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Dunnschdig | 02.10.14 | 08:22
Baden-Württemberg

Stadt Kandern

Kandern liegt im Herzen des Markgräflerlands, umgeben von schönen Berghängen im mittleren Kandertal. Seine lange Geschichte verdankt es seinen Eisen- und Tonvorkommen und den üppigen Wäldern der Umgebung. Historisch ist Kandern eng verbunden mit der Stadt Basel in der heutigen Schweiz und dem Herrscherhaus Hachberg-Sausenburg, das eines der herrschaftlichen Grundpfeiler für das spätere Großherzogtum Baden war. Bereits vor Tausenden von Jahren siedelten Menschen im Kandertal. Zahlreiche archäologische Spuren vergangener Siedlungen konnten in und rund um Kandern festgestellt werden.

Vermutlich waren es schon zur damaligen Zeit die zahlreichen Tonvorkommen, welche die Menschen abbauten und anschließend verarbeiteten. Die Kelten gaben dem Ort seinen Namen. So bedeutet in der keltischen Sprache das Wort "canter" klar, durchsichtig und frisch und bezieht sich auf das Flüsschen Kander, das von den Berghängen des Blauen und des Hochschwarzwalds durchs Kandertal fließt.

Nach dem die keltische Kultur durch die römische abgelöst wurde, nutzen die neuen Machthaber die zahlreichen Tonvorkommen für ihre Zwecke. Es bestanden also schon zur römischen Besatzungszeit Unternehmen in Kandern, die gewerbsmäßig Ton abbauten und Vorort verarbeiteten. Im beginnenden Mittelalter übernahm das Kloster St. Gallen in der heutigen Schweiz zahlreiche Besitzungen entlang des Oberrheins. So unterstand auch Kandern bis ins 10. Jahrhundert dem Kloster St. Gallen, später wurde es durch andere Klöster aus der Region abgelöst, wie z.B. St. Albern aus dem nahen Basel.

Kandern


Erstmals schriftlich erwähnt wird Kandern in einer Besitzurkunde des Klosters Lorsch aus dem Jahr 776 n. Chr.. In jene Zeit fällt auch die erste Erwähnung des Eisenabbaus und der Weiterverarbeitung in der Region. Dieser Wirtschaftszweig prägt den Ort durch das ganze Mittelalter. Neben einem gewissen Wohlstand sind insbesondere rechtliche Freiheiten, welche die Bevölkerung genießt.

Im ausgehenden 16. Jahrhundert lässt sich eine weiterer Wirtschaftszweig in Kandern nieder. Durch die Erfindung des Buchdrucks stieg der Bedarf nach Papier und gegen Ende des 16. Jahrhunderts stand die erste große Papierfabrik in Kandern. Diese gehörte allerdings dem Bistum Basel, zu dem schon seit dem 12. Jahrhundert eine enge Bindung bestand.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Kandern nur mäßig beschädigt. Viel schlimmer Traf es Kandern in den Reunionskriegen von Ludwig XIV. Seine Truppen plünderten und brandschatzen am gesamten Oberrhein und zerstörten bei der Gelegenheit auch die Burgen Badenweiler, Sausenburg und Röteln.

1806 ging Kandern an das Großherzogtum Baden über und wurde 1810 zur Stadt erhoben. Im Revolutionsjahr 1848 fand die Schlacht bei Kandern statt. Damals wurden die von Friedrich Hecker angeführten Freischärler von einer übermächtigen Militärmacht besiegt. Hecker floh mit seinen Getreuen in die nahe Schweiz.

» Die Sausenburg im hinteren Kandertal ...
» Die Kandertalbahn ...

Feuerbach
Die in einer Talmulde des Feuerbachs liegende Ortschaft wird erstmals 1275 urkundlich erwähnt. Unter anderem hatten die Johanniter aus Heitersheim Besitz in Feuerbach.

Hammerstein
Südlich von Kandern liegen das Dorf Hammerstein.

Holzen
Das Dorf Holzen liegt am östlichen Talrand des Feuerbachtals. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1249.

Riedlingen
Der Ort Riedlingen liegt westlich von Kandern. Bereits im 7. Jahrhundert soll auf der Gemarkung Riedlingens eine Kirche bestanden haben. Urkundlich erscheint der Ort erstmals im Jahr 972.

Sitzenkirch
Nördlich von Kandern, am Fuße des Blauen, liegt das kleine Dorf Sitzenkirch. Im 13. Jahrhundert befand sich in dem Dorf ein Kloster, dessen Reste man noch als Grundlage des Bauernhofes vor der Kirche erkennen kann.

Tannenkirch
Der Ort liegt einige Kilometer westlich von Kandern. Urkundlich wird Tannenkirch erstmals 1179 erwähnt.

Wollbach
Urkundlich erstmals 767 erwähnt, war Wollbach zu jener Zeit in fränkischen Besitz. Wie viele Orte im Süden Deutschlands befand sich schon vor über 2000 Jahren eine keltische Siedlung auf der Gemarkung Wollbachs. Bekanntester Wollbacher war Dr. Friedrich Ritter. Dieser Mann lebte viele Jahre wie Robinson Crusoe auf den Galapagos-Inseln. 1934 starb er und liegt auf dem Dorfriedhof von Wollabach begraben. Zur Gemeinde Wollbach gehören auch die Orte Egerten, Egisholz und Nebenau.
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