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Munzingen

Munzingen

Munzingen liegt an der Südostspitze des Tunibergs. Schon von weitem grüßt auf einer Anhöhe die Erentrudiskapelle als Markenzeichen des Ortes. Das ehemals selbständige Dorf Munzingen wurde im Jahr 1973 nach Freiburg eingemeindet und ist heute der südlichste Stadtteil der Breisgaumetropole. Munzingen gehört, belegt durch seine steinzeitlichen Funde an den Hängen des Tunibergs, zu den am längsten besiedelten Orten des Breisgaus. Zahlreiche bearbeitete Rentierknochen und Feuersteine fand man bei archäologischen Ausgrabungen in der Lösschicht des Berges. In der Jungsteinzeit stand vermutlich ein ganzes Dorf auf der Südspitze des Tunibergs, geschützt durch einen Graben und einen Schutzwall. Die Endung "ingen" im Ortsnamen zeigt, dass der Freiburger Stadtteil selbst eine alemannische Ortsgründung ist. Nach dem Eindringen der Alemannen in das römisch besetzte "Dekumatenland" und dem Rückzug der Legionen lieöen sie sich vermutlich schon im 5. Jahrhundert rund um den Tuniberg nieder, so auch in Munzingen.

Urkundlich wird Munzingen erstmals im Jahr 845 n. Chr. erwähnt. Bereits zur Regierungszeit Kaiser Lothar I. (817-855) befand sich in Munzingen ein karolingischer Salhof, der später Fronhof, Dinghof oder Freihof genannt wurde. Er war im Besitz des Straßburger Stephansklosters, das im frühen Mittelalter auch die Grundherrschaft in Munzingen wahrnahm. Die Verbindung Munzinges zum Elsass liegt darin begründet, dass die Gemahlin Lothar I., Irmingard, die Tochter des Grafen Hugo von Tours war, die aus dem elsässischen Herzogsgeschlecht der Etichonen stammte. Kaiser Heinrich II. (1014-1024) übergab das Stephanskloster dem Bischof Werner I. von Straßburg, so dass auch Munzingen bischöflich-straßburgisch wurde. Schirmvögte waren zunächst die Herren von Üsenberg. Diese hatten ihre Stammburg nördlich von Breisach auf dem Üsenberg. Die Vogteirechte gaben sie an die Herren von Staufen und später an andere Breisgauer Adelige weitergaben. Zu ihnen zählten im 15. Jahrhundert Heinrich von Wiesneck und Kunemann von Bolsenheim. 1659 war die Ortsherrschaft geteilt zwischen Freiherr Beat Melchior von Reinach und Hans Wilhelm von Kage-neck. 1720 und 1759 gelang es den Kagenecks, die gesamte Ortsherrschaft in ihren Besitz zu bekommen

Im Hochmittelalter entstand ein Wasserschloss in Munzingen, von dem heute allerdings nur noch ein Rundturm erhalten ist. Er steht an der Durchgangsstraße unterhalb des Munzinger Schlosses. Schwedische Truppen zerstörten 1632 das Schloss während des Dreißigjährigen Kriegs, als sie plündernd und brandschatzend durch den Breisgau zogen. Seit 1806 ist Munzingen badisch. Leider wurden Teile des Dorfes im Zweiten Weltkrieg zerstört, aber in kurzer Zeit wieder aufgebaut. Neben dem ausgezeichneten Wein und dem Spargelanbau besticht Munzingen durch seine historische Bausubstanz im alten Siedlungskern. Die Dorfkirche mit ihren zahlreichen spätgotischen Elementen stammt beispielsweise großteils noch aus dem 16. Jahrhundert und hat den letzten großen Krieg unbeschadet überstanden. An der Straöenkreuzung im Zentrum des Ortes steht das Reinacher Schloss. Es dient heute als Hotel- und Tagungsstätte und stammt aus dem Jahr 1607. So manche Hochzeitsfeier findet heute in dem großzügigen Innenhof statt. Das Markenzeichen des Ortes ist allerdings das Munzinger Schloss. Es wurde 1672 vom vorderösterreichischen Stadthalter Johann Friedrich Reichsfreiherr von Kageneck erbaut und ist heute noch in Privatbesitz.
Erentrudiskapelle

Foto: Erentrudiskapelle

Bilder Munzingen am Tuniberg

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