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Mühlhausen-Ehingen | Mühlhausen (Hegau) | Burg Mägdeberg

Burg Mägdeberg

Die Burg Mägdeberg war eine stattliche Festung oberhalb von Mühlhausen im Hegau, deren Entstehung ins 12. Jahrhundert zurückgeht. Sie wurde als Höhenburg errichtet und steht auf dem Gipfelplateau des Mägdebergs. Der Mägdeberg wird schon seit Jahrtausenden bewohnt, man geht sogar davon aus, des sich auf dem Berg eine prähistorische Kultstätte befand. Auch die Kelten aus der älteren Hallstatt- und La-Tene-Zeit hinterließen ihre Spuren. Der Mägdeberg war vermutlich auch bei den Kelten eine Kultstätte, ein "Berg der Jungfrauen". Als Kultstätte wurde die keltischen "Drei Beten" oder "Drei Matronen", die drei jungfräulichen Muttergottheiten Ainbed, Worbed und Wilbed, verehrt. Die Verehrung wurde im Mittelalter durch eine Marienwallfahrt mit den drei heilige Mägde namens Margaretha, Barbara und Katharina abgelöst, die sich bis zur ersten Zerstörung der Burg 1378 erhalten hat. Im 15. Jahrhundert errichtete man auf dem Mägdeberg eine der heiligen Ursula und ihren Gefährtinnen geweihte Kapelle.

Die eigentliche Burg stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhudnerts, als Erbauer gilt Abt Konrad von Zimmern. Er ließ die Burg Mägdeberg durch einen reichenauischen Amtmann verwalten. Unter Abt Eberhard von Brandis wurde 1343 die Herrschaft Mägdeberg an die Reichenauer Ministerialenfamilie von Dettingen (Tettingen) verpfändet und 1358 an die Herzöge von Osterreich verkauft. Da der Pfandinhaber Werner von Dettingen sie seinerseits 1359 an die Grafen von Württemberg verkaufte, blieb Württemberg 120 Jahre im Besitz des Mägdeberges. Der Bund der schwäbischen Städte, mit denen sich Graf Eberhard der Greiner von Württemberg seit 1376 im Krieg befand, zerstörte im Jahr 1378 die Burg Mägdeberg. Erst 100 Jahre später, während der sogenannten Friedinger Fehde (1479/80), begann Eberhard im Bart, Gründer der Universität Tübingen, mit dem Wiederaufbau der Burg auf dem Mägdeberg. Der Streit mit den auf dem benachbarten Hohenkrähen sitzenden Herren von Friedingen, die mit den Habsburgern verbündet waren, endete letztendlich dann aber mit einer württembergischen Niederlage. Eberhard musste den Mägdeberg mit den dazugehörenden Besitzungen 1481 an Osterreich abtreten. Die Österreicher ließen die Burg die nächsten Jahrzehnte immer wieder ausbessern und gaben sie ab 1528 dann als Erblehen an die Herren von Reischach (1528-1620), Johann Eggs (1622-1638), Hans Jakob von Buchenberg (1649-56) und die Freiherren bzw. Grafen von Rost (1657-1762).

Die Burg Mägdeberg wurde 1525 von den aufständischen Bauern eingenommen, jedoch nicht zerstört. Erst im Dreißigjährigen Krieg ließ der württembergische Kommandant des Hohentwiel, Konrad Widerholt, die Burg abbrennen. Nach nochmaligem Wiederaufbau 1630-53 wurden die zerfallenen Schlossgebäude ab 1770 weitgehend abgebrochen und seither ist die Burg eine Ruine. Zwischen 1774 und 1840 waren die Grafen von Enzenberg Inhaber des Mägdebergs, 1840 gingen der herrschaftliche Grundbesitz in Mühlhausen und der Mägdeberg auf die Gräfin Katharina von Langenstein und 1850 auf die Gräflich Douglassche Familie über. Im Besitz dieser Familie befindet sich der Besitz des Bergs mit der Ruine und einem Gutshof bis heute. Die gut erhaltene Burgruine ist frei zugänglich und gliedert sich noch deutlich sichtbar in eine Hauptburg und eine Vorburg. In der Hauptburg befinden sich die Reste des Palas, die Reste der ehemaligen Ursulakapelle stehen beim Eingangsbereich.
Burg Mägdeberg

Foto: Burg Mägdeberg

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