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Kappel-Grafenhausen | Kappel-Grafenhausen
Kappel-Grafenhausen

Kappel-Grafenhausen

Die Gemeinde Kappel-Grafenhausen ist heute eine Doppelgemeinde im Ortenaukreis, direkt an der deutsch-französischen Grenze und beim Naturschutzgebiet Taubergießen am Rhein gelegen. Durch die Fähre "Rhenanus" ist die Gemeinde sogar auf dem Wasserweg direkt mit der elsässischen Nachbargemeinde Rhinau verbunden.

Am 01.07.1974 vereinigten sich die beiden bis Dato selbstständigen Gemeinden Grafenhausen und Kappel am Rhein, wobei der Name der Gemeinde als Ortsteilbezeichnungen beibehalten wurde. Die Ortsteile sind einwohner- und flächenmäßig fast gleichgroß. Die Gemeinde Kappel-Grafenhausen gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Ettenheim an. Bekannt ist die Region durch das Naturschutzgebiet Taubergießen, das zwischen Kappel-Grafenhausen und dem Rhein liegt. Im Ortsteil Grafenhausen gibt es eine historische Ölmühle mit einer einzigartigen Mühlentechnik aus dem 17. Jahrhundert. Die Mühle beherbergt auch ein kleines Bauernmuseum.

Kappel
Der Ortsteil Kappel am Rhein liegt am Unterlauf der Elz und grenzt in westlicher Richtung an den Rhein. Vorgeschichtliche keltische Funde deuten auf eine lange Siedlungsgeschichte hin. Im Jahr 1880 fand man im Gewann "Drisloch" ein keltisches Fürstengrab. In der Urkunde über den zustande gekommenen Frieden zwischen dem Bistum Straßburg und der Stadt Straßburg im Jahre 1266 ist das erste Dokument, in dem Kappel am Rhein genannt wird. Der Ort wird "Villa Capella" genannt, im 14. Jahrhundert ist "prope Rinowe", an der Rheinaue gelegen, dem Ortsnamen beigefügt. Daher kommt auch der Ortsname des elsässischen Rhinau. Die Fähre, die zwischen Kappel und Rhinau den Rhein überquert, heißt heute ebenfalls "Rhinowe". Kappel, das in seinem Wappen Fische und Ruder führt, war ursprünglich ein Fischerdorf. Die heute noch bestehende Fischerzunft besitzt eine der ältesten Fischerordnungen am Oberrhein. Sie stammt aus dem Jahre 1442. Die schwerste Zerstörung erfuhr Kappel am Rhein im Dreißigjährigen Krieg und auch nach Beendigung des 2. Weltkrieges lag Kappel ebenso in Schutt und Asche. Von Kappel hat man heute Zugang zum einzigartigen Naturschutzgebiet Taubergießen. Es zählt zu den größten Naturschutzgebieten in Baden-Württemberg und zu den letzten größeren am Rhein überhaupt.

Grafenhausen
Das östlich von Kappel gelegene Grafenhausen erscheint erstmals im Jahr 1111 n. Chr. als "Grabenhusen". Mit Ettenheim war Grafenhausen bis 1528 an den Straßburger Bischof verpfändet. Die Entstehungsgeschichte des Ortes steht in engen Zusammenhang mit der Geschichte des südlich des Dorfes am Ettenbach gelegenen Grabenhofes zusammen, der ursprünglich ein fränkischer Königshof gewesen sein soll. Jener Hof wurde 1318 an das Kloster Ettenheimmünster verkauft und gelangte 1471 "auf ewige Zeiten" an die Gemeinde Grafenhausen. Die schwerste Zerstörung erfuhr Kappel am Rhein im Dreißigjährigen Krieg. Auch unter den späteren Erbfolgekriegen hatte die Bevölkerung zu leiden. Im Jahr 1803 wurde Grafenhausen badisch.
Kappel-Grafenhausen

Foto: Kappel-Grafenhausen

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