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Fridig | 03.09.10 | 11:25

Sponeck Burg

Impressionen 
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Die Burg Sponeck, vermutlich im 12. Jahrhundert n. Chr. neu errichtet, hat eine weitaus ältere Geschichte, als man zuerst vermuten mag. Sie reicht nachweisbar in die Zeit der Römer zurück, was durch zahlreiche, heute wieder sichtbare, archäologische Ausgrabungen nachgewiesen wurde.

Zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert n. Chr. befand sich an jener Stelle westlich von Jechtingen neben dem Rheinübergang bei Breisach im Süden und bei Sasbach weiter im Norden eine Möglichkeit, den Rhein sicher zu überqueren.

Römische Soldaten bauten zum Schutz des Überganges eine befestigte Anlage. Durch die Anhebung, auf der sich die Burg befindet, ist es auch nicht auszuschließen, dass sich dort schon vor den Römern eine kleine keltische Fischersiedlung befand. Erst durch die Rheinbegradigung durch Tulla ist die Anhöhe nicht mehr direkt von Wasserläufen des Rheins umgeben.

Burg Sponeck


Die vermutlich im 12. Jahrhundert erbaute Burg ist auf den Ritter Spenli aus Breisach zurückzuführen. Er ist auch der Namensgeber der Burg Sponeck. Die strategische, aber auch die finanzielle Bedeutung der Anlage, war den jeweiligen Landesherren wohl bekannt und somit war die Burg lange Zeit ein Reichslehen (im Besitz des Königs).

Über die Jahrhunderte hinweg wechselten dennoch öfters die Lehensbesitzer Vorort. Unter anderem besaßen das Burgrecht die Markgrafen von Hachberg, die Grafen von Württemberg, die Herren von Ow, die Herrschaft Burkheim und die Herzöge von Österreich.

Doch im 16. Jahrhundert endete die Bedeutung des Rheinübergangs am Fuße der Burg. Das Interesse an der Burg, durch Einnahmen an Zöllen und Fährgeld bisher gewährleistet, versiegte und damit auch der Zustand der Burg. Sie verfiel zusehends und im Dreißigjährigen Krieg wurde sie letztendlich durch vorbeiziehende Truppen verwüstet und verkam danach als Steinbruch.

Im Jahr 1807 übergab man die Burg dem Großherzogtum Baden. 1917 erwarb der Maler Hans Adolf Bühler die Reste der einstigen Burganlage. Er baute sich den heute sichtbaren Burgturm neu und zog mit seinem Atelier in die alten, restaurierten Gemäuer ein.

Bis heute ist die Burganlage im Besitz der Familie. Später entdeckte man auf dem Burgareal sogar Reste der früheren römischen Siedlung. Sie sind zwar nur spärlich, dennoch einen Blick wert.

Die Burg und das Gelände mit den römischen Ausgrabungen sind wie bereits erwähnt in Privatbesitz. Dennoch ist es möglich, den Turm und das Areal von außen zu betrachten. Ein Weg geht links an der Burg vorbei den Berg hinauf. Irgendwann kommt recht am Weg eine Sitzbank mit Informationstafel.

Römische Mauerreste bei Burg Sponeck





 

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