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Fridig | 03.09.10 | 11:36

Mainau

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Die Mainau ist eine kleine Insel im nordwestlichen Teil des Bodensees und hat einen Umfang von rund 0,44 km2. Dieser Bereich des Bodensees ist auch bekannt als Überlinger See, benannt nach der Stadt Überlingen am Nordufer. Die Insel Mainau ist von dessen Südufer aus über eine Brücke zu erreichen und verfügt auf der Nordostseite über einen eigenen Schiffsanlegeplatz. Die nächsten größeren Städte in der Umgebung sind Konstanz, Meersburg und Überlingen.

Die Insel gehört politisch zum Stadtteil Litzelstetten-Mainau der Stadt Konstanz, befindet sich allerdings im Besitz der schwedisch-stämmigen Adelsfamilie Bernadotte. Begünstigt durch das milde Seeklima wachsen hier - durch den Menschen gehegt und gepflegt - Palmen und andere mediterrane Pflanzen rund um das Schlossanwesen. Daher wird die Mainau auch als Blumeninsel bezeichnet. Sie ist für interessierte Besucher zu vorgegebenen Öffnungszeiten zugänglich und ein sehr beliebtes Ausflugsziel.

Die ersten Siedlungsspuren der Mainau stammen aus der Jungsteinzeit. Rund 1000 v. Chr. nutzten auch die Kelten die Insellage aus, da eine Siedlung durch das Wasser des Bodensees einen natürlichen Schutz hatte. Im Jahre 15 v. Chr. unterwarfen die Römer im Zuge ihres Alpenfeldzuges die ortsansässigen Kelten und nutzten die Insel für ein Kastell, für eine Schiffswerft und eine Flottenstation der römischen Kriegsflotte am Bodensee.

Insel Mainau


Nachdem die Alemannen die Römer ab dem 4. Jahrhundert am Bodensee ablösten, siedelten sie vermutlich ebenso auf der Mainau. Im frühen Mittelalter ging die Insel an das Kloster Reichenau und verblieb dort herrschaftlich bis ins 13. Jahrhundert. Danach ging sie an die Deutschordensritter. Im Dreißigjährigen Krieg ließen sich schwedische Truppen auf der Insel Mainau nieder. Unter Mitnahme alles Wertvollen - nur das sogenannte Schwedenkreuz blieb zurück - zogen die Schweden 1649 wieder von der Insel wieder ab. Der Schwedenturm auf der Insel stammt zwar aus dem Jahr 1558, erinnert aber namentlich an seine einstigen Besatzer.

Unter ihrem Ordensbaumeister Johann Caspar Bagnato wurde 1732 mit dem Bau der barocken Kirche St. Marien und des Barockschlosses begonnen. Die Fresken der Kirche wurden 1737/1738 von Franz Joseph Spiegler angelegt. Durch die Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts verlor der Deutsche Orden die Mainau. In der Folgezeit wechselten sich verschiedene private Besitzer ab, bis die Insel 1853 vom badischen Großherzog Friedrich I. als Sommersitz erworben wurde. Dieser ließ die Insel durch seine Hofgärtner Chr. Schlichter und vor allem Ludwig Eberling, der ab 1856 für 42 Jahre in Diensten des Großherzogs stand, umgestalten. So wurden mediterrane und exotische Pflanzen beschafft, Alleen, Gärten, ein Arboretum und ein neues Wegesystem angelegt.

Im Jahr 1856 heiratete der Großherzog Prinzessin Luise, Tochter des späteren Kaisers Wilhelm I. von Preußen und Verwandte der heutigen Inselbesitzer. Nach dem Tod Friedrichs im Jahr 1907 war die Insel zunächst wieder dem Verfall preisgegeben. Durch Erbschaft gelangte die Insel schließlich im Jahr 1928 in den Besitz des schwedischen Königshauses. Gustaf Lennart Nikolaus Paul Bernadotte zog sich nach seinem Austritt aus dem Königshaus von Schweden im Jahre 1932 auf die Mainau zurück und baute sie zur heutigen öffentlich zugänglichen Blumeninsel aus. Er starb am 21. Dezember 2004 im Alter von 95 Jahren im Schloss der Insel Mainau.

Insel Mainau
Mainau GmbH
78465 Insel Mainau
www.mainau.de

Schiffsanlegestelle Mainau





 

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