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Dunnschdig | 31.07.14 | 01:17
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Schwarzwald

Schwarzwald

Der Schwarzwald ist Deutschlands größtes zusammenhängendes Mittelgebirge und liegt im Westen des Bundeslandes Baden-Württemberg. Er erstreckt sich entlang der Oberrheinischen Tiefebene von Basel am Rheinknie bis nach Karlsruhe rund 160 km nach Norden. Während er im Süden er eine Breite von zirka zu 50 Kilometer erreicht, bringt es der Schwarzwald im Norden lediglich auf rund 30 Kilometer. Am südöstlichen Grenzraum geht der Schwarzwald in die Hochmulde der Baar über, im Süden fällt er ins Hochrheintal ab. Der Nordosten wird durch das Schwäbisch-Fränkische Stufenland begrenzt und nördlich schließt zwischen Karlsruhe und Pforzheim das Kraichgauer Bergland an. Als vor mehr als 50 Millionen Jahren die Auffaltung der Erdkruste zur Bildung der Alpen führte, waren die Gebirgszüge des Schwarzwaldes und der Vogesen noch ein gemeinsames Bergmassiv. Die abwechslungsreichen Landschaftsformen im gesamten Schwarzwald sind anschließend die Folge der Entstehung des Oberrheingrabens, der vor rund 25 Millionen Jahren durch Verwerfungen und tektonische Verschiebungen zwischen Basel und Mainz entstand.




Die wechselnden Warm- und Kaltphasen, insbesondere die letzte Eiszeit, trugen ebenso zur Formung der Landschaft bei. Während der Kaltzeit erweiterten Gletscher die Täler, ließen die Hänge aufsteigen und verursachten tiefe Senkungen. Typische Täler sind z.B. das Wiesental, das Zastlertal und das Menzenschwandertal rund um den Feldberg. Sie entstanden in jenen Eiszeiten. Seine Grundgesteine gehören zu den ältesten Gebirgen Deutschlands. Die Entstehung begann vor mehr als 200 Mio. Jahren. Ursprünglich war das Gebiet des Schwarzwalds Teil eines großen, flachen mitteleuropäischen Beckens, das wiederholt vom Meerwasser bedeckt war. Das im Erdaltertum durch vulkanische Aktivitäten entstandene Grundgestein aus Graniten und Gneisen wurde dadurch vor 150 Mio. Jahren von bis zu mehrere hundert Meter mächtigen Schichten von Buntsandstein Muschelkalk und Keuper überlagert. Mit Beginn der Erdneuzeit entstand vor rund 65 Mio. Jahren das heutige Mittelgebirge durch Hebungen bis auf 1100 Meter. Gleichzeitig senkte sich der heutige Oberrheingraben zwischen Basel und Mainz ab.

Dabei zerbrachen unter anderem die überlagernden Schichten aus Sandstein und Kalk. Sie wurden in den folgenden Jahrtausenden durch Gletscher, Fließgewässer und Wind abgetragen oder sie rutschten einfach seitlich ab, so dass einigen Millionen Jahren in Bereichen des Schwarzwaldes das einstige Grundgestein erneut an die Oberfläche kam.Diese Granite und Gneise prägen heute noch große Teile des Schwarzwalds.

Auch die Auswirkungen der darauf folgenden Schmelzphasen des Eises sind bis heute in der Landschaft des Schwarzwaldes sichtbar. Eis- und Geröllmassen hinterließen ihre Spuren in den Gesteinen und Landschaftsform. Einzelne Felsblöcke wurden von den rutschenden Gletschern einfach mitgeschoben und blieben irgendwann irgendwo in der Landschaft liegen. Diese Steine nennt man heute Findlinge.

Auch der Titisee und der ursprüngliche Schluchsee verdanken ihre Entstehung der letzten Schmelzphase. Das Wasser des vom Feldberg entspringenden Seebach beispielsweise staute sich an einer Endmoräne auf. Als Endmoräne bezeichnet man Gesteinstrümmer, die nach dem Abschmelzen des Eises zu einem meist bogenförmigen Wall aufgetürmt liegen bleiben.


Erste schriftliche Überlieferungen
Die erste schriftlich Überlieferung und älteste Bezeichnung des Schwarzwalds zugleich findet sich beim römischen Geschichtsschreiber Tacitus. Er wurde um zirka 55. n. Chr. geboren und starb vermutlich 116. n. Chr. Er nennt in einer seiner Schriften den Schwarzwald "Abnobae", was soviel heißt wie bei der Waldgöttin Abnoba. Auf der Tabula Peutingeriana, einer Karte aus dem 4 Jahrhundert n. Chr.,ist Germanien vom so genannten "Silva Hercyniamagis horrida" durchzogen. Damit bezeichnet man das gesamte deutsche Mittelgebirge vom Hochrhein bis zum Harz. Dazu gehörte auch der Schwarzwald als südlichstes Teilstück und "Silva marciana" (Grenzwald) zwischen Germanen und Römern. Im Jahr 868 erwähnt das St. Galler Urkundenbuch erstmals den "saltu svarzwald". Als "saltu svarzwald" bezeichnet man allerdings im Frühmittelalter mehrere Gebiete mit hochgelegenen Nadelwäldern in Mittel- und Süddeutschland. Doch nirgends sonst konnte sich der Name für ein Gebiet erhalten, so dass es heute nur den einen und echten Schwarzwald gibt.


Naturparks im Schwarzwald
Naturparks zählen ebenso wie Nationalparke und Biosphärenreservate zu den so genannten Großschutzgebieten. Das bedeutet, sie auf eine große zusammengehörende Fläche den Schutz der Natur- und Kulturlandschaft zum Ziel haben. Allerdings unterscheiden sich die jeweiligen Schutzgebiete hinsichtlich ihres Schutzcharakters. Nationalparks und Naturschutzgebiete haben in erster Linie den Schutz von Pflanzen und ihrer weitgehend intakten Lebensräume zum Ziel. Außerdem steht die Bewahrung natürlicher Gegebenheiten und Prozesse im Vordergrund. Die menschlichen Eingriffe sollen bei diesen Schutzkategorien auf ein Minimum verringert werden. Naturparks bestehen zwar zu wesentlichen Teilen aus vielfältigen Landschaftsschutzgebieten, eignen sich jedoch aufgrund ihrer landwirtschaftlichen Voraussetzungen besonders zur naturnahen Erholung des Menschen. Sie sind einheitlich zu entwickeln, zu pflegen und sich deswegen in besonderem Maße für die Genesung der heimischen Flora und Fauna wie auch für den Menschen geschaffen. Auch der Fremdenverkehr profitiert in ganz besonderer Weise von dieser Entwicklung.

Naturparks wie der Naturpark Südschwarzwald und der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord gelten heute als intakte Kulturlandschaften mit einem weitgehend funktionierenden Nebeneinander und Miteinander von Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Siedlungsentwicklung und Natur. Denn durch eine sanfte Entwicklung wird der besondere Charakter der Landschaft sowie der Flora und Fauna bewahrt. Die Eingriffe des Menschen geschehen weder willkürlich noch nach Maßstäben des Profits. Und ganz nebenbei wird möglicherweise auch die Kultur des Menschen erhalten, die seit Jahrhunderten durch den Schwarzwald geprägt wird.

Belchen
Der Belchen ist mit 1.414 Metern die vierthöchste Erhebung des Schwarzwaldes. Gleichzeitig gehört er zu den Berggipfeln mit jährlich mehr als 300.000 Tausend Besuchern.

Brauchtum zum Anfassen im Schwarzwald
Unterwegs im Schwarzwald zu sein, heißt auch Geschichte und Traditionen einzelner Handwerksbetriebe hautnah erleben. Bei Ihrem Rundgang durch das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof kommt man mit rund 400 Jahren Bau-und Lebensgeschichte der Schwarzwälder in Berührung. Bei der Besichtigung der zahlreichen Häuser des Museums fühlt man das Alltagsleben der früheren Bewohner nach. Küchen, Stuben und Kammern sind wie einstmals eingerichtet. Hahn und Henne - ein besondere Kultprodukt des Kinzigtals seit über 100 Jahren kann man in Zell am Harmersbach besichtigen. Die Zeller Keramik ist eine der ältesten Keramik-Manufakturen Deutschlands. Wesentlich älter ist die die Geschichte der Schwarzwälder Glashütten. In der Dorotheenhütte in Wolfach dürfen sich Besucher auch selbst einmal an dieser Kunst versuchen

Glashütten im Schwarzwald ...
Viele Jahrhunderte gehörte das Glas zu den bedeutenden Wirtschaftszweigen des Hoch- und Südsarzwaldes, schon lange bevor die ersten Uhren im Schwarzwald tickten. Die Glasträger trugen die zerbrechliche Ware auf ihren "Rückenkrätten" ins europäische Ausland. Früher waren die Wege des Südschwarzwalds beschwerlich und gefährlich. Heute dagegen gehört der Glasträgerweg zu den besonderen Attraktionen des Südschwarzwaldes. Der Glasträgerweg im Südschwarzwald führt von Todtnau über St. Blasien nach Laufenburg am Rhein.

Feldberg
Der Feldberg ist ein Berg voller Unterschiede: Er ist zwar die höchste Erhebung im Schwarzwald, ist aber ohne wirklichen Gipfel. Sein Aussehen ist eher flach und breit und so kommt der Riese eigentlich eher sanft als mächtig daher. Der Feldberg wird von Millionen Menschen jährlich besucht und trotzdem bietet er vielen Menschen Ruheoasen. Großen Anteil hat daran ein Feldberg-Ranger. Seit 1989 kämpft er dafür, dass der Natur mit Respekt begegnet wird.

Höllental
Das ungefähr neun Kilometer lange Höllental befindet sich im Naturpark Südschwarzwald, zirka 15 Kilometer östlich vom Freiburger Stadtkern. Bis vor rund 250 Jahren gab es in der Schlucht nur einen schmalen Maultierpfad. Der wurde schließlich zu einem Fahrweg ausgebaut. Heute gehört die Route durchs Höllental zu den wichtiges und schnellsten Verbindungsstraße durch den Südschwarzwald, nicht gerade zur Freude der Anwohner. Weitaus bekannter als das Höllental ist die Höllentalbahn.

Kaiserstuhl
Der Kaiserstuhl ist eine kulturell und geographisch eigenständige Region am Westrand des Schwarzwalds und liegt in der Oberrheinischen Tiefebene, westlich von Freiburg im Breisgau. In seiner weitesten Ausdehnung vom südwestlichsten Zipfel bei Ihringen bis zum Riegeler Michaelsberg im Nordosten ist der Kaiserstuhl rund 16 km lang. Seine größte Breite erreicht zirka 12 km.

Markgräflerland
Zwischen Basel und Freiburg, entlang des Oberrheins und im südlichem Schwarzwald liegt das Markgräflerland. Beschreibungen und Gedichte über dieser Landschaft lesen sich oft wie Geschichten aus eine Märchen. Denn das milde Klima, die idyllisch schönen Weinberge, die Obstbäume, Wiesen und Felder, schöne alte Dörfer und historischen Städtle verbinden sich zu einem landschaftlich einzigartigen Gesamtbild, wie es nur das Markgräflerland zu bieten hat.

Schwäbisch-alemannische Fasnet
Sie gehören zu den größten Volksfesten im Schwarzwald, die närrischen Umzüge der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Hansele, Spättle und Narros, Hexen und Schantle schreiten, stampfen, hopsen und springen mit ihrem Häs durch die Straßen der Schwarzwälder Dörfer und Städte. Guggemusik, Blechmusik und Fanfarengruppen geben den Rhythmus vor, wilde Sprünge begeistern die Zuschauer.

Schwarzwaldhochstraße
Die berühmte Panoramastraße von Baden-Baden nach Freudenstadt (B 500) ist ein Muss für jeden Schwarzwaldbesucher. Die Schwarzwald- Hochstraße mit ihren rund 60 Kilometern Länge ist die älteste und bekannteste und vielleicht sogar die schönste Touristenstraße im Schwarzwald. Bereits 1930 wurde ein großes Teilstück der Straße eingeweiht und von ihrem Charme hat sie bis heute nichts verloren. Sie verläuft in einer Höhe von 600 und 1000 Metern und eröffnet dem Besucher zauberhafte Blicke in den Schwarzwald, die Rheinebene und bis zu den Vogesen.

Wiesental im Schwarzwald
Vom Feldberg fließt das Flüsschen Wiese etwa 50 Kilometer weit durch das Wiesental nach Südwesten zum Rhein bei Basel. Die bekanntesten Orte im Wiesental sind Todtnau, Schönau, Zell und Schopfheim. Der Feldberg im Norden, der Belchen im Westen und das Herzogenhorm im Osten bilden die imposante Bergkulisse des oberen Wiesentals.

Bilder Schwarzwald

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