 1. Januar 1974 kam Zepfenhan nach Rottweil.
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Foto: Rottweil

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