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Fridig | 03.09.10 | 12:35

Löss am Kaiserstuhl

Als Löss oder Lössablagerung bezeichnet man eine in der Eiszeit erfolgte Windablagerung von feinem, gelblichem Gesteinsstaub mit hohem Nährstoffgehalt. Lössböden gehören zu den fruchtbarsten Böden überhaupt. Besonders der Kaiserstuhl und der Tuniberg sind durch ihren Lössboden landschaftlich geprägt, denn die Weinreben können diesen Boden besonders gut leiden und gedeihen prächtig. Die mineralische Verfügbarkeit von Nährstoffen geben dem Wein eine besondere Note.

Dort, wo die Weinbauern seit Jahrhunderten die Hänge bewirtschaften, haben sich auf den Zufahrtswegen tiefe Rinnen gebildet, die so genannten Hohlgassen (alem. Kinzig). Hohlgassen sind heute ein Paradies für Kleintiere und seltene Pflanzen. Die wenigen noch naturbelassenen Hohlgassen findet man beispielsweise bei Bickensohl, Ihringen und Endingen am Kaiserstuhl. Die mächtige Lössschicht, die den Kaiserstuhl bedeckt, sorgt für ein einzigartiges Angebot an Naturbildern. Die Lösswände und Hohlwege am Kaiserstuhl sind auch Lebensraum für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt.





 

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