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Zischdig | 16.09.14 | 17:25
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Schauinsland

Der 1284 m hohe Schauinsland ist der Hausberg der Schwarzwaldhauptstadt Freiburg. Man erreicht ihn - von Norden aus gesehen - entweder über Kirchzarten und Oberried oder auf einer rund 12,5 km langen und kurvenreichen Bergstraße von Freiburg Güntertal aus. Von Süden aus führt aus dem Wiesental von Todtnau über Muggenbrunn eine Straße zum Schauinsland (Notschrei). Wesentlich umweltfreundlicher und in nur 14 Minuten Fahrt gelangt man auch über die Schauinslandbahn von der Horbener Talstation aus auf den Gipfel.

Die Schauinslandbahn ist Deutschlands längste Kabinen-Umlauf-Seilbahn. Sie überwindet dabei auf einer Länge von 3600 Metern einen Höhenunterschied von 746 Metern. Größere Orte rund um den Schauinsland sind Au, Münstertal, Bollschweil, Muggenbrunn, Feldberg, Oberried, Freiburg, Sölden, Geiersnest, St. Ullrich, Horben, Todtnau, Kappel, Wieden, Kirchzarten und Wittnau. Gute Radler schaffen den Aufstieg über die Schauinslandstraße. Wer nur oben radeln will, kann das Rad mit in die Seilbahn nehmen. Auch Wanderer kommen nicht zu kurz, der Schauinsland ist durch ein dirchtes Netzt von Wanderwegen erschlossen.

Der einstmals an wertvollen Erzen reiche Bergstock ist ein westlicher Ausläufer des Feldberg-Massivs. Auffällig sind die ausgedehnten Wiesen auf seiner Hochfläche, die bereits im Mittelalter durch Rodung entstanden sind. Damals mussten sie für den Holzbedarf der hiesigen Bergwerke herhalten. Die frühere Bezeichnung "Erzkasten" für den Schauinsland deutet auf den einstigen Stellenwert des Bergbaus. Vor allem im 14. und 15.Jahrhhundert florierte der Abbau von Silber, Blei und Zinkerz im Freiburger Hausberg. Ein Museumsbergwerk gibt heute einen Einblick in die lange Bergbaugeschichte des Schauinslands. Üerregional bekannt ist auch der Barbarastollen. Der Barbarastollen wird nach Umbau seit 1975 vom Bundesverwaltungsamt als Aufbewahrungsort für die auf Filmrollen kopierten Archivalien der Bundesrepublik genutzt.

Schön ist die Gruppe der auf dem Kamm stehenden knorrigen Rotbuchen. Deren Äste sind von Wind und der jährlichen Schneelast eigenartig verbogen und sie gehören zu den Lieblingsmotiven vieler Hobbyfotografen. Vom Gipfelbereich des Schauinsland, besonders von seinem Aussichtsturm, bietet sich ein großartiger Panorama-Rundblick hinüber zum Feldberg, zum Kandel und westlich über die Rheinebene zu den Vogesen. Im Spätherbst und Winter liegt die Rheinebene oftmals unter einer dicken Wolken bzw. Nebeldecke, während auf der Höhe klare Sicht herrscht. Der Schauinsland ist in den schneereichen Monaten auch ein beliebter Skiberg und durch Skilifte sowie Langlaufloipen erschlossen. Östlich des Gipfels befindet sich das Observatorium des Fraunhofer-Instituts für Sonnenforschung. Am Ostrand des Schauinslandmassivs - auf der Gemarkung von Oberried, liegt der Barbarastollen. Der Barbarastollen ist ein stillgelegter Versorgungsstollen des ehemaligen Schauinsland-Bergwerks und dient heute als Zentraler Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland.

Beliebt ist der Schauinsland auch als Aussichtsberg. Den besten Ausblick gebnießt man vom Schauinslandturm. Der eigentlich nach dem ehemaligen Freiburger Oberbürgermeister Eugen Keidel benannte Eugen Keidel-Aussichtsturm auf dem Schauinslandgipfel ist Ausgangspunkt für viele Wanderziele in der Bergwelt Schauinsland. Über die Kulturgeschichte des Menschen und ihre harten Lebensbedingungen erfährt man im Schniederlihof. Der Schniederlihof liegt etwas unterhalb des Schauinslandgipfels. Er ist im Originalzustand erhalten und eingerichtet und zeigt das Leben und die Arbeit der Schwarzwälder Bergbauern im späten Mittelalter.

Bilder Schauinsland

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