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Fridig | 25.07.14 | 20:21
Baden-Württemberg
Vogtsburg im Kaiserstuhl

Vogtsburg im Kaiserstuhl

Vogtsburg ist eine Stadt in Baden-Württemberg, in der Oberrheinischen Tiefebene am Kaiserstuhl gelegen. Die Stadt gilt als flächengrößter weinbaubetreibender Ort in Baden-Württemberg. Entstanden ist die Stadt Vogtsburg am Kaiserstuhl in ihrem heutigen Umfang erst im Zuge der Gemeindereform des Jahres 1975. Sie ist ein Zusammenschluss der ursprünglich insgesamt 7 selbstständigen Gemeinden Achkarren, Bickensohl, Bischoffingen, Burkheim, Oberbergen, Oberrotweil und Schelingen, die alle im westlichen Bereich und im Kern des Kaiserstuhls liegen und gleichzeitig den nordwestlichsten Zipfel des Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bilden. Vogtsburg gehört heute mit über 1.400 Hektar Rebfläche zu den größten Weinbaugemeinden in ganz Baden-Württemberg. Am Kaiserstuhl wurde schon von den Römern Wein kultiviert. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 769 n. Chr. Daher ist es kaum verwundelrich, das der Weinbau ist die wichtigste Erwerbsquelle der Vogtsburger ist. Von rund 3.750 Hektar Grundfläche sind rund 1.400 Hektar Rebfläche.

Neben sechs Winzergenossenschaften sind in Vogtsburg über 30 Weingüter ansässig. Zusammen mit den über 1.000 Winzerbetrieben werden jährlich meist mehr als 10. Millionen Liter Wein angebaut. Das milde Klima und vor allem die tiefen, gelbgrauen Lössschichten, die nach der letzten Eiszeit an die Hänge der Vulkanberge geweht wurden, sind die Geheimnisse ergiebiger Weinberge und verleihen den Weinen ihren charakteristischen Geschmack. Viele Obstbauern der Region kommen ebenfalls aus der Region. Weinlehrpfade, wie z.B. Geologischer Weinlehrpfad Achkarren, Weinlehrpfad beim Naturschutzgebiet "Lößhohlweg Eichgasse", der Weinlehrpfad Hüttenberg in Bischoffingen, der Geschichtliche Weinlehrpfad in Burkheim, der Weinlehrpfad Baßgeige in Oberbergen und der Lehrpfad Weinbau und Heilpflanzen Oberrottweil ermöglichen einen guten Einblick in die Kulturgeschichte des Weinbaus am Westrand des Kaiserstuhls.

Bevor der Rhein durch Tulla begradigt wurde, hatten die Einwohner der westlichen Kaiserstuhlregion fast jedes Jahr mit Überschwemmungen zu kämpfen. Auf der anderen Seite lebten sie mit dem Rhein und von ihm. Heute liegt der Hauptstrom des Rheins in einen neu geschaffenen Flussbett rund einen Kilometer weiter westlich als noch vor 200 Jahren. An den einstigen Rheinverlauf erinnern heute nur noch Flurnamen und Geschichtsbücher. Der westliche Bereich des Kaiserstuhl ist vielen Naturliebhabern für seine Flora und Fauna bekannt. Die Stadt Vogtsburg bietet ebenso ein reiches Spektrum an Brauchtum und Kultur. Neben der Alemannischen Fasnet, ein noch aktives Zunftleben in dem mittelalterlichen Burkheim und vielen kulturellen Veranstaltungen sind vor allem die Geschichte der Stadtteile interessant. Es konnte bei vielen archäologischen Grabungen eine frühe Besiedlung für die Jungsteinzeit und Bronzezeit durch bedeutende Funde belegt werden. Eine der bedeutenden Fundorte der Hallstattzeit im gesamten Breisgau ist Oberbergen. Interessierten bieten daher das Kaiserstühler Weinbaumuseum in Achkarren oder das Museum für Ur- und Frühgeschichte in Freiburg dauerhafte Ausstellungen rund um die Fundorte.

Achkarren
Achkarren wird urkundlich erstmals im Jahr 1064 genannt. In jenem Jahr überschrieb König Heinrich IV. Achkarren dem Kloster Ottmarsheim im Elsass.

Altvogtsburg
Der Ort ist der Namensgeber für die große Weinbaugemeinde Vogtsburg, die im Jahr 1975 durch den Zusammenschluss mehrere Ortschaften gegründet wurde. Urkundlich wird Altvogtsburg erstmals im Jahr 972 n. Chr. in den Analen des Klosters Einsiedeln in der Schweiz erwähnt.

Bischoffingen
Wie schon der Name andeutet, war Bischoffingen früher im Besitz eines Bischofs, nämlich der Bischöfe von Basel. Vermutlich waren auch schon Römer auf der Gemarkung von Bischoffingen ansässig. Doch urkundlich erwähnt wird der Ort erst im Jahr 1008 n. Chr.

Bickensohl
Das von Rebanlagen umgebene Bickensohl wird im Jahr 1048 n. Chr. erstmals urkundlich genannt. Bereits im 15. Jahrhundert gehörte Bickensohl den Markgrafen von Baden, im Gegensatz zu den meist Vorderösterreichischen Orten am Kaiserstuhl.

Burkheim
Die erste urkundliche Erwähnung von Burkheim datiert aus dem Jahre 762 n. Chr. Die Erhebung des Ortes zur Stadt erfolgte um das Jahr 1330. Nach dem Zusammenschluss der sieben Teilgemeinden zur Stadt Vogtsburg ging das Stadtrecht von Burkheim an Vogtsburg über.

Oberbergen
Seit dem Jahr 1476 gehören Vogtsburg (Altvogtsburg) und Oberbergen zusammen. Beide Gemeinden liegen auf dem alten Verbindungsweg von der Westseite des Kaiserstuhls auf die Ostseite nach Bahlingen und Eichstetten, im Herzen des Vulkanmassivs.

Ober-/ Niederrotweil
Der ältere Teil der beiden Teilorte ist Niederrotweil. Diese Tatsache unterstreicht die romanische Michaelskapelle aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Urkundlich genannt wird der Ort erstmals im Jahr 762. Doch permanente Überschwemmungen trieben die Bewohner im Laufe der Zeit auf das höher gelegene Oberrotweil.

Schelingen
Der Ortsteil Schelingen wird erstmals im Jahr 990 n. Chr. urkundlich genannt. Damals übertrug Otto II. den Ort an das Stift in Worms.
Burkheim

Foto: Burkheim

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