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Grafenhausen | Grafenhausen im Rothauser Land
Grafenhausen im Rothauser Land

Grafenhausen im Rothauser Land

Grafenhausen liegt südöstlich des Schluchsees auf einer Hochebene und ist staatlich ein anerkannter Luftkurort. Seit der Verwaltungsreform der 1970er Jahre fasste man die Orte Grafenhausen, Mettenberg, Buggenried, Seewangen, Kaßlet, Staufen, Bulgenbach, Rippoldsried, Rötenberg und Geroldshofstetten zu einer Gemeinde zusammen. Urkundlich wird der Hauptort Grafenhausen erstmals im Jahr 1050 genannt n. Chr. Dieses Datum ist identisch mit der Gründung des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen (Schweiz) durch einen Graf von Nellenburg. Der Graf von Nellenburg besaß in jener Zeit zahlreiche Güter in der Region, so auch das Gebiet des heutigen Grafenhausen oberhalb des Schlüchttals.

Um 1080 gründete schließlich ein Mönch aus Schaffhausen eine kleine Zelle in Grafenhausen, woraus ein Kloster entstand, welches 1096 offiziell durch den Bischoff von Konstanz eingeweiht wurde. Das Kloster in Grafenhausen, abhängig von Allerheiligen, galt als Vorposten gegen das bedeutende Kloster St. Blasien mit einer Außenstelle in Berau. Das Frauenkloster Grafenhausen war der heiligen Fides geweiht, heute noch Patronin der Pfarrkirche. Ein Streit zwischen den zwei konkurrierenden Klöstern verlangte den vermittelnden Einsatz des Papstes Innocenz II. und des Kaisers Konrad III. Ein neutrales Schiedsgericht legte schließlich die Grenze zwischen St. Blasien und Grafenhausen auf die Kammlinie des Gebirges fest.

Seit 1285 besaß Grafenhausen Stadtrechte, die allerdings im 16. Jahrhundert wieder zurückgezogen wurden. Im Jahr 1525 tauschte das Kloster Allerheiligen in Schaffhausen Grafenhausen gegen ein anderes Gebiet mit dem Kloster St. Blasien. Bemerkenswert bei diesem Vorgang ist, dass bei diesem Tausch ein großes Waldstück nahe Grafenhausen im Eigentum des Kloster Schaffhausen verblieb. Dies hat sich bis heute nicht geändert, obwohl Schaffhausen heute zur Schweiz gehört.

Durch diesen Tausch geriet Grafenhausen unter die Herrschaft der Landgrafen von Stühlingen, nach deren Aussterben fiel es an den Freiherrn von Mörsperg zu Bonndorf. 1609 kaufte das Kloster St. Blasien die Reichsherrschaft Bonndorf mit dem dazugehörenden Grafenhausen. Im Dreißigjährigen wurde 1622 Grafenhausen niedergebrannt. Nach der Aufhebung des Klosters kam Grafenhausen 1806 zum badischen Staat.

Bekannt wurde Grafenhausen insbesondere durch die im Ortsteil Rothaus gegründete Bierbrauerei Rothaus im Jahr 1791, dessen gutes Bier bis heute Badens Nationalgetränk ist. Im benachbarten Heimatmuseum Hüsli werden verschiedene Alltagsgegenstände des Lebens im Schwarzwald ausgestellt. Hier wurden auch Außenaufnahmen für die Fernsehserie Schwarzwaldklinik gedreht, weshalb die halbe Welt das Hüsli zumindest optisch kennt. Während des Zweiten Weltkriegs gab es zahlreiche Bombeneinschläge in Grafenhausen, mehrere Gebäudes wurde zerstört.


Amertsfeld
Der Ort liegt nördlich von Grafenhausen Richtung Schluchsee und wird urkundlich erstmals 1105 erwähnt.

Balzhausen
Der Ort liegt ebenfalls nördlich von Grafenhausen Richtung Schluchsee und wird urkundlich erstmals 1105 erwähnt.

Buggenried
Der Ort liegt Südlich von Grafenhausen und wird urkundlich erstmals 1276 genannt.

Bulgenbach
Der Ort liegt südwestlich von Grafenhausen und wird urkundlich erstmals 1169 erwähnt.

Geroldshofstetten
Der Ort liegt einen Kilometer westlich von Grafenhausen und wird urkundlich erstmals 1289 erwähnt.

Mettenberg
Der Ort liegt südlich von Grafenhausen und wird urkundlich erstmals 1289 erwähnt.

Kaßlet
Der Ort liegt südlich von Grafenhausen bzw. Mettenberg und wird urkundlich erstmals 1289 erwähnt.

Rippoldsried
Der Ort liegt südlich von Grafenhausen und wird urkundlich erstmals 1289 erwähnt.

Rötenberg
Der Ort liegt südlich von Grafenhausen und wird urkundlich erstmals 1289 erwähnt.

Rothaus
Der Ort liegt nördlich von Grafenhausen und ist Sitz der Staatlichen Bierbrauerei Rothaus.

Seewangen
Der Ort liegt südlich von Grafenhausen nahe Birkendorf und wird urkundlich erstmals 1289 erwähnt.

Staufen
Der Ort liegt südwestlich von Grafenhausen und wird urkundlich erstmals 1150 erwähnt. Das Staufen im südöstlichen Schwarzwald hat, abgesehen vom Ortsnamen, nichts mit der Stadt am Ausgang des Münstertals gemein.
Grafenhausen

Foto: Grafenhausen

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