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Mittwuch | 01.10.14 | 22:18
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Hochschwarzwald

Der Hochschwarzwald zählt zu den ältesten und bekanntesten Tourismusregionen Deutschlands. Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die einmalige und vielerorts unberührte Landschaft des Hochschwarzwalds von Erholungs- und erlebnishungrigen Menschen entdeckt. Vor allem unter Engländern war der Schwarzwald bereits vor über 130 Jahren ein Geheimtipp.

Zum Hochschwarzwald zählt man die Orte Bernau, Breitnau, Eisenbach, Feldberg, Friedenweiler, Hinterzarten, Lenzkirch, Löffingen, St. Märgen und St. Peter, Schluchsee und Titisee-Neustadt. Zum nähren Umfeld des Hochschwarzwald gehörte die Städte und Gemeinden Buchenbach, Bräunlingen, Dachsberg, Glottertal Münstertal, Oberried, Furtwangen, Häusern, Schönau, Schönenberg, St. Märgen, St. Peter, Todtmoos, Todtnau und Vöhrenbach.

Nachdem Skier erfunden und der erste Skiclub Deutschlands gegründet war, kamen bereits die ersten Wintersportler in den Hochschwarzwald und verbreiteten vom Feldberg aus den neuen Freizeitspaß des Skilaufens. Die besondere Attraktivität und Beliebtheit des Schwarzwaldes spiegelte sich auch darin wider, dass er als Kulisse zahlreicher Heimatfilme diente. So mancher Filmhistoriker spricht sogar von einem "Schwarzwald-Genre". Neben den Klassikern der 50iger und 60iger des letzten Jahrhunderts wurden auch schon in den 20igern und 30igern Filme gedreht, die allerdings weniger bekannt sind. Als erfolgreichste Serie gilt die in den 1980er Jahren gedrehten über 70 Folgen der Fernsehserie "Die Schwarzwaldklinik". Sie wurden immerhin in über 50 Ländern dieser Erde gesendet.

Auch die Musik entdeckte den Schwarzwald für ihre Zwecke. Die im Jahr 1917 komponierte Operette "Schwarzwaldmädel" des Berliner Theaterkapellmeisters Leon Jessel ging um die Welt und machte durch den später folgenden Film gleichen Namens den Schwarzwald und den Bollenhut weltbekannt. Doch neben den durch Film und Fernsehen bekannt gewordenen Klischees wie "Schwarzwälder Kirschtorte", "Bollenhut", "Kuckucksuhr" sowie "Schinkenspeck" ist der Schwarzwald auch Kulturland und ein einzigartiger Naturraum. Während im Norschwarzwald der Bestand der Nadelhölzer fast 90 Prozent ausmacht, nimmt im südlichen Schwarzwald der Anteil des Laubwaldes zu.

Seit dem Mittelalter erschlossen die Menschen im Auftrag ihrer weltlichen Herrscher und Klöster von den Tälern aus die Höhen und formten durch seine Siedlungstätigkeit eine neue Kulturlandschaft. Aus dem früheren undurchdringlichen Urwald wurde ein Wald, unterbrochen durch Wiesen, Weiden und Heiden. Durch den später folgenden Bergbau und die zahlreichen Glashütten wurde der Schwarzwald fast waldlos. Die folgende Aufforstung legte die Grundlage für die heutige Waldstriktur des Schwarzwalds.

In dieser waldreichen Mittelgebirgslandschaft, deren höchster Punkt der Feldberg mit einer Höhe von 1493 Metern ist, herrscht ein der Gesundheit bekömmliches Schonklima. Kein Wunder also, dass hier zahlreiche heilklimatische Luftkurorte jährlich Tausende von Gäste empfangen. Wer es ein bisschen feuchter mag, muss sich in die Täler du die Rheinebene begeben. Thermalbäder wie in Baden-Baden, Bad Krozingen, Freiburg, Bad Bellingen und Badenweiler laden zur Erholung und Regeneration ein.

Geographie des Hochschwarzwalds
Der Hochschwarzwald ist im Vergleich zum 19. Jahrhundert heute durch Straßen und die Höllentalbahn mit Anschluss an Schluchsee durch die Dreiseenbahn bestens erschlossen. Der Eisenbahnbau durch das Höllental war im 19. Jahrhundert mit technischen Anstrengungen verbunden, für die man heute oft nur noch ein müdes Lächeln übrig hat. Doch der Karlsruher Ingenieur Robert Gerwig, von dem auch die Pläne für die Schwarzwaldbahn durch das Kinzigtal stammen, fand eine technische Lösung. Man begann 1884 mit dem Bau der Höllentalbahn und bereits 1887 konnte der Betrieb bis Neustadt aufgenommen werden. Ab 1901 führte die Bahntrasse oberhalb des Wutachtals entlang bis nach Donaueschingen. Die Steilstrecken zwischen Himmelreich und Hinterzarten stellen im Bahnverkehr eine Besonderheit dar und konnten bis 1933 nur durch den Einsatz von Zahnradloks bewältigt werden. Die Reisenden hatten sich damals auf eine gemütliche Fahrt einzustellen. Die Geschwindigkeit betrug nicht mehr als 30 Km/h und manchmal auch nur Laufgeschwindigkeit. Heute geht es so manchem Reisenden viel zu schnell, gehört doch die Höllentalbahn, die bis Hinterzarten immerhin 625 m Höhenunterschied überwindet und neun Tunnels passiert, zu den schönsten Bahnstrecken Deutschlands.

Kulturlandschaft Hochschwarzwald
Als der Mensch die einst unzugänglichen Höhen des Hochschwarzwalds erschloss, schuf er dabei auch kulturelle Werke. Neben den traditionellen Bauernhöfen, die sich harmonisch in das Erscheinungsbild der Landschaft einfügen, war der Hochschwarzwald vor allem eine Klosterlandschaft mit den Zentren klösterlichen Lebens wie in St. Peter, St. Blasien, St. Märgen, Friedenweiler oder St. Trudpert. Während sie anfangs nur zur Christianisierung der Alemannen beitrugen, entwickelten sie sich im Hochmittelalter zur Wirtschafts- und Bildungszentren im deutschen Südwesten.

Täler im Hochschwarzwald
Das Grundgebirge des Hochschwarzwalds besteht aus Gneis und Granit. Es wird in allen Himmelsrichtungen von tiefen Tälern eingeschnitten. Nach Südwesten hin zieht sich das von Hebel besungene Tal der Wiese, die während der Schneeschmelze zum reißenden Fluss anschwillt. Im Westen liegen das Zastlertal bei Oberried und Höllental. Letzteres ist von großer verkehrstechnischer Bedeutung, da es auf kurzer Distanz über das Dreisamtal in den Hochschwarzwald führt und den Breisgau mit der Baar und in Verlängerung mit dem Bodenseeraum verbindet. Es wurde seit der Mitte des 17. Jahrhunderts als Ost-West-Verbindung für größere Verkehrsaufkommen erschlossen. Eine technische Pionierleistung war auch der Bau der Höllentalbahn im ausgehenden 19. Jahrhundert, die bis Hinterzarten einen Höhenunterschied von 625 Metern überwindet und bis Titisee durch neun Tunnels führt. Aus Sicht der Naturliebhaber ist die Wutachschlucht von höchstem Interesse. Nach der Bildung des Oberrheingrabens und vor allem nach der Eiszeit hat sich das Flüsschen Wutach Stück für Stück von Süden her nach Norden gekämpft und schließlich die ursprüngliche Donauquelle zu Eigen gemacht. In dieser wildromantischen Schluchtenlandschaft hat sich in den letzten 10.000 Jahren eine einzigartige Flora und Fauna erhalten. Rund 2600 Pflanzenarten gibt es hier, den scheuen Eisvogel, den farbenprächtigen Feuersalamander oder die seltene Geburtshelferkröte. Nach Süden hin haben sich mit Mettma, Murg, Werrach und Alp gleich mehrere Flüsse ihre Täler gegraben. Sie fließen alle zum Hochrhein hin. Im ehemals nördlichen Feldbergletschergebiet, das sich vom Gipfel bis nach Titisee-Neustadt erstreckt und deren Überreste unter anderem der Titisee und der Feldsee sind, stößt man auf pflanzliche Überbleibsel aus der Eiszeit.


Friedenweiler
Die Gemeinde Friedenweiler ist ein kleiner reizvoll gelegener Kneippkurort und Wintersportplatz, zirka 4 Kilometer nordöstlich von Neustadt gelegen. Im Jahr 1123 wurde hier ein Benediktinerinnenkloster gegründet, das später an den Zisterzienserorden überging.

Rudenberg
Rudenberg liegt östlich von Neustadt in einem kleinen Seitental. In einem Todfallprozess des Klosters Friedenweiler wird Rudenberg erstmals im Jahre 1316 urkundlich erwähnt.

Schluchsee
Direkt am größten Schwarzwaldsee liegt auf 930 bis 1300 Meter der gleichnamige heilklimatische Kurort Schluchsee. In malerischer Kulisse gelegen und angenehm über die Dreiseenbahn zu erreichen, ist der Schluchsee seit Jahren einer der saubersten Badeseen und Wassersportzentrum des Schwarzwaldes.

Schwärzenbach
Der Stadtteil Schwärzenbach liegt zwischen dem Langenordnachtal und Eisenbach nördlich von Neustadt im Hochschwarzwald. Schwärzenbach ist eine klassische Schwarzwälder Streusiedlung.


Waldau
Der Stadtteil Waldau ist eine Streusiedlung nördlich von Neustadt im Schwarzwald. Waldau wird im Jahr 1178 in einer päpstlichen Urkunde des Kloster St. Georgen erstmals genannt.
Feldberg im Schwarzwald

Foto: Feldberg im Schwarzwald

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