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Jechtingen am Kaiserstuhl

Jechtingen ist ein Winzerdorf am westlichen Rand des Kaiserstuhls. Rebberge erheben sich rund um Jechtingen soweit das Auge reicht. Hier am Rande des Kaiserstuhls liegt die Heimat der berühmten Kaiserstühler Einzellagen Eichert, Steingrube und Hochberg, die Wiege der Jechtinger Top-Weine. Auf Gemarkung von Jechtingen siedelten Menschen schon sehr früh. Bei archäologischen Ausgrabungen hat man hier Funde aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Urnenfelderzeit und der Hallstattzeit gemacht. Die Römer benutzten die relativ schmale Rheinstelle bei der Burg Sponeck weitere westlich von Jechtingen zur Anlegung eines gesicherten Übergangs durch eine Brückenkopfbefestigung am östlichen Ufer. Von diesem Rheinübergang führte dann eine Römerstraße über Endingen in Richtung Riegel.

Eine erste urkundliche Nennung Jechtinges erfolgt erst sehr spät im Jahr 1272, doch der Ortsname mit -ingen- zeigt ein viel höheres Alter an, wie auch Funde aus der Geschichte und Alamannengräber beweisen. In fränkischer Zeit ab 496 n. Chr. muss Jechtingen im Laufe der Zeit zum Sasbacher Reichsbesitzkomplex gekommen sein. Später ging der Kaiserstuhlort an die Markgrafen von Baden-Hachberg, in deren Besitz sich Jechtingen zur Zeit der ersten schriftlichen Nennung befand. Seit Anfang des 14. Jahrhundert gehörte Jechtingen zur Herrschaft Burkheim und kam mit dieser 1330 an die Habsburger. Seither machte Jechtingen im Schatten der Geschichte Burkheims die verschiedenen Verpfändungen und Verlehnungen mit und befand sich so im 18. Jahrhundert als Lehen bei der Familie von Fahnenberg.

Durch Heirat der Erbtochter Clara Katharina (1698-1780) des Freiburger Bürgermeisters Karl Heinrich Hornuss von Berncastell gelangte Franz Ferdinand Mayer von Fahnenberg in den Besitz von Stadt und Herrschaft Burkheim mit Jechtingen, womit auch die Einkünfte aus den Erträgen der Rheinfähre und des Straßenzolls verbunden waren. Als Teil Vorderösterreichs kam Jechtingen 1805 an Baden und wurde 1807 dem Oberamt Kenzingen und 1819 dem Bezirksamt Breisach zugeteilt. 1924 kam Jechtingen zum Bezirk Emmendingen und 1936 zum Landkreis Freiburg, bis es zum 1. 1. 1973 dem Kreis Emmendingen zugewiesen wurde.


Burg Sponeck
Die Burg Sponeck westlich von Jechtingen geht in das 13. Jahrhundert zurück. Sie wurde vermutlich erbaut, um die Fähre über den hier relativ schmalen Rhein zu bewachen. Noch im 15. Jh. war die Burg ein Reichslehen, der erste nachweisbare Besitzer war ein Ritter der Reichsstadt Breisach gewesen. Später geriet die Sponeck in die Hände der Grafen von Württemberg, für die dieser eigene Rheinübergang zu ihrem elsässischen Besitz (Grafschaft Horburg) wichtig war. Nach Trennung der beiden Linien des Hauses Württemberg kam Sponeck zu Mömpelgard, verlor zunehmend an Bedeutung, da die Fähre nun praktisch funktionslos war. Im Jahr 1701 war die Burg Sponeck nur noch Ruine. 1807 ging das gesamte Schlossgut an das Großherzogtum Baden über und wurde 1856 Privatbesitz. 1917 wurde die Sponeck von dem Maler Hans Adolf Bühler gekauft, der 1930 den Turm als Atelier wiederaufbauen ließ.
Jechtingen am Kaiserstuhl

Foto: Jechtingen am Kaiserstuhl

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