Münstertal Gemeinde
Die Gemeinde Münstertal zieht sich vom Talausgang des Münstertals in die Rheinebene bei Staufen über Tausend Meter bis auf den
Belchen hinauf. Bekannt wurde das
Münstertal durch das im 8. Jahrhundert gegründete Kloster St. Trudpert weit über seine Grenzen hinaus. Schon vor über 2000 Jahren lebten und arbeiteten erst Kelten und schließlich Römer rund um die Orte Staufen und Münstertal. Während man am Talausgang das warme Klima zum Ackerbau und zur Viehzucht nutzte, grub man sich im hinteren Münstertal in den Berg hinein. Damit besitzt der
Bergbau im Münstertal einen tausend Jahre alte Tradition.
Mit dem Verfall des römischen Reiches und dem Einzug der
Alemannen zog auch erst mal Ruhe in das Münstertal ein. Alemannische Bauern lebten verstreut in kleinen Siedlungen bzw. Höfen und widmeten sich der Land- und Viehwirtschaft. Gegen Ende des 6. Jahrhunderts n. Chr. zogen irische Mönche schließlich durchs Land der Alemannen und versuchten, sie zum Christentum zu bekehren. So landete auch ein Mönch namens
Trudbert im Münstertal und baute sich hier eine kleine "Zelle". Der Sage nach wurde er schließlich von zwei Knechten erschlagen. An jener Stelle befindet sich seit dem ausgehenden 8. Jahrhundert das
Kloster St. Trudbert. Seit dem 10. Jahrhundert begann, einmal durch die Existenz des Klosters, aber auch durch den wieder entdeckten Silberbergbau, ein steiler wirtschaftlicher Aufstieg des Münstertals.
Schnell entstand eine große Stadt unterhalb des heutigen Klosters, die es nicht nur durch Silberabbau in den Bergwerken der Umgebung zu Reichtum brachte, sondern auch im 12. Jahrhundert zu einer ansehnlichen politischen Macht in der Region wurde.Dies störte allerdings die aufsteigende Metropole am Ausgang des
Dreisamtals, die Stadt Freiburg, die zirka 15 Kilometer nördlich vom Münstertal liegt. In einer Nacht und Nebelaktion stürmten Freiburger Truppen, so sagt es die Überlieferung, 1346 die Stadt Münster. Von der ehemaligen Stadt ist heute nicht ein Stein erhalten geblieben. Übrig blieb allerdings der Bergbau im Tal und auch das Kloster St. Trudbert steht heute noch, wenn auch nicht mehr in seinen mittelalterlichen Mauern. Es wurde durch
Peter Thumb während des 18. Jahrhunderts im Barockstil neu aufgebaut.
Aufgrund des günstigen Klimas und wegen seinem Erholungscharakter ist das Münstertal seit 1969 staatlich anerkannter Luftkurort und ein gern besuchtes Wanderparadies mit einem vielfältigen Angebot an Kur- und Sporteinrichtungen. Die heutige Gemeinde Münstertal selbst entstand am 1. Dezember 1971 im Zuge der Verwaltungsreform durch die Vereinigung der damals selbstständigen Gemeinden Ober- und Untermünstertal.
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Das Bienenkundemuseum ...
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Besucherbergwerk Teufelsgrund
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Kaltwassserhof
Obermünstertal
Das Obermünstertal beginnt beim Kloster St. Trudbert und verläuft gen Osten bis zum unteren Schauinsland.
Untermünstertal
Das Untermünstertal verläuft von Staufen leicht südlich bis zu den Ausläufern des Belchen. In einem Seitental liegt auch das Besucherbergwerk Teufelsgrund und der Ortsbereich
Münsterhalden.