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Buchenbach | Burg Wiesneck

Burg Wiesneck

Die Burg Wiesneck liegt am Ende einem Bergausläufer, der bei St. Märgen in einer Höhe von rund 800 Meter beginnt und im Dreisamtal westlich von Buchenbach endet. Hier im nordöstlichen Zartener Becken liegen auch die Ausgänge des Höllentals, des Wagensteigtals und des Unteribentals. Man vermutet, dass bereits vor über 2000 Jahren, zur Zeit der römischen Besatzung des Oberrheins, ein Saumpfad vorbei an der heutigen Ruine Wiesneck auf die Höhen des Schwarzwaldes bestanden haben könnte. Noch heute erinnert unterhalb von St. Märgen die Bezeichnung Römerstraße an diesen möglichen Weg. Strategisch bewachte die Burganlage den Zugang zu den Pässen, die über das Wagensteigtal z.B. auf den Turner hinaufführten. Eine erste urkundliche Erwähnung der Burg Wiesneck fällt auf das Jahr 1079 und war im Besitz der Grafen von Haigerloch.

Die Erbauer der Burg Wiesneck hatten eine wichtige Position eingenommen, als sie im Zartener Becken, am Eingang des Höllentals, des Unteribental und dem Wagensteigtal niederließen. Im Jahr 1096 benannte sich erstmals Graf Adalberg von Haigerloch nach der Burg. Die Erbauer und Besitzer aus dem Schwabenland wollten ihren Einfluss über den südlichen Schwarzwald von Osten her angehen und entwickelten sich zu Konkurrenten der Zähringer um die Vormachstellung. Die Zähringer kamen ebenfalls aus dem Schwabenlande und versuchten ihre Herrschaftsbasis weiter in den Süden zu verlegen. Das die Wiesneck im 11. Jahrhundert von Bedeutung war, läßt auch die Tatsache vermuten, dass der junge Barbarossa auf einem Zug von Freiburg nach St. Peter hinauf, auf der Burg genächtigt habe soll. Die in Konkurrenz zu den Zähringer stehenden Grafen bon Haigerloch gründeten von der Wiesneck aus auch 1118 das Kloster in St. Märgen, eine Antwort auf die Klostergründung der Zähringer im benachbarten St. Peter. Die Konkurrenz bleib nicht ohne Folgen. Ein bewaffneter Trupp der Zähringer griff die Wiesneck im 1121 an. Somit waren die Machtverhältnisse im Dreisamtal und auch im Südschwarzwald geklärt. Die Familie der Grafen von Haigerloch-Wiesneck starb um noch im 12. Jahrhundert aus. Die Burg Wiesenck und der Besitz fielen an die Grafen von Hohenberg. Sie verkauften die Burg weiter. Im Bauernkrieg überrannte ein Haufen aufständischer Bauern unter ihrem Anführer Hans von Bulgenbach die Wehranlage und zerstörte sie. Dennoch wurde sie teilweise wieder aufgebaut.

Erst im Dreißigjährigen Krieg schleifte ein durchziehendes Heer der Franzosen die Anlage. Dann wurde sie als Steinbruch benutzt. Die Burg Wiesneck ist leider heute in keinem besonders schönen Zustand. Abgesehen vom Eingangsbereich sind nur noch wenige Mauerreste vorhanden. Dennoch lohnt sich ein Spaziergang durch die gesamte Burganlage. Denn sie muss zu den größeren Burgen der Region gehört haben und die einzelnen Teile wie Vorburg, Hauptburg und Palas sind noch gut in der verbliebenen Ruine auszumachen. Auch der Höhenunterschied zwischen Eingangsbereich und Oberburg ist beachtlich. Man sollte sich hier sehr vorsichtig bewegen. Der Besuch der Burg führt von Kirchzarten Richtung Buchenbach. Schon von weitem sieht man einen vom Wald freigeschlagenen Mauerrest am Berg. Bei Buchenbach geht noch vor dem Ortseingang eine Straße nach links ab, die nächste wieder rechts. Nach einem einen steilen Anstieg nahe der Klinik Wiesneck führt die geteerte Straße ca. ein Kilometer relativ angenehm bis zur Burg hinauf. Während die Straße in einer Linkskurve der Berg hinauf weiterführt, geht rechts ein breiter Waldweg bis zum Eingangsbereich der Burg Wiesneck ab.
Burgruine Wiesneck

Foto: Burgruine Wiesneck

Bilder Burg Wiesneck

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