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Kaiserstuhl
Der Kaiserstuhl ist ein bis 557 m ü. NN hoher Berg vulkanischen Ursprungs im Südwesten von Baden-Württemberg. In seiner weitesten Ausdehnung vom Südwesten bei Ihringen bis zum Riegeler Michaelsberg im Nordosten ist der Kaiserstuhl 16 km lang, seine größte Breite beträgt 12,5 km. Totenkopf (557 m), Eichelspitze (520 m) und Katharinenberg (492 m) sind die höchsten Erhebungen des Kaiserstuhls.Der Kaiserstuhl besitzt eine einzigartige Geographie. Die Entstehung des Kaiserstuhlvulkans geht auf vulkanischen Aktivitäten im Oberrheingraben rund um das Tertiär zurück. Der Kaiserstuhl ist der einzige größere Vulkan aus dieser Zeit im Bereich des Oberrheingrabens.
Der Kaiserstuhl mit seinen günstigen Klima- und Bodenverhältnissen wurde schon sehr früh von Menschen besiedelt. An manchen Orten fand man die Spuren alt- und mittelsteinzeitlicher Jäger und Sammler. In Jechtingen, Bischoffingen und Königschaffhausen wie auch andernorts kamen bei Bauarbeiten und gezielten Grabungen im Laufe der letzten 100 Jahre im wieder Spuren dieser früheren sesshaften Bewohner des Kaiserstuhlgebiets zu Tage.
Ein Gräberfeld der so genannten "Rössener Kultur" aus Jechtingen gehört mit mehr als 100 Bestattungen zu den bedeutendsten Fundplätzen. Bei archäologischen Ausgrabungen fand man verzierte Tongefäße, Feuersteingeräte, Waffen und reichhaltiger Kettenschmuck aus Kalksteinperlen, Muscheln und Zierzähnen. Auf dem Limberg hat die "Michelsberger Kultur" ein großes befestigtes Dorf hinterlassen. Funde der bäuerlichen Kultur der Bandkeramik sind aus Endingen, Königschaffhausen und Bischoffingen bekannt.
Die Siedlungen der Bronze-, Urnenfelder-, Hallstatt- und Latenezeit lagen in möglichst günstiger und geschützter Lage am Rande des Kaiserstuhls. Die vielen kleinen Wasserläufe, die Wasser für die Siedlungen lieferte und der Fischfang vor der Haustüre möglich machten, sind seit der Rheinkorrektion nicht mehr vorhanden. Große keltische Städte lagen auf dem Limberg bei Sasbach, bei Burkheim und in Breisach.
Der Kaiserstuhl war bis zur Ankunft der Römer dicht besiedelt. Das ursprünglich dichtere Siedlungsbild hat sich aber nach der alemannischen Landnahme im 4. und 5. Jahrhundert n. Chr. aufgelockert und erst wieder im Mittelalter neu entwickelt. Zahlreiche Siedlungen verschwanden und nur die ehemals zugehörigen Gräberfelder vermitteln noch heute ein Bild aus der frühzeitlichen Siedlungsgeschichte.
Der Kaiserstuhl sorgt regelmäßig für heiße Nachrichten, denn klimatisch zählt das Kaiserstuhlgebiet zu den wärmsten Orten Deutschlands und durch seine mit Löss bedeckten vulkanischen Böden ist er ein sehr gutes Weinanbaugebiet. Er liegt im Regenschatten der Vogesen, dem wärmenden Einfluss der Burgundische Pforte und hat ein trockenheißes Klima, wie man es sonst eher im mediterranen Raum erwarten würde.
Das Klima des Kaiserstuhls erklärt die große Fülle an wärmeliebender Flora und Fauna, die man sont in Deutschland so gut wie nirgends findet. Der Kaiserstuhl und die nahe Region gehört aufgrund der klimatischen Bedigungen zu den Regionen, wo man die Gottesanbeterin findet. Die Gottesanbeterin hat ihren Namen von ihrer Körperhaltung erhalten, denn sie hat ihre Vorderbeine oft angewinkelt, als würde sie beten.
Wandern am Kaiserstuhl ist ein besonderes Erlebnis. Das liegt nicht nur an der einzigartigen Landschaft und den vielen Winzerdörfern mit ihren verwinkelten Gassen und Gasthäusern zum Einkehren, sondern auch an den bestens erschlossenen Wanderwegen mit Informationstafeln zu Natur, Historie und Wirtschaftsgeschichte. Am besten geeignet für eine kurze Wanderung ist einer der lokalen Themenpfade. Für Tagestouren nimmt man am besten eine der so genannten Themenachsen, die durch und über den Kaiserstuhl führen.
Breisach am Rhein
Breisach ist eine geschichtsträchtige Stadt mit vielen historischen Baudenkmälern. Schon von weitem sichtbar ist das Wahrzeichen der Europastadt, das St. Stephansmünster. Vom Münsterplatz genießt man einen herrlichen Ausblick auf den westlichen Kaiserstuhl, über die Rheinebene bis zum Schwarzwald und den Vogesen.
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Burkheim am Kaiserstuhl
Das romantische Weinstädtle Burkheim liegt malerisch am Westrand des Kaiserstuhls. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert aus dem Jahre 762 n. Chr.. Die Erhebung des Ortes zur Stadt erfolgte um 1348.
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Endingen am Kaiserstuhl
Endingen ist eine Stadt am nördlichen Rand des Kaiserstuhls mit vielen historischen Fachwerkhäusern und einem bedeutenden Museum, dem Vorderösterreich-Museum.. Der heutige mittelalterliche Stadtkern Endingens hat seine Wurzeln im 13. Jahrhundert. Damals wurden im Rahmen der Stadtrechtsverleihung 1285 drei bis Dato getrennte Siedlungen durch die Stadtmauer vereinigt. Zwei katholische Gotteshäuser in der Altstadt zeigen diese Situation noch heute.
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Kiechlinsbergen
Der Winzerort Kiechlinsbergen wurde 862 n. Chr. erstmals als "Bergen" schriftlich genannt. Später ergänzten die Herren von Küchlin den Ort um ihren Familiennamen. Das Ortsbild Kiechlinsbergens wird geprägt von Fachwerkbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert, sogar ein Schloss befindet sich im Ort.
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Kulinarische Kaiserstuhl
Seit 2003 gibt es eine Internetportal für Gastronomen am Kaiserstuhl und der näheren Umgebung. Der "Kulinarische Kaiserstuhl" ist eine Vereinigung von rund 40 Gastronomie- und Hotelleriebetrieben.
» Der "Kulinarische Kaiserstuhl" ...
Jechtingen am Kaiserstuhl
Jechtingen bildet mit Leiselheim und Sasbach die neue Gesamtgemeinde Sasbach. Die Winzergemeinde am Westrand des Kaiserstuhls blick auf eine lange Besiedlungsgeschichte zurück. In den 70er Jahren machte man die Entdeckung eines Gräberfeldes mit über 100 Gräbern, die aus der Zeit der sogenannten Rössner Kultur sind und damit aus der Jungsteinzeit stammen.
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Leiselheim am Kaiserstuhl
Leiselheim ist ein kleines Winzerdorf am Nordwestlichen Rand des Kaiserstuhls. Dort befindet sich die Reblage "Leiselheimer Gestühl". Gestühl bezeichnet ein Fürstengericht, das der deutsche König Otto III. 994 in Sasbach eingerufen hat. Hieraus entstand mit großer Wahrscheinlichkeit der Name "Kaiserstuhl".
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Löss am Kaiserstuhl
Der Kaiserstuhl ist heute von einer dicken Lössschicht bedeckt. Löss ist ein Lockersediment, welches durch Erosion anderer Gesteine entsteht und durch Windeinwirkung an seinen Ablagerungsort befördert wird. Der Löss am Kaiserstuhl entstand – wie im gesamten Randbereich der Oberrheinebene – während der letzten Eiszeit durch Auswehung von Lockersediment aus dem Rheinschlamm.
» Löss am Kaiserstuhl ...
Michaelsberg
Als Michaelsberg bezeichnet man eine Erhebung bei Riegel am Nordostrand des Kaiserstuhls. Der Riegeler Michaelsberg ist aber nicht vulkanischen Ursprungs, sondern ein Kalkstein aus dem Mitteljura.
» Der Michaelsberg bei Riegel am Kaiserstuhl ...
Nimburg beim Kaiserstuhl
Nimburg liegt nicht direkt am Kaiserstuhl, gehört aber kulturhistorisch zu Kaiserstuhl dazu. Zusammen mit Köndringen, Heimbach und Bottingen ist Nimburg seit der Gemeindereform 1975 Teil der Gesamtgemeinde Teningen. Südlich des Dorfes erstreckt sich ein niedriger Hügel, auch Marchhügel genannt, an dessen nördlichster Ausläufer die Burg der Grafen von Nimburg stand.
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Obst & Wein
Der Wein- und Obstanbau sind die tragenden kulturlandschaftlichen Elemente rund um den Kaiserstuhl. Sie waren schon sehr früh bedeutende Wirtschaftszweige für die Menschen.
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Rebenbummler
Am Nordostrand des Breisgaus umrundet eine historische Eisenbahn das kleine Gebirge Kaiserstuhl. Auf deren Gleisen fährt der Nostalgiezug mit dem schönen Namen Rebenbummler. Der Kaiserstuhl im nördlichen Breisgau ist daher nicht nur wegen der guten Weine ein lohnenswertes Reiseziel, auch Eisenbahnfreunde finden dort ihr ganz besonderes Erlebnis. Im Alltag verkehren auf den Gleisen der Kaiserstuhlbahn normalerweise die Triebwagen der Südwestdeutschen Eisenbahngesellschaft, doch an den Sommerwochenenden ist dort der Rebenbummler auf Fahrt.
» mehr Infos zum Rebenbummler ...
Rebflurbereinigung am Kaiserstuhl
Die Oberfläche des Kaiserstuhls wird schon seit Jahrtausenden vom Menschen verändert. Während in früheren Zeiten der Schutz vor Erosion und die Aufteilung in Parzellen für die Dorfbewohner im Vordergrund stand, kam im 20. Jahrhundert der großflächige Einsatz von Maschinen hinzu. Dazu musste die bisherige Kulturlandschaft des Menschen in eine maschinengerechte Form gebracht werden.
» Rebflurbereinigung am Kaiserstuhl ...
Römer am Kaiserstuhl
Die Römer versuchten bereits unter ihrem Feldherr und späteren Kaiser Julius Cäsar während der gallischen Kriege den Oberrhein zu erobern. 58 v. Chr. fand bei Mühlhausen im Südelsass eine bedeutende Schlacht zwischen Caesar und seinem germanischen (suebischen) Widersacher Ariovist statt. Caesar konnte zwar die Schlacht für sich entscheiden und einige Jahrzehnte später war der Oberhein in römischer Hand. Dabei spielte der Kaiserstuhl eine Bedeutende Rolle.
» Die Römer am Kaiserstuhl ...
Sasbach am Kaiserstuhl
Sasbach liegt am nordwestlichen Zipfel des Kaiserstuhls. Die Gemeinde mit ihren Ortsteilen Leiselheim und Jechtingen ist vor allem für ihren Wein und blühende Kirschbäume bekannt.
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Sponeck Burg
Zwischen den Altrheinarmen und den Westhängen des Kaiserstuhls erhebt sich aus der Ebene der Turm der Ruine Sponeck. Den Namen bekam diese Burg vom ersten Lehensträger, Ritter Hildebrand Spenlin. Im 30jährigen Krieg wurde die Burg zur Ruine.
» Die Burg Sponeck am Kaiserstuhl ...
Tuniberg
Der Tuniberg ist eine Erhebung im Breisgau, zwischen Schwarzwald und Rhein gelegen. Er gilt als kleiner Bruder des weitaus bekannteren Kaiserstuhls. Der Tuniberg hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 9 Kilometer und eine Ost-West-Ausdehnung von zirka 3 Kilometer. Rund um den Tuniberg liegen die Gmeienden Merdingen und Gottenheim sowie die zu Freiburg im Breisgau gehörenden Ortsteile Waltershofen, Opfingen, Tiengen und Munzingen. Am südwestlichen Zipfelliegen die Stadtteile Oberrimsingen und Niederrimsingen, die zu Breisach am Rhein gehören.
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Vogtsburg am Kaiserstuhl
Die Stadt Vogtsburg erstreckt sich mit seinen zahlreichen Ortsteilen im Herzen und am Westrand des Kaiserstuhls. Das späte Mittelalter hinterließ in den Stadtteilen Vogtsburgs viele Spuren. In der romanischen Wehrkirche St. Michael in Niederrotweil kann man neben herrlichen Fresken und einer wunderbaren Barockorgel ein Hauptwerk der deutschen Schnitzkunst bestaunen, den Marienaltar des Meisters HL, der auch den Altar des Breisacher Münsters schuf.
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Weinbau am Tuniberg
Die älteste Urkunde über den Weinbau am Tuniberg stammt aus dem Jahre 888 n.Chr. Der überwiegende Teil der rund 1070 ha Rebflächen wird von den Winzern der acht Tuniberger Genossenschaften bewirtschaftet, deren Weine im Badischen Winzerkeller ausgebaut werden. Der Tuniberg wird aufgrund seines hohen Burgundertrauben-Anteils zusammen mit dem Kaiserstuhl gerne als die Burgunder-Oase Badens genannt.
» Weinbau am Tuniberg ...
Weinbaumuseum Achkarren
Weininteressierte werden um einen Besuch im Kaiserstühler Weinbaumuseum in Achkarren nicht herumkommen. Das Museum ist in der alten Achkarrer Zehntscheuer beheimatet. Im Museumskeller sind Handwerkszeug, typisch alte Weinbaugerätschaften, Keltern und Pressen ausgestellt. Es fällt nicht schwer nachzuempfinden, wie hart und mühevoll die Arbeit in früheren Zeiten für die Menschen gewesen sein muss.
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» Das Hochwasser von 1302 ...
» Kirchen und Kapellen am Kaiserstuhl ...
























