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Mönchweiler

Der staatlich anerkannte Erholungsort Mönchweiler liegt am Ostrand des Schwarzwaldes, im Übergangsbereich zur Baarhochfläche. Südlich von Mönchweiler liegt die Stadt Villingen, im Norden die Gemeinde Königsfeld und im Westen die Stadt St. Georgen im Schwarzwald. Der Ort Mönchweiler findet erstmals im Jahr 1258 eine urkundliche Erwähnung als "Munechwilar". Wiederholt wechselte in der Geschichte die Schreibweise des Ortsnamens, deutet jedoch stets auf einen von Mönchen geschaffenen Weiler hin. Vermutlich wurde der Ort von Mönchen aus dem weiter westlich liegenden Kloster St. Georgen gegründet und war eine Zeit lang im Besitz einer Patrizierfamilie. Teils durch Kauf, teils durch Schenkung,ging Mönchweiler später in das Eigentum des Klosters St. Georgen über.

Die Besiedlungsgeschichte des Ortes reicht aber vermutlich viel weiter zurück. Denn die die Baar und seine Randgebiete zählen zum altalemannischen Siedlungsgebiet und Gradfunde aus dem 4. und 5. Jahrhundert n. Chr. unterstreichen diese Vermutung. Von besonderer Bedeutung ist auch der Fund eines Gräberfeldes nahe Mönchweiler. Es gehörte zu einem verschwundenen Dorf Namens "Ebenhausen", welches vermutlich vom 7. Jahrhundert n. Chr. bis in das 15. Jahrhundert bestand. Im Bauernkrieg wurde Mönchweiler durch Truppen aus Villingen zerstört. Herzog Ulrich von Württemberg, dem 1534 die Schirmherrschaft und das Vogtrecht über das Benediktinerkloster St. Georgen zugefallen war, trat zur Lehre Luthers über, reformierte sein Land und erklärte im Jahr 1534 die katholische Religion für abgeschafft.

Für das Kloster St. Georgen sowie für das mit ihm verbundene Dorf Mönchweiler ging damit die bisherige Unabhängigkeit verloren und es wurde fortan evangelisch. Die Mönche in Mönchweiler mussten zwangsweise den Ort verlassen und fanden in Villingen eine vorübergehende Zuflucht. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Mönchweiler erst in der zweiten Hälfte des langen Krieges in Mitleidenschaft gezogen. Die Belagerer des katholischen Villingen plünderten Mönchweiler nebst den anderen Dörfern in der Umgebung im Jahr 1633 und die Villinger selbst zerstörten bei einem Ausfall aus ihrer Stadt abermals den Ort und das nahe liegende St. Georgen. Viel Leid und Not über die Bevölkerung brachten auch die später folgenden Erbfolgekriege, zuerst der französische Erbfolgekrieg ab dem Jahr 1672 , dann der Spanische Erbfolgekrieg ab 1701 sowie die Koalitionskriege ab dem Jahr 1789. Die buntscheckigen Truppen des Generals Moreau raubten im Jahr 1796 Mönchweiler vollkommen aus.

In der folgenden Napoleonischen Zeit erfolgte die Neuordnung des südwestdeutschen Raumes. Der sehr stark vergrößerte Kleinstaat Baden wurde dadurch zum Großherzogtum erhoben und von war vom 1806 bis 1813 zum Rheinbundmitglied. Das württembergische Dorf Mönchweiler wurde durch einen Abtretungsvertrag vom 2. 11. 1810 dem Großherzogtum zugeteilt. Seitdem gehört das Dorf zum badischen Amtsbezirk Villingen und ab dem Jahr 1939 zum Landkreis Villingen. Mit der Bildung des Schwarzwald-Baar-Kreises ab 1973 wurde Mönchweiler ein Mitglied des Landkreises und behielt seine politische Selbständigkeit.

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