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Baden-Württemberg

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist das südwestlichste Bundesland Deutschlands und hat rund 10,7 Millionen Einwohner. Landeshauptstadt ist die rund 600.000 Einwohner zählende Großstadt Stuttgart. Das entspricht rund 13 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland. Der geographische Mittelpunkt (48° 32′ 15,9″ N, 9° 2′ 28,21″ O) von Baden-Württemberg liegt in einem kleinen Wald in Tübingen und trägt den Namen Elysium. Er liegt östlich der Naturwissenschaftlichen Institute der Universität Tübingen. In direkter Nachbarschaft zu Baden-Württemberg befinden sich die deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen sowie der Freistaat Bayern. Im Westen bildet die Rheinmitte auf einer Länge von 179 Kilometern die gemeinsame Grenze zwischen Baden-Württemberg Deutschland mit den elsässischen Nachbarn in Frankreich.

Die Grenzen zu Österreich und der Schweiz sind auf der Bodenseefläche nicht festgelegt. Die Länge des Bodenseeufers von Konstanz bis zur Landesgrenze nach Bayern beträgt ohne die Uferlänge des Untersees rund 86 Kilometer. Die Landesgrenze zu den Schweizer Nachbarn ist 316 km lang, wobei abgesehen bei Schaffhausen, der Rhein als Grenzfluss fungiert. Das im Westen und Süden bis an den Rhein reichende Baden-Württemberg umfasst landschaftlich einen großen Teil der Oberrheinischen Tiefebene, den Schwarzwald, den südlichen Odenwald und im Osten einen Teil der Schwäbischen Alb und hat eine Gesamtfläche von 35.752 km². Im Südosten reicht es mit dem schwäbischen Oberland südlich der Donau schon ins Alpenvorland, im württembergischen Allgäu sogar bis nahe an die Alpen. Klimatisch umfasst das Bundesland die wärmsten und trockensten Gebiete Deutschlands. Sie liegen alle in der Oberrheinischen Tiefebene. Durch die Burgundische Pforte wird das Klima im südwestlichen Zipfel des Landes manchmal durch mediterranes Klima geprägt und hat immer wieder deutschlandweit die höchsten durchschnittlichen Temperaturen.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde Südwestdeutschland von den Besatzungsmächten in die drei Länder geteilt: Württemberg-Hohenzollern, Südbaden und Württemberg-Nordbaden. Südbaden und Württemberg-Hohenzollern kamen zur französischen Besatzungszone und Württemberg-Nordbaden zur amerikanischen Besatzungszone. Mit der Bildung einer vorläufigen Landesregierung wurden am 25. 4. 1952 die drei einstigen Länder Baden, Württemberg und Hohenzollern zum Land Baden-Württemberg vereinigt. Von südbadischer Seite wurden jedoch Bestrebungen zur Wiederherstellung der alten Länder weiterverfolgt. Südbaden sollte seine Selbstständigkeit als eigenes Bundesland erhalten. Im Jahr 1970 – bei einer erneuten Abstimmung in den alten Grenzen Badens - sprachen sich die Bewohner des ehemaligen Landes in einer Volksabstimmung für den Verbleib Südbadens beim Lande Baden-Württemberg aus, nachdem schon Jahre zuvor eine Volksabstimmung das gleiche Ergebnis erbrachte. Sie wurde aber aufgrund des Wahlablaufs nicht als rechtmäßig anerkannt und hätte eigentlich zu einem anderen Ergebnis hätte führen müssen. Baden-Württemberg ist daher das einzige deutsche Land, das aus einer Volksabstimmung hervorging. Bei der Verwaltungsreform von 1973 wurden die alten Landesgrenzen teilweise aufgehoben und neue Landkreise mit badischer wie auch schwäbischer Geschichte vereinigt.

Baden-Württemberg ist ein beliebtes Reiseziel von Touristen aus aller Welt, denn das Bundesland wird geprägt von seiner naturräumlichen Vielfalt. Große zusammenhängende Waldflächen wie der Schwarzwald, der Schwäbische Wald oder der Odenwald geben dem Land sein Aussehen. Die höchste Erhebung des Landes ist der Feldberg im südlichen Schwarzwald mit 1.493 m. Die Hornisgrinde ist mit 1.164 m die höchste Erhebung im nördlichen Schwarzwald. Der höchste Berg der Schwäbischen Alb und des Albvorlandes ist der Lemberg mit 1.015 m. Rund 40 Prozent der Fläche von Baden-Württemberg sind mit Wald bedeckt. Viele Städte und auch kleine Gemeinden in Baden-Württemberg sind beleibte Ausflugsziele. Heidelberg ist Pilgerort für Touristen aus aller Welt. Unzählige Dichter rühmten schon Heidelberg. Johann Wolfgang von Goethe soll die Stadt mehrmals besucht haben, Hölderlin widmete ihr seine Heidelberg-Ode und Victor von Scheffel schrieb das berühmte Gedicht »Alt-Heidelberg, du feine, du Stadt an Ehren reich.« Jahrhundertelang war das Schloss aus rotem Neckarsandstein glanzvolle Residenz der Kurpfalz. Nach seiner letzten Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 und 1693 wurde es nicht wiederaufgebaut. Einzig der Friedrichsbau ist vollständig rekonstruiert worden.

Den höchsten Kirchturm der Welt hat das Münster der alten Reichsstadt Ulm an der Donau mit rund 161 Metern Höhe. Karlsruhe, die alte Landeshauptstadt Badens, ist heute Sitz des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Entstanden ist die Residenzstadt der Markgrafen von Baden-Durlach auf dem Reißbrett, mit Lineal und Zirkel. Die städtebauliche Struktur mit dem Schlossturm im Mittelpunkt spiegelt deutlich das absolutistische Denken der Fürsten wider. Freiburg und Offenburg sind die Tore zum südlichen und mittleren Schwarzwald. Villingen auf der Baar hat einen alten beindruckenden Stadtkern mit Stadtmauer und mittelalterlichen Stadttoren.

Aber Baden-Württemberg ist auch ein wasserreiches Land. Das Wasser spielt eine wichtige Rolle im Land: als Trinkwasser, als Nutzwasser, als Mineral- und Heilwasser sowie nicht zuletzt für die Freizeit und Erholung der Menschen. Die größten Flüsse des Landes sind der Rhein (437 km), der Neckar (367 km), die Donau (251 km), die Jagst (203 km) und der Kocher (182 km). Hinzu kommt der beliebte Bodensee als einer der größten Süßwasserseen der Welt mit rund 572 km2 Fläche. Der niedrigste Punkt des Landes ist der Rheinpegel bei Mannheim mit 85 m über NN.


Landkreise Baden-Württemberg
Seitdem die Kreisreform vor rund 35 Jahren in Baden-Württemberg in Kraft getreten ist, gibt es nur noch 35 Landkreise. Von den ehemals 63 Landkreisen sind nur die Landkreise Emmendingen, Göppingen und Heidenheim unverändert geblieben.

Regierungsbezirke Baden-Württemberg
Die Präsidien der vier Regierungsbezirke Freiburg, Karlsruhe, Tübingen und Stuttgart bestehen als Mittelinstanzen zwischen den Landesministerien in Baden-Württemberg und den Kreisen.

Regionalverbände Baden-Württemberg
Die zwölf Regionalverbände in Baden-Württembergs lauten Stuttgart, Ostwürttemberg, Franken, Unterer Neckar, Mittlerer Oberrhein, Nordschwarzwald, Südlicher Oberrhein, Schwarzwald-Baar-Heuberg, Hochrhein-Bodensee, Neckar-Alb, Donau-Iller und Bodensee-Oberschwaben.

Städte und Gemeinden Baden-Württemberg
Seit dem Abschluss der Gebiets- und Verwaltungsreform zählt Baden-Württemberg rund 1100 Gemeinden und ein bewohntes gemeindefreies Gebiet, den Gutsbezirk Münsingen. Baden-Württemberg ist traditionell ein Land der kleinen und mittleren Gemeinden. Nur neun Städte in dem südwestlichen Bundesland haben mehr als 100.000 Einwohner. Es sind der Größe nach Stuttgart (ca. 588.000), Mannheim (ca. 310.000), Karlsruhe (ca. 281.000) Freiburg (ca. 215.000), Heidelberg (ca. 144.000), Heilbronn (ca. 121.000), Pforzheim (ca. 119.000), Ulm (119.000) und Reutlingen (ca. 112.000). Verwaltungstechnisch ist Baden-Württembergs heute in vier Regierungsbezirke, 9 Stadt- und 35 Landkreise sowie 12 Regionalverbände gegliedert.
Heidelberg

Foto: Heidelberg

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