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Colmar

Colmar ist nach Straßburg und Mülhausen die drittgrößte Stadt im Elsass. Die elsässische Stadt in der Oberrheinebene, an der Lauch gelegen, ist Hauptstadt des französischen Départements Haut-Rhin und hat rund 66.000 Einwohner. Colmar war und ist Mittelpunkt eines reichen Landwirtschaftsgebiets mit Wein- und Gemüsebau. Der mittelalterliche Stadtkern, die zahlreichen historische Bauwerke und die Museen von überregionaler Bedeutung machen Colmar zu einem der meist besuchtesten Orten am Oberrhein. Die Stadt ist auch durch einen Zweigkanal mit dem Rhein-Rhône-Kanal verbunden und daher mit einem Schiff erreichbar.

Colmar wird erstmals im Jahr 823 n. Chr. urkundlich genannt und 1226 zur Reichsstadt erhoben. Seit 1672 ist Colmar französisch, allerdings gehörte sie zwischen 1871-1918 und während der deutschen Besatzung von 1940 bis 1945 wieder zu Deutschland. An der Hauptstadt des Departement Haut-Rhin und drittgrößten Stadt des Elsass fährt man nicht einfach so vorbei. Die belebte Altstadt ist ein wahres Freilichtmuseum des alemannisch-elsässischen Fachwerkbaus und zeigt historische Gebäude aus der Stilepoche des Spätmittelalters und der Renaissance.

Zu den interessanten und beliebten Sehenswürdigkeiten Colmars gehört unter anderem die Kirche St-Martin am Place de la Cathedrale. Sie ist eine der bedeutendsten gotischen Kirchen der Region und stammt aus dem 13. bis 14. Jahrhundert. Das romanische Südportal zeigt die Legende des heiligen Nikolaus und Maistres Humbret, den Baumeister. Das Corps de Garde, das ehemalige Stadtwachhaus mit einem Renaissanceportal aus dem Jahr 1575, liegt gegenüber der Kirche St. Martin.

Die Eglise des Dominicains steht am Place des Dommicains. In der weiten, hohen Halle der durch ihre Schlichtheit bestechenden Bettelordenskirche bildet Martin Schongauers Madonna im Rosenhag (frz. la Vierge au Buisson de Roses) aus dem Jahr 1473 den Blickfang. Die dort naturgetreu beobachteten Vögel und Pflanzen dieses Werkes der Oberrheinischen Spätgotik sind vor Ort erklärt. Das Chorgestühl der Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert und die Glasfenster sogar aus dem 14. Jahrhundert.

Das Maison des Tetes steht an der Rue des Tetes. Es handelt sich dabei um eines der prächtigsten Renaissancebürgerhäuser des Elsass,. Es wurde im Jahr 1609 erbaut, mit einem Erker und insgesamt 105 Köpfen geschmückt. Daher leitet sich der Name Maison des Tates ab. Im Inneren befindet sich ein Restaurant. Das Maison Pfister in der Rue des Marchands ist ein mit Holzbalkonen und dunklen Fassadenmalereien geschmückte Haus. Es war einst im Besitz eines reichen Silberbergwerk-Besitzers, wurde im Jahr 1537 errichtet und liegt in einer der schönsten und ältesten Gassen der Colmarer Altstadt. Das Koifhus am Place de l`Ancienne Douane ist das große öffentliche Gebäude aus Spätmittelalter und Renaissance und diente einst als Zollamt, Warenlager und Gerichtsgebäude.

Zum Petite Venise - dem romantischen alten Stadtviertel – gelangt man über das alte Gerberviertel (frz. Quartier des Tanneurs) mit seinen Häuschen vom 15.-18. Jahrhundert. Den klassischen Blick auf die Fachwerkherrlichkeit am Lauch-Ufer hat man von der Brücke des Boulevard St-Pierre. In den Gebäuden eines ehemaligen Dominikanerklosters von 1230 lockt das beliebte Museum Musee d`Unterlinden mit seiner einzigartigen Sammlung von größtenteils religiöser Malerei und Skulptur am Übergang zwischen Spätmittelalter und Renaissance, der Rheinischen Schule mit den Künstlern Caspar Isenmann, Martin Schongauer oder Nikolaus von Hagenau.

Zu den bekanntestens Objekten des Museums gehört der Isenheimer Altar aus dem beginnenden 16. Jahrhundert von Matthias Grünewald. Sein Werk gibt noch heute Rätsel auf. Im Museum werden unter anderem auch reichhaltige Sammlungen zu Archäologie, romanischer Steinmetzkunst, Möbel, Volks- und moderner Kunst sowie ein Weinkeller präsentiert. Im Geburtshaus des Colmarer Bildhauers Auguste Bartholdi (1834-1904), Schöpfer der amerikanischen Freiheitsstatue, befindet sich heute das Musee Bartholdi. Das Museum beherbergt unter anderem zahlreiche Werke des Bildhauers Auguste Bartholdi, zum Beispiel Statuen und Entwürfe zu Denkmälern. Seit 1993 wird auch eine Sammlung jüdischer Kunst präsentiert. Das Musee d`Histoire Naturelle in Colmar zeigt unter anderem Sehenswertes zur elsässischen Flora und Fauna.
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Foto: Colmar

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