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Achertal

Das Achertal liegt im nördlichen Schwarzwald und ist ein Tal mit einer sehr abwechslungsreichen Landschaft. Von der Oberrheinebene schlängelt sich das Achertal romantisch über rund zwanzig Kilometer hinauf zur Hornisgrinde, den mit 1164 Metern höchsten Gipfel des Nordschwarzwalds. Von dort ergeben sich gute Fernblicke über die Rheinebene und den nördlichen Schwarzwald. In dieses Tal eingebettet liegen das Rotweindorf Kappelrodeck mit seinem Ortsteil Waldulm, das Mühlendorf Ottenhöfen und das Mummelseedorf Seebach.

Von Hornisgrinde und Mummelsee stürzen sich die Wasser der Acher durch ein romantisches Tal mit duftenden Tannen- und Kastanienwäldern und herrlichen Weinbergen hinunter in die Rheinebene. Im Frühling verwandeln Tausende Obstbäume das Tal rechts und links der Acher in einen Blütenzauber. Das Flüsschen selbst mündet schließlich bei Lichtenau in den Rhein. Das schöne Tal zwischen Badischer Weinstraße und Schwarzwaldhochstraße mit seiner besonders familienfreundlichen Infrastruktur ist bei Urlaubern und Tagesgästen gleichermaßen beliebt.

Die Stadt Achern am Ausgang des Achertals in die Rheinebene gilt als Einkaufsstadt. Im Zweiten Weltkrieg ist Achern leider fast völlig zerstört worden. Daher zeigt sich der einstige alte Ortskern mit einem überwiegend neuzeitlichen Stadtbild. Ältestes Bauwerk der Stadt ist die gotische St. Nikolauskapelle aus dem 13. Jahrhundert mit ihrem schlanken Rundturm im Stadtzentrum. Ganz in der Nähe liegt der Adlerplatz, auf dem einst Recht gesprochen wurde.

Ins Auge fallen hier der 1908 enthüllte Jubiläumsbrunnen mit dem "Brunnen-Philipp" und eine bereits 1855 zu Ehren des badischen Großherzogs Leopold enthüllte Sandstein-Statue. Am Stadtrand von Achern gibt es ein Sensen- und Heimatmuseum. Gezeigt werden hier unter anderem alte Erntegeräte, die zwischen 1850 und 1965 in der hiesigen Sensenfabrik Achern hergestellt worden sind. Ein gepflegtes Netz an Wander- und Radwegen, bis hin zur Schwarzwaldhochstraße hinauf, bietet viele Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung rund um Achern.

Südwestlich von Achern liegt etwas abseits vom Achertal die Kleinstadt Renchen. Sie verdankt ihre überregionale Bekanntheit Johann Jacob Christoffel von Grimmelshausen, dem berühmten deutschen Barockdichter, der hier etliche Jahre lebte und von 1667 bis 1676 Stadtschultheiß war. Er verfasste während dieser Zeit den "Simplicissimus". Zwei Denkmäler erinnern an den berühmten Dichter des17. Jahrhunderts. Eines wurde 1879 bei der katholischen Kirche aufgestellt. Das andere ist eine moderne Arbeit des Künstlers Giacomo Manzü auf dem Rathausplatz Renchen und zeigt Grimmeishausen als den "Jäger von Soest". Interessierte schauen im Simplicissimus-Haus in Renchen vorbei.

Nordöstlich von Achern liegt die Gemeinde Sasbach (Ortenau) an der Badischen Weinstraße. Ein Granitobelisk erinnert an den französischen Marschall Turenne, den berühmten Feldherrn Ludwigs XIV., der hier am 27. Juli 1675 im Kampf gegen die Truppen des deutschen Kaisers fiel. Das 1940 zerstörte und 1945 neu errichtete Denkmal ist seit 1803 französisches Staatseigentum und steht extra auf eigens aus Frankreich herbeigeschaffter Muttererde. Im früheren Wächterhaus von Sasbach ist ein Turenne-Museum eingerichtet. Fachwerkhäuser mit reichem Blumenschmuck in der warmen Jahreszeit prägen den inzwischen unter Denkmalschutz gestellten alten Kern des östlich von Sasbach gelegenen Luft- und Kneippkurortes Sasbachwalden. Das Ortsbild von Sasbachwalden, von den hiesigen Alemannen liebevoll "Saschwalle" genannt, liegt inmitten von Weinbergen. Gute Gastronomie und Freizeitmöglichkeiten in der Umgebung sorgen das ganze Jahr über für touristischen Hochbetrieb.

Über Sasbachwalden thront das Brigittenschloss auf einer Höhe von 760 m u.d.M. Manchmal wird es auch förmlicher Hohenroder Schloss genannt. Es entstand um das 11. Jahrhundert. Von der Burgruine genießt man heute eine tolle Aussicht. In der Nähe liegen die wildromantischen Gaishöllwasserfälle zwischen Gaishöllpark und dem Ortsteil Bischenberg. Nahe von Sasbach (Ortenau) liegt der Erholungsort Lauf. Die Gemeinde liegt verstreut im Laufbachtal. Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Burg Neuwindeck auf der Gemarkung von Lauf, die Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut wurde. Sie war bis Ende des 16. Jahrhunderts bewohnt und verkam dann als Steinbruch und verfiel. Um Lauf herum gibt es viele Wandermöglichkeiten. Das idyllische Weindorf Kappelrodeck ist mit seinem nicht minder bekannten Ortsteil Waldulm von Reben- und Obstbäumen umgeben. Wahrzeichen des Ortes ist das Schloss Rodeck, ein im ausgehenden 19. Jahrhundert errichteter Neorenaissancebau auf den Grundfesten einer ehemaligen Burg.

Das Mühlendorf Ottenhöfen liegt an dem Gebirgsflüsschen Acher und ist ein Luftkurort. Ein 15 km langer Mühlenwanderweg rund um Ottenhöfen-Furschenbach führt zu zahlreichen restaurierten alten Mühlen. Einige davon werden noch mit Wasserrädern angetrieben. Der 18 km lange Mark-Twain-Rundwanderweg erinnert an den amerikanischen Schriftsteller, der Ottenhöfen in seinem Buch -Zu Fuß durch Europa- erwähnt hat. Bei Ottenhöfen liegt auch der sagenumwobenen Edelfrauengrab-Wasserfall und der Karlsruher Grat. Am Fuße der Hornisgrinde liegt im oberen Achertal der Luftkurort Seebach. Im hiesigen Internationalen Volkskunst- und Trachtenmuseum gibt es neben schönsten Festtagskleidern, Bollenhüten und Schäppel aus dem Schwarzwald auch Exponate aus anderen Ländern zu sehen. Interessant ist eine Führung ins Bergwerk Silbergründle. Als Heimatmuseum zugänglich ist die im 18. Jahrhundert errichtete Vollmers Mühle, in der auch Brauchtumsabende veranstaltet werden.
Achertal bei Kappelrodeck

Foto: Achertal bei Kappelrodeck

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