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Littenweiler

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Littenweiler ist ein Stadtteil von Freiburg im Breisgau, im Dreisamtal zwischen dem Fluss Dreisam, den benachbarten Stadtteil Kappel und den Ausläufern des Schainslands gelegen. Der heutige Stadtteil Littenweiler war noch vor rund 100 Jahren ein kleines Dorf vor den Toren Freiburgs und bestand bis ins frühe 20. Jahrhundert aus drei weilerartigen Siedlungskernen, dem Unterdorf (Littenweilerstraße), dem Hinterdorf (Alemannenstraße) und dem Oberdorf (Sonnenbergstraße). Doch seit der Eingemeindung im Jahr 1914 ist von dem alten Littenweiler so gut wie nichts mehr erhalten. Bis 1914 überwogen noch Bauernhäuser, die sich rund um die alte Kirche St. Barbara befanden. Südlich der Alemannenstraße erstreckten sich bis zur Dreisam große Wiesen und Felder, die bewirtschaftet wurden. Die Wiesen und bewaldeten Berghänge, einst Lebensgrundlage der Bewohner, befinden sich seit der Eingemeindung auf dem Rückzug. An die einstige landwirtschaftliche Tradition erinnern der Falkhof am Ortsausgang Richtung Kappel und der Kunzenhof im Unterdorf.

Die Stadtteile Wiehre, Kappel, Ebnet und Littenweiler gehen heute fast nahtlos ineinander über. Eine erste größere Bautätigkeit setzte bereits durch den Bau der Höllentalbahn im ausgehenden 19. Jahrhundert ein, als Littenweiler einen Bahnhof bekam. Die traditionelle Verbindung zur Stadt ist die Hansjakobstraße, die beim Gasthaus Zum Schiff beginnt und an der heutigen Straßenbahnendhaltestelle endet. Littenweiler wird erstmals im 11. Jahrhundert in den Urkunden des Klosters Einsiedeln als "Lutenwile" erwähnt. Wie schon der Name "Weiler" im Ortsnamen verrät, bestand der Ort aus einigen verstreuten Bauernhäusern. Auch Bergbau schien wie im benachbarten Kappel von Bedeutung zu sein, denn am Eichberg steht die Wallfahrtskapelle St. Barabara. Die heilige Barbara ist die Patronin des Bergbaus. Im Mittelalter hatten vor allem die Klöster Einsiedeln, St. Märken und Günterstal Besitz in Littenweiler. Später kauften sich vermehrt betuchte Freiburger Bürger Land und Höfe im Dorf, wie z.B. die mächtige und einflussreiche Familie der Schnewlins, aber auch die im Dreisamtal beheimateten Ritter zu Falkenstein.

Über wechselnde Besitzer landete Littenweiler schließlich in den Händen der Herren von Sickingen und dem Deutschordenshaus in Freiburg. Im Jahr 1704 wurde der Durchmarsch fremder Truppen zum Verhängnis. Wütende Französische Truppen zogen durch den kleinen Ort am Rande Freiburgs, fast ganz Littenweiler lag danach in Schutt und Asche. Nach dem Übergang des Breisgaus an das Großherzogtum Baden im Jahr 1806 wurde Littenweiler selbstständige Gemeinde. Doch die Nähe zu Freiburg führte schon im 19. Jahrhundert dazu, dass sich zahlreiche Freiburger Bürger im Dorf niederließen. Als 1887 die Höllentalbahn kam, wurde der Zuwachs an Einwohnern noch größer. Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis sich Freiburg und Littenweiler 1914 auf die Eingemeindung einigten. Doch trotz der Eingemeindung konnte Littenweiler noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts seine dörfliche Seele bewahren, dank dem Bürgerverein und dem Engagement vieler Littewilemer . Es gab weiterhin ausgedehnte Wiesen und Felder, auf denen Landwirtschaft betrieben wurde. Die Erzeugnisse verkaufte man täglich auf dem Münsterplatz in Freiburg. Dies änderte sich erst in den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts. Durch die steigende Nachfrage nach Wohnraum setzte eine enorme Bautätigkeit ein. Die schon seit 1925 bestehende Straßenbahnlinie erleichterte eine Besiedlung des Freiburger Ostens. Spuren des alten Littenweiler findet man heute nur noch rund um die Linde vor dem Schulhaus, südöstlich der Pädagogischen Hochschule.
Littenweiler

Foto: Littenweiler

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