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Dunnschdig | 23.05.13 | 20:11
Baden-Württemberg

Carnisprivium

Der lateinische Ausdruck Carnisprivium für "Fastnacht, Fastenzeit" wurde von den Narren früherer Zeit aus dem kirchlichen Sprachgebrauch in "Carne Vale" verändert. Die lateinischen Worte "Carne Vale" lassen sich mit "Fleisch, lebe wohl" übersetzten. Da die Fastenzeit, die auf den Karneval oder die Fasnacht folgt, eine fleischlose Zeit ist, wählten die Narren der damaligen Zeit die Bezeichnung als Verballhornung des damals gängigen kirchlichen Ausdrucks "Carnisprivium. Dies heißt nichts anderes als Fleischentzug und umfasste die Zeit des Fastens zwischen Aschermittwoch und Ostern. Im Kirchenlatein gibt es neben dem Begiff "carnisprivium" für "Fastnacht, Fastenzeit" auch den "carnisprivium clerico", den 7. Sonntag vor Ostern und "carnisprivium vetus", der 6. Sonntag vor Ostern. Der Fastnachtssonntag oder Sonntag Estomihi, der 7. Sonntag vor Ostern oder "Quinquagesima" wird als "carnisprivium clericorum" bzw. Großfastabend bezeichnet.
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