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Hofsgrund

Der Oberrieder Ortsteil Hofsgrund erstreckt sich südlich vom Gipfel des Schauinslands bis zum Notschrei-Bergpass hin. Eine dünne Besiedlung der Fläche, die auf über 1000 Meter liegt, begann bereits im 11. Jahrhundert. Das Gebiet gehörte ursprünglich zur Grundherrschaft des Klosters St. Gallen in der heutigen Schweiz. Als die Herzöge von Zähringen ihr Herrschaftsgebiet im 11. Jahrhundert in den Breisgau gelegt hatten und ihre Macht ausbauten, kam ein Großteil des ehemaligen St. Gallischen Besitzen in deren Hand. Die Zähringer gaben das Land als Lehen an regionale Adlige weiter. Im Jahr 1289 wurde Hofsgrund vom Rittern Konrad Schnewlin an die Wilhelmiten des Klosters Oberried im Walde geschenkt.

Im Jahre 1296 erhielt Hofsgrund im "Dingrodel für Oberried", in einem Dingrodel werden die Rechte für ein Gebiet niedergelegt, erstmalig eine Art Ortsverfassung, in der die Rechte und Pflichten des Gotteshauses als Grundherr und der Untertanen festgeschrieben wurde. Der Dingrodel wurde besiegelt vom Abt des Klosters St. Märgen, vom St. Wilhelmer Prior Johann von Urberg, Johann Schnewlin und Albrecht von Falkenstein. Bis zu Beginn des 16. Jahrhundert trug Hofsgrund den Namen Rütti. Als Rütti bezeichnet man in der Alemannischen Sprache das gerodete Land. Man gewann es auf den Höhen des Schwarzwaldes oft durch Abholzen sowie einfaches Verbrennen von Gebüsch und Unterholz, was zusätzlich den Boden fruchtbarer machte, mancherorts aber auch zu Erosion führte.

Der Name Hofsgrund, wie der Ort heute noch heißt, erscheint erstmals am 15. August des Jahres 1517 in der Bergwerksordnung des Kaisers Maximilian. Im Jahr 1566 werden die Erz- und Bergknappen von Hofsgrund erneut erwähnt. Die Bergleute unterstanden dem österreichischen Bergrichter, denn ein Großteil der Region war im 14. und 15. Jahrhundert in den Herrschaftsbereich der Habsburger gelangt. Dies verursachte aber immer wieder zu Auseinandersetzungen zum Nachteil der Grundherrschaft Oberried. Während des Dreißigjährigen Kriegs stand die Zeit rund um Hofsgrund still. Viele Menschen starben durch die Folgen des langen Krieges, den Plünderungen und durch Krankheiten. Für die Wiederbelebung des seit dem Dreißigjährigen Krieg eingestellten Bergbaus sorgte Johann Franz Litschgi, ein Großunternehmer aus Krozingen. Er starb im Jahr 1753, seine gegründete Gewerkschaft blieb dem Hofsgrunder Bergbau vorerst treu.

Im Jahr 1793 schied die Gewerkschaft Litschgi aus dem Hofsgrunder Bergbau allerdings wieder aus. Später lebte der Bergbau am Schauinsland wieder auf. Als letzte Betreiberin schloss die Stollberg-Zink-AG aus Aachen 1954 den Bergwerksbetrieb. Nach dem Übergang an das Großherzogtum Baden im Jahr 1806 wurde das zwischen 1684 und 1687 erbaute Wilhelmitenkloster in Oberried säkularisiert. Damit fiel auch die Gemeinde Hofsgrund an Baden und wurde dem Oberamt Freiburg zugeteilt. Seit dem 01. Oktober 1974 ist Hofsgrund ein Ortsteil der Gemeinde Oberried.
Hofsgrund

Foto: Hofsgrund

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