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Fridig | 03.09.10 | 13:18

Reichenau - Reiche Au

Bereits der Wanderbischof Pirmin wusste, weshalb er im Jahre 724 n. Chr. ausgerechnet auf der damals noch unwirtlichen Insel im Untersee sein Lager aufschlug und hier ein Kloster gründete. Mit der "Reichen Au", was soviel wie reiche Insel heißt, mit ihrem fruchtbaren Boden und den ebenso reichen Fischgründen haben die Inselbewohner über die Jahrhunderte ein Kleinod geschaffen.

Das Kloster erlebte über einige Jahrhunderte eine außergewöhnliche Blütezeit. Noch heute zeugen die prächtigen Kirchen von dieser "Wiege abendländischer Kultur". Die größte Insel im Bodensee mit ihren auf dem Festland liegenden Ortsteilen Waldsiedlung und Lindenbühl ist heute ein staatlich anerkannter Erholungsort und berühmt für ihre historischen Bauwerke, frisches Gemüse, Salate und die Weinreben. Sie gedeihen dank des milden Klimas auf der Reichenau bestens.

Überraschend ist auch nicht, dass sich tausende Vögel aus ganz Europa das angrenzende Wollmatinger Ried, eines der größten Naturschutzgebiete Deutschlands, als Rastplatz auf dem langen Weg in den Süden jährlich aussuchen.

Reichenau




 

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