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Zischdig | 21.10.14 | 23:28
Baden-Württemberg

Konstanz am Bodensee

Ortsteile Konstanz

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Die Große Kreisstadt Konstanz am Bodensee gehört zu den größten Orten in Südbaden. Sie ist Sitz des Landkreise Konstanz und besitzt eine Universität sowie eine Fachhochschule. Geographisch liegt Konstanz am Ausfluss des Rheins vom Bodensee, direkt an der Grenze zur Schweiz.

Die historische Altstadt von Konstanz ist heute mit der Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen eng verbunden, so dass die deutsch-schweizerische Staatsgrenze direkt durch die Häuserblöcke verläuft. Während die Altstadt von Konstanz auf der linken Rheinseite liegt, erstrecken sich die neueren Baugebiete, der Flugplatz und die Gewerbegebiete auf der rechten Rheinseite.

Die ältesten Siedlungsspuren von Konstanz weisen bis in die jüngere Steinzeit zurück. Aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. sind Funde einer keltischen Siedlung bekannt. Zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichten die Römer auf dem heutigen Münsterhügel eine befestigte Anlage. Aus diesem römischen Stützpunkt entwickelte sich im Frühmittelalter eine städtische Siedlung, die den römischen Namen "constancia" beibehielt.

Bereits im Jahr 590 n. Chr. wird Konstanz auf Anregung eines Alemannenherzogs zum Bischofssitz ernannt. Um 900 verleiht Bischof Salomon III. der Kaufmannssiedlung das Marktrecht und die Stadt beginnt sich nun Stück für Stück auszudehnen. Im Jahr 1153 hält Kaiser Friedrich Barbarossa seinen ersten Hoftag in der Stadt am Bodensee.

Zwei Jahre später erhält der Bischof von Konstanz vom Kaiser ein wertvolles Privileg übertragen. Alle Rechte und Besitzungen des Bischofs werden unter den Schutz des Reiches gestellt, was mehr Sicherheit und zugleich mehr Freiheit bedeutete.

Konzilgebäude Konstanz


Zwischen 1414 und 1418 war Konstanz Tagungsort des 16. allgemeinen Konzils der katholischen Kirche. Es ging als "das Konzil von Konstanz" in die Geschichte ein. Fast alle bedeutenden Persönlichkeiten jener Zeit aus Wissenschaft, Politik und Kirche nahmen an der Kirchenversammlung teil. Es war das erste Konzil auf deutschem Boden.

Als Ergebnis des Konzils wählte die Kirchenversammlung den römischen Grafen Otto Colonna zum Papst, der sich fortan Martin V. nannte. Es ist bis jetzt die einzige Papstwahl nördlich der Alpen. Trauriger Höhepunkt des Konzils war die Verurteilung und Hinrichtung des Reformators Jan Hus. Ab 1499, in einer Phase kriegerische Auseinandersetzungen zwischen schweizerischen Eidgenossen und Schwäbischen Bund, verliert durch die endgültige Abspaltung der Eidgenossenschaft Konstanz seine Zentrale Stellung und wird vom kulturellen Zentrum am Bodensee nun zur Grenzstadt.

Im Jahr 1548 schließt sich Konstanz der Reformation an und verliert dadurch seine Reichsfreiheit. Als die Stadt wieder zum katholischen Glauben zurückkehrt, wird Konstanz habsburgerisch. In der Folgezeit war Konstanz vor allem ein kleines Bollwerk gegen die Eidgenossen. Im Dreißigjährigen Krieg wird die Stadt zwar belagert, kann sich aber gegen eine vollständige Besetzung verteidigen.

1806 endet die Habsburgerische Herrschaft in Konstanz und die Bodenseestadt ging durch die napoleonische Reform an das Großherzogtum Baden über. Ein schwerer Einschnitt in der Geschichte Konstanz ist die Verlegung des Bischofssitzes im Jahr 1827 vom Bodensee nach Freiburg. Ab 1839 werden die Hafenanlagen modernisiert. 1848 ist Konstanz Ausgangspunkt des ersten badische Aufstandes während der Revolution 1848/49.

Bereits 1863 fährt die Bahn entlang des Hochrheins bis nach Konstanz. Noch heute befindet sich der Bahnhof direkt zwischen Altstadt und Hafen, nur wenige Meter vom Wasser des Bodensees entfernt. In jener Zeit begann sich Konstanz auch aus seinen mittelalterlichen Mauern hinaus zu entwickeln. Leider wurde durch die Expansion ein Großteil der mittelalterlichen Anlagen zerstört. Im Zuge der Verwaltungsreform wurde Konstanz 1975 um die neuen Ortsteile Litzelstetten, Mainau, Dingelsdorf und Dettingen erweitert.


Dettingen
Dettingen liegt nordwestlich von Konstanz, auf einem Höherücken zwischen Unter- und Obersee. Der Dorfname Tettingen findet sich erstmals in einer Urkunde des Jahres 730 n. Chr. im Zusammenhang mit der Christianisierung des alemannischen Raumes. Das Dorf Dettingen wurde 839 vom Frankenkönig Ludwig dem Frommen dem Kloster Reichenau geschenkt. Zuvor hatte der Ort offenbar zur Königspfalz Bodman gehört.


Dingelsdorf
Der Ortsteil Dingelsdorf wurde erstmals urkundlich 946 n. Chr., genannt. Am 28. November jenen Jahres bestätigt König Otto I., dass seine Vorfahren dem Kloster Reichenau verschiedene Besitzungen und Einkünfte geschenkt haben, darunter auch solche in "Thingoltesdorf". Zu Dingelsdorf gehört auch der Weiler Oberdorf.


Litzelstetten
Der Ortsteil Litzelstätten liegt nördlich von Konstanz gegenüber der Insel Mainau. Der Name Litzelstetten wird erstmals im Jahr 839 n. Chr. als "Luzzilonsteti" in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Reichenau genannt. Später wurde die Herrschaft in Litzelstetten durch die Kommende Mainau des Deutschen Ordens übernommen, die sie bis zur Säkularisierung 1802 behielt.


Mainau
Als Großherzog Friedrich I. von Baden 1853 die Insel die heutige Blumeninsel Mainau erwarb, fing dort ein neues gesellschaftliches Leben an. Die Insel blieb 1918 mit dem Ende der Monarchie im Besitz der Familie und diese entschied sich dafür, dass die Mainau zur politischen Gemeinde Litzelstetten gehören solle. Im Jahre 1932 kam die Mainau durch Schenkung an den schwedischen Grafen Lennart Bernadotte.
Geschichte Insel Mainau ...
Bilder Insel Mainau ...


Wallhausen
Der Ortsteil Wallhausen findet im Jahr 1187 erstmals als "Villa Walarhusin" urkundlich Erwähnung, als Kaiser Friedrich I. Barbarossa während seines Aufenthaltes am Bodensee die Rechte des Augsburger Bischofs Udalschalk und des Klosters Salem bestätigte.
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