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Wyhl

In der Rheinebene, am nördlichen Rand des Kaiserstuhls, zwischen Schwarzwald und Vogesen, umgeben von üppigen Obstgärten und alten Streuobstbeständen, liegt die Gemeinde Wyhl. Urkundlich wird Wyhl erstmals im Jahr 926 n. Chr. genannt. In einer Urkunde wird das Dorf in jenem Jahr, im Besitz eines alemannischen Adligen, an das neue Kloster St. Margarethen in Waldkirch im Elztal übertragen. Doch archäologische Funde lassen eine wesentlich ältere Geschichte vermuten. So hatten bereits Kelten eine größere Siedlung auf der heutigen Gemarkung von Wyhl und anschließend besiedelten auch Römer vor 2000 Jahren den Ort. Auch der Ortsname Wyhl ist vermutlich römischen Ursprungs. Aus dem ursprünglichen Namen "Wila", was sich aus dem romanischen "villae" ableitet, entstand der heutige Ortsname Wyhl. "villae" ist die Bezeichnung für römische Gutshöfe, die mit zahlreichen Wiesen und Felder ausgestattet waren und für den Anbau von Nahrungsmitteln als Eigenbedarf und für das römische Militär dienten.

Nach der Völkerwanderung ließen sich alemannische Sippen in der fruchtbaren Region nahe des Rheins und am nördlichen Rand des Kaiserstuhls nieder. Die Menschen in Wyhl unterstanden im Mittelalter direkt dem König, genossen also im Gegensatz zu benachbarten Orten viele Freiheiten. Die Wyhler galten daher im Land als sehr aufsässig, ständig gab es Streit mit Nachbarorten, vor allem mit dem wenige Kilometer entfernt liegenden Ort Endingen am Kaiserstuhl. Im 16. Jahrhundert gelangte der Ort in den Herrschaftsbereich Endingens und Wyhl wurde somit habsburgerisch. Im Jahr 1805 ging Wyhl an das Großherzogtum Baden über. Die Gemeinde Wyhl war in den 1970er-Jahren wegen eines hier geplanten Atomkraftwerkes in aller Munde. Die Atomkraftgegner und Landschaftsschützer konnten sich nach mehrwöchigen Aktionen schließlich durchsetzen, der Atommeiler wurde nicht gebaut.

Lehrpfad
Westlich von Wyhl ist ein rund 4 Kilometer langer Naturlehrpfad Rheinauewald markiert, auf dem man die für ein Überschwemmungsgebiet typische Flora und Fauna kennen lernen kann.


Wellingen
Das heute nicht mehr existierende Dorf Wellingen wird urkundlich bereits im Jahr 760 n. Chr. erwähnt, also urkundlich wesentlich älter als Wyhl selbst. Die Siedlung wurde im ausgehenden Mittelalter bereits wieder aufgegeben. Wellendingen befand sich einstmals nördlich von Wyhl, an der Straße nach Weisweil.

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