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Mittwuch | 23.07.14 | 09:26
Baden-Württemberg

Sölden im Hexental

Die Gemeinde Sölden liegt zwischen dem Schönberg-Hohfirstgebiet und dem Schwarzwald auf einer Höhe von 300 bis 700 Metern. In direkter Nachbarschaft liegen die Nachbarorte Wittnau, Bitzighofen und Bollschweil. Urkundlich wird Sölden erstmals im Jahr 805 n.Chr. in den Urkunden des Klosters Lorsch erwähnt. Neben dem Kloster Lorsch hatte auch das Kloster St. Gallen in der heutigen Schweiz Besitz in Sölden. Besiedelt wurde die Hexentalgemeinde bereits zur Zeit der alemannischen Landnahme im 6. Jahrhundert. Ältere Spuren einer Besiedelung sind bisher nicht aufgetaucht. Im Mittelalter stand eine kleine Burg oberhalb von Sölden. Von dort verwalteten die Herren von Scherzingen den Ort mit seinen verstreuten Höfen. Doch als die Zähringer sich im Breisgau niederließen, kam es zu Streitigkeiten zwischen den Herren von Scherzingen und den neuen Machthabern mit Sitz auf dem Schlossberg oberhalb von Freiburg. Die Burg bei Sölden wurde bereits im Mittelalter zerstört und nicht wieder aufgebaut. Daher ist auch nichts mehr von ihr erhalten geblieben, da sie Jahrhunderte lang als Steinbruch diente. Später überließen die Herren von Scherzingen ihren Besitz dem Cluniazenser Kloster, die Vogteirechte gingen an die Grafen von Nimburg am Ostrand des Kaiserstuhls. Als diese ausstarben, entbrannte ein Streit um die Rechte an dem Lehen Sölden. Als Sieger gingen schließlich die Grafen von Freiburg hervor, die Erben der Zähringer Herzöge.

Später wechselten die Herrscher des Ortes mehrmals. Einmal waren die Herrschaftsrechte im Besitz einer Familie aus Österreich, die regionale Adelsfamilie Schnewlin Bernlapp erwarb sie ebenfalls und im 17. Jahrhundert kaufte schließlich ein Freiherr von Baden das Dorf. Erst sehr spät, im Jahr 1842, ging Sölden an das Großherzogtum Baden über. Im Mittelalter hatte sich bereits gegen Ende des 11. Jahrhunderts der Orden der Cluniazenser mit einem Fides-Frauenkloster in Sölden niedergelassen. Die Cluniazenser unterstanden daher lange Zeit dem Kloster Cluny in Südfrankreich, wurden aber defacto vom Kloster St. Ulrich im oberen Möhlintal verwaltet. Mehrere Brände und Kriege zerstörten die Klosteranlage. Der Orden wurde bereits im 16. Jahrhundert aufgelöst, eine geistliche Gemeinschaft von Benediktinermönchen, die dem Kloster St. Peter im Hochschwarzwald unterstanden, blieb bis 1807 in Sölden erhalten. Von einem ehemaligen Benediktinerkloster steht heute noch das imposante Propsteigebäude. Die Dorfkirche weist eine barocke Ausstattung auf. Die Altarfiguren der Heiligen Fides und Agatha stammen von Matthias Faller, einem Bildhauer des Klosters St. Peter, die Deckenfresken schuf Franz Ludwig Hermann. Die Saalenbergkapelle wurde 1875 fertig gestellt.
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