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Lorettoberg

Der Lorettoberg ist ein beliebtes Naherholungsgebiet im Freiburger Stadtteil Wiehre und erstreckt sich als langgestreckten Bergausläufer des Schauinslands bis tief in das Stadtgebiet der Breisgaumetropole hinein. Auf der Westseite verläuft der Lorettoberg parallel zur Merzhauserstraße, auf der Ostseite des Lorettobergs liegen erst ein Wohngebiet, Gartenanlagen, die Wonnhaldewiesen und anschließend der Stadtteil Günterstal. Der Berg besteht aus Granit, Gneis und Bundsandstein. Letzteres wurde schon im Mittelalter zum Bau des Münsters an vielen Stellen des Lorettobergs abgebaut. Der südwestliche Hang zur Merzhausenerstraße hin wird auch als Schlierberg bezeichnet. Dort befand sich im Gegensatz um Osthang eine dicke Löß- und Lehmschicht. Die alemannische Bezeichnung für Lehm ist "Schlier" und so heißt der Teil des Lorettoberges auch heute noch Schlierberg.

Der Lorettoberg selbst hieß früher im Volksmund einfach nur "das Bergle" oder auch "Josephsbergle". Dies lag an der mittelalterlichen Kapelle auf dem Berg, welche dem heiligen Joseph gewidmet war. Jedes Frühjahr fand hier ein großes Frühlingsfest statt. Wann die Kapelle zerstört wurde, ist nicht überliefert. Nur der Straßenname "Am Josephsbergele" hat sich in das 21. Jahrhundert gerettet. Am südwestlichen Hang des Lorettobergs befand sich lange Zeit eine Ziegelei, die aus dem Lehmvorkommen ihr Material für ihre gebrannten Produkte gewann. Heute erinnert noch die Straßenbezeichnung "Ziegelweg" an den Standort der einstigen Brennerei.

Seinen jetzigen Namen verdankt der Lorettoberg der heute noch stehenden Lorettokapelle. Sie stammt aus dem Jahre 1657 und wurde aus Dankbarkeit für das Ende des Dreißigjährigen Kriegs durch den Freiburger Christoph Wang gespendet. Die Kapelle ist die Abbildung einer ähnlichen italienischen Kapelle im Wallfahrtsort Loretto nahe der adriatischen Küste in der Provinz Ancona. Dieser Marienwallfahrtsort war weit über seine Grenzen bekannt. Neben der aus Dankbarkeit errichteten Kapelle besteht noch ein Stationenweg unterhalb des Kapelleneingangs. Ursprünglich waren die Stationen vom Tal unten in der Wiehre bis zur Kapelle hinauf verteilt. Dass die Lorettokapelle auf dem Lorettoberg errichtet wurde, hat einen bedeutungsvollen Hintergrund. Im Jahr 1644 tobte hier rund um den Berg eine der blutigsten Schlachten in der Geschichte des Breisgaus und der Stadt Freiburg. Während sich die Französischen Truppen von Westen der Stadt näherten, bildeten die bayrischen Truppen unter dem Feldmarschall Mercy eine Verteidigungslinie vom Lorettoberg bis zum Schlossberg. Tausende Soldaten starben in der blutigen Schlacht, welche Mercy als Sieger verließ und somit Freiburg vorübergehend vor schlimmeren Zerstörungen bewahrte. Diese prägte sich in den Köpfen der Menschen ein, so dass der Lorettoberg symbolisch aus Dankbarkeit eine neu errichtete Kapelle bekam.
Lorettoberg

Foto: Lorettoberg

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