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Freiburg | Herdern (Freiburg) | Droste Hülshoff-Gymnasium Herdern

Droste Hülshoff-Gymnasium Herdern

Das Droste-Hülshoff-Gymnasium liegt im nördlichen Herdern inmitten des Musikerviertels. Das Gebäude stammt aus den 60iger Jahren und wurde nach den Entwürfen des Stuttgarter Architektenbüros Behnisch und Partner gebaut. Später wurde jenes Büro durch den Bau des Olympiastadion-Zeltdaches in München weltbekannt. Besucht wird "das Droste", wie es im Allgemeinen nur genannt wird, von meist mehr als 700 Schülern. Es zählt neben Herdern auch Zähringen, Gundelfingen, Wildtal, Brühl, Neuburg und Stadtmitte als Einzugsgebiete für Mädchen und Jungen ab der 5. Klasse.

Die Entstehung des Droste geht auf das Jahr 1946 zurück. Zuvor hatte der verheerende Bombenangriff vom 27. November 1944 in Schutt und Asche gelegt. Zahlreiche Schulgebäude wurden dabei auch schwer beschädigt oder waren wie das Bertoldgymnasium gegenüber dem Freiburger Stadttheater ganz von der Bildfläche verschwunden. Nur das Friedrich-Gymnasium am Ludwig-Aschoff-Platz blieb verschont und wurde somit in den ersten Nachkriegsjahren Schwerpunkt des Freiburger Schulbetriebs. In einem dreischichtigen Schulbetrieb teilten sich die Mädchen und Jungenoberrealschule sowie das humanistische Gymnasium das Schulgebäude. Die Lage entspannte sich erst, als das Kepler-, Rotteck- und Ursula-Gymnasium wieder benutzbar waren. Im Ursula-Gymnasium waren alle Mädchenklassen untergebracht. In einem Erlass des Badischen Unterrichtsministeriums wurde im Jahr 1946 die Mädchenschule zweigeteilt.

Während der eine Teil der Schüler im heutigen Ursula-Gymnasium in der Eisenbahnstraße verblieb, entstand die neue Mädchenschule in den Räumlichkeiten des Friedrich-Gymnasium am Ludwig-Aschoff-Platz. Noch fehlte aber ein Name für die neue Schule. Durch einen Beschluss der Lehrekonferenz taufte man 1948 schließlich das neue Mädchengymnasium in Droste-Hülshoff-Gymnasium, in Anlehnung an die bekannte Dichterin Annette Freiin von Droste-Hülshoff, die 1848 in Meersburg am Bodensee verstorben war. Der Schulbetrieb war anfangs für Lehrer und Schüler mit vielen Umständen verbunden. Neben den alltäglichen Problemen in der zerstörten Stadt standen der Mangel an Lehrkräften, Schulmaterial und der noch immer bestehende Raummangel im Vordergrund. Unter dem Dach des Friedrich-Gymnasiums waren 1947 noch immer das Bertold-Gymnasium, die unteren Stufen des Friedrich-Gymnasiums selbst und das junge Droste-Hülshoff untergebracht.

Eine räumliche Entspannung für die Schüler trat erst 1958 mit dem Umzug des Bertold-Gymnasiums in die neue Schule unterhalb des Hirzbergs im Freiburger Osten ein. Aber für die Mädchen des Droste blieb der Bau einer eigenen Schule auch in der Folgezeit noch ein Wunschtraum. Nach dem Generalbebauungsplan aus dem Jahr 1955 sollte ein möglicher Neubau zwischen Schlüssel- und Urbanstrasse im Gewann "Auf dem Mättle" erfolgen. Neben dem Droste-Hülshoff-Gymnasium sollte noch eine Volkschule (heute Weiherhofschule) im Musikerviertel entstehen. Doch der Lokalverein Herdern vertrat zurecht die Meinung, das eine Volkschule in das Herz des Stadtteils gehört und dafür kam eigentlich nur das Wiesengelände "Auf dem Mättle" in Frage, das näher zum ehemaligen Dorfkern lag. Nach jahrelangem Tauziehen der beiden Konzepte wurde der Austausch der Standorte im Jahr 1957 beschlossen.

1962 begann man schließlich durch einen ausgeschriebenen Architektenwettbewerb mit der Planung des Gebäudes. Im Frühjahr 1963 entschied man sich für den Entwurf des Stuttgarter Architektenbüro Behnisch und Partner, die Jahre später durch den Bau des Olympiadaches in München bekannt wurden. 1965 begannen die Bauarbeiten an der Brucknerstraße und 1966 konnten bereits die ersten Schulklassen mit dem Schulunterricht im Droste beginnen. Der Neubau des Droste Hülshoff-Gymnasiuma, der fast 10. Millionen DM verschlungen hatte, war in nüchternem grauen Beton gehalten und sorgte für Diskussionen im Stadtteil Herdern. Während die einen Herdermer das Bauwerk für seine Nüchternheit lobten, rümpften andere ihre Nase und sahen das neumodische Bauwerk als einen architektonischen Fremdkörper.

Auch wenn der Baustil für damalige Verhältnisse in Teilen der Bevölkerung sicherlich als modern angesehen wurde, darf man aus heutiger Sicht den Kritikern von damals nachträglich sicherlich ein "bissle" zustimmen. Es wird umso verständlicher, wenn ein Blick auf die konkurrierenden Friedrich- und Goethe-Gymnasium (Innenstadt) geworfen wird. Sie entstanden unter dem Einfluss des Historismus und des Jugendstils und haben auch nach 100 Jahren nichts von ihrer beeindruckenden Ausstrahlung verloren. Doch unabhängig von äußerlichen Merkmalen entwickelte sich das Mädchen-Gymnasium schnell zu einem bedeutenden Standbein in der Freiburger Schullandschaft. Im Schuljahr 1966/67 wurde bereits die Koedukation eingeführt und das Droste platzte mit seinen wachsenden Schülerzahlen bald aus allen Nähten. Im Jahr 1976 weihte man bereits eine zweite Turnhalle ein, da die alte nicht mehr für die Masse der Schüler ausreichte. Sie diente nicht nur den Schülern für den Sportunterricht, sondern bietet bis heute vielen Vereinen aus dem Freiburger Stadtteil Herdern allabendlich ein Zuhause.

Droste Hülshoff-Gymnasium Herdern

Brucknerstraße 2

79104 Freiburg

www.dhg-freiburg.de

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Droste Hülshoff Gymnasium

Foto: Droste Hülshoff Gymnasium

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