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Bodman-Ludwigshafen | Bodman | Bodman

Bodman

Bodman ist eine historischer Ort am westlichen Ende des Überlinger Sees. Als Teil der heutigen Doppelgemeinde Bodman-Ludwigshafen hat sich Bodman zu einem Erholungsort und Wanderzentrum in malerischer Lage zu Füßen des waldreichen Bodanrücks entwickelt. Das dortige Bodenseeufer bei Bodman war seit der mittleren Steinzeit bevorzugtes Siedlungsgelände. Aus der jüngeren Steinzeit bis zum Ende der Bronzezeit datieren die auf Pfählen und Holzschwellen am Uferrand angelegten Pfahlbaustationen. In der Urnenfelderzeit entstand in der Nachbarschaft der Pfahlbauten eine so genannte Fluchtburg auf der Berghöhe des Bodanrücks, die heute als "Bodenburg" bezeichnet wird. Rund zwei Kilometer nordwestlich des Dorfes Bodman fand man schon im 17. Jahrhundert die Reste eines römischen Gutshofes.

Die Römer gaben dem Bodensee den Namen "Lacus Brigantinus", der See bei Bregenz. Die Alemannen gaben dem Ort vermutlich den Namen "zi deme Podame", das im übertragenen Sinn "auf dem Boden" bedeutet, also auf der Uferzone zwischen den Hängen des Bodanrücks den dem See. Der Name "lacus potmanicus" ist so seit Mitte des 9. Jahrhunderts bezeugt und hat sich zumindest im deutschen Sprachraum dann zu "Bodamer See" und dem heutigen Namen Bodensee weiterentwickelt. Somit darf disch der Ort Bodman rühmen, maßgebend für die Benennung des ganzen Sees gewesen zu sein.

Damals war Bodman Mittelpunkt eines ausgedehnten Herrschaftsbereiches der alemannischen Herzöge. In Bodman entwickelte sich vermutlich auch im 6. Jahrhundert rund um einen großen Wirtschaftshof eine kleine Pfalz mit herrschaftlichem Wohn- und Verwaltungsgebäude. Eine Pfalz in Bodman ist erst allerdings seit Mitte des 8. Jahrhunderts offiziell nachgewiesen. Nach einem Prozess der fränkischen Grafen Ruthard und Warin gegen den St. Galler Abt Otmar wurde dieser im Jahr 759 n.Chr. in Bodman inhaftiert. Bis 912 n.Chr. hielten sich fünf Herrscher in ihrer Bodmaner Pfalz auf, wie z. B. Kaiser Karl III., auch Karl der Dicke genannt. Die Fundamente der ehemaligen Pfalz in Bodman, die zwischen der Pfarrkirche und dem Bodenseeufer stand, konnten in mehreren Grabungen teilweise freigelegt werden.

Im 10. Jahrhundert wurden die von fränkischen Grafen verwalteten Orte Bodman, Wahlwies und der Hohentwiel zu Ausgangspunkten für die Wiedererrichtung eines Herzogtums im deutschen Südwesten. Für das neue Herzogtum Schwaben blieben bis etwa zur Jahrtausendwende Pfalz und Königsgut Bodman noch von Bedeutung, die dann aber schnell nachlies. Die königlichen Güter wanderten in den Besitz der aufstrebenden Klöstern Reichenau und St. Gallen sowie dem Bischof von Konstanz. Aber auch die Staufer versuchten die noch übriggebliebenen Bodmaner Reichsrechte und königlichen Besitzungen neu zu ordnen. Sie betrauten adelige Dienstmannen mit der Verwaltung des Reichsgutes in und um Bodman. Diese seit jener Zeit urkundlich belegten Reichsministerialen, die sich nach ihrem dortigen Herrschaftssitz "Herren von Bodman" nannten, erhielten im Jahr 1277 durch Rudolf von Habsburg alle Reichsrechte und den königlichen Hof in Bodman mit Herrschaftshaus, Wirtschaftsgebäuden, Ländereien und Einkünften als Pfand übertragen. Der Pfandbesitz ging letztendlich seit dem 15. Jahrhundert in unmittelbares Eigentum der Familie von Bodman über.

Die alte karolingische Königspfalz dürfte vermutlich schon zwischen 1160 und 1170 durch ein staufisches Herrschaftshaus ersetzt worden sein, das den Rittern von Bodman als Amtssitz zugewiesen wurde. Anstelle dieses gegen Ende des 13. Jahrhunderts abgebrannten Gebäudes errichtete man zunächst das sogenannte Schloß Unterbodman (1639 zerstört), dann 1701/02 ein Barockschloss, das 1873 abgebrochen wurde und Mitte des 19. Jahrhunderts das heutige Schloss Bodman. Die Herrschaft Bodman kam 1806, nachdem 340 Jahre Zugehörigkeit zur österreichischen Landgrafschaft Nellenburg, erst an das Königreich Württemberg und dann 1810 an das Großherzogtum Baden. 1975 wurde Bodman mit Ludwigshafen vereinigt.
Ruine Altbodman

Foto: Ruine Altbodman

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