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Breisach als Festung

Breisach war im Mittelalter eine florierende und wehrhafte Stadt, mit Stadttoren, einer Wehrmauer, mit Klöstern, Burgen und einem lebdendigem Handel. Aus der Stadt der Handwerker und Kaufleute, der Klöster und Wallfahrten wurde dann aber in mehreren Bauabschnitten bis zum 18. Jahrhundert eine der größten und bedeutendsten Festungen Europas. Man sprach in jener Zeit über Breisach wie über eine Schlüsselfestung für das Heilige Reich Deutscher Nation, sie galt sogar als dessen "Ruhekissen". Wer Breisach am Rhein besaß, war symbolisch Herrscher über das Land links und rechts des Rheines.

Im Dreißigjährigen Krieg trotzte Breisach erfolgreich der Waffengewalt der anrückenden brandschatzenden Truppen. Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar, dem protestantischen Heerführer, gelang schließlich 1638 die Einnahme nur durch eine mehrmonatige Belagerung und Aushungerung der Breisacher Bevölkerung und seinen Verteidigern.

Sein Plan, Breisach zur Hauptstadt seines neuen burgundischen Reiches zu machen, ließ sich allerdings nicht realisieren. Bereits ein Jahr später starb der Herzog und die Stadt fiel an Frankreich. Der Sonnenkönig Ludwig XIV., der Breisach in einem Leben mehrfach besuchte, beauftragte Vauban - den wohl berühmten französischen Baumeister aller Zeiten - mit dem Ausbau Breisachs zur Festung.

Bei den Bauarbeiten wurde ein Großteil der mittelalterlichen Stadtarchitektur unwiederbringbar zerstört. Dafür entstand für einige Jahre ein neuer Stadtteil, die Neustadt, "Ville Saint Louis. Schon 1697 musste sie nach dem Friedensvertrag von Rijswijk bis auf die Grundmauern allerdings wieder abgetragen werden. Ein Opfer der Zerstörung wurde 1700 auch die alte Rheinbrücke, die seit dem 12. Jahrhundert als einzige stabile Brücke zwischen Basel und Straßburg über den Rhein führte.

Aus dem Stadtbild verschwand aber 1741 auch die barocke Festung Vaubans. Das ständig bedrohte und immer wieder militärisch eroberte Breisach sollte beruhigt werden. Daher entschloss sich die Landesherrin Maria Theresia, Breisach zu entmilitarisieren. Sämtliche Festungsanlagen und Kasernen wurden innerhalb von 2 Jahren abgetragen. Nur das Rheintor und eine gelungene Darstellung im Breisacher Stadtmuseum zeigen noch heute die opulente barocke Triumpharchitektur des französischen Festungsbaumeisters.
Breisach als Festung

Foto: Breisach als Festung

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