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Bad Säckingen | Joseph Victor von Scheffel in Bad Säckingen

Joseph Victor von Scheffel in Bad Säckingen

Joseph Victor von Scheffel wurde am 16. Februar 1826 als Sohn eines Obermajors in Karlsruhe geboren. Nach Stationen in Heidelberg, Berlin und Frankfurt kam der nach dem Jurastudium und der Promotion im Januar 1850 als Rechtspraktikant an das Bezirksgericht nach Säckingen. Seine Dienststelle war im ehemaligen Stiftsgebäude, dem heutigen Polizeigebäude Säckingens, untergebracht.

Seine Freizeit in Säckingen verbrachte er unter anderem häufig im Gasthaus "Zum Goldenen Knopf", das damals noch am Münsterplatz stand. Dort erzählte man ihm die Geschichte von einem adligen Schlossfräulein, die einen Bürgerlichen heiratet. Ihre Grabsteine stehen heute noch am nordöstlichen Chor des Säckinger Münster. Diese Geschichte inspirierte Scheffel bei seinem ersten großen Werk. Im Jahr 1851 verließ Scheffel Säckingen und unternahm 1852 er eine Italienreise, die ihn unter anderem auf die Insel Capri im Golf von Neapel führte und in die Hauptstadt Rom.

Grabstein am Münster


Dort beschloss er, sein Leben zu ändern und Dichter zu werden. Kaum nach Karlsruhe zurückgekehrt, trat er aus dem Staatsdienst aus. Er verfasste den "Trompeter von Säckingen", inspiriert durch die Geschichte der Adligen und dem Bürgerlichen aus Säckingen. Franz Werner Kirchhofer wurde im Jahr 1633 geboren. Er heiratete als Bürgerlicher Maria Ursula von Schönau (1632–1691) aus dem regionalen Adelsgeschlecht von Schönau über den Widerstand der Familie von Schönau hinweg. Das Paar hatte fünf Kinder und Franz Werner Kirchhofer war ein Ratsherr, Schulmeister und Kaufmann in Säckingen. Diese Heirat und die damit verbundene Liebesgeschichte wurde durch Scheffels episches Gedicht Der Trompeter von Säckingen bekannt.

Im Jahr 1854 erschien das Werk erstmals als gedruckte Ausgabe und Scheffels eindrucksvolle Karriere als freier Schriftsteller begann. Scheffels idyllisches und romantisches Versepos traf den Nerv der Zeit. Zwischen 1854 und 1914 erschienen knapp 300 Auflagen mit fast 450.000 Exemplaren. Im Jahr 1873 wurde eine Buchausgabe mit Illustrationen von Anton von Werner herausgegeben. Zahlreiche Reisen und wechselnde Aufenthalte bestimmten Scheffels Dichterleben. So war er unter anderem in Meersburg, Weimar, Wartburg, Donaueschingen, München, Südfrankreich und ein weiteres Mal in Italien. Im Jahr 1860 erkrankte er schwer. Danach lebte er in Karlsruhe. 1864 heiratete er Caroline von Malzen, die Tochter des bayrischen Gesandten am badischen Hof in Karlsruhe.

Im Jahr 1867 wurde sein Sohn Victor geboren, zeitgleich mit seiner Scheidung nach nur 3jähriger Ehe. 1872 zog er sich in seine Villa am Bodensee zurück. 1875 wurde Scheffel zum Ehrenbürger von Säckingen ernannt und im Jahr 1876 erhob ihn der Großherzog von Baden aus Anlass seines 50. Geburtstages in den Adelsstand. Im Jahr 1884 wurde die von Victor Ernst Nessler komponierte Oper "Der Trompeter von Säckingen" in Leipzig uraufgeführt. Im Alter von 60 Jahren starb Joseph Victor von Scheffel am 9 April 1886 in seiner Geburtsstadt Karlsruhe.
Scheffeldenkmal Bad Säckingen

Foto: Scheffeldenkmal Bad Säckingen

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