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Burg Hornberg (Schwarzwald)

Die Burgruine Hornberg liegt auf einem schroffen Felssporn rund 100 Meter steil oberhalb der gleichnamigen Ortschaft im Gutachtal. Die Wurzeln der Burganalge stammen aus dem Mittelalter und gehen auf das Adelsgeschlecht der Herren von Hornberg zurück. Um 1100 entstand auf dem unteren Schlossfelsen bei Althornberg, das heute auf der Gemarkung von Gremmelsbach bei Triberg liegt, die erste Burg der Herren von Hornberg. Das Herrschaftsgebiet Herren von Hornberg erstreckte sich über das Gutachtal von Quelle bei Schönwald bis zur Mündung nördlich von Gutach und darüber hinaus seine zahlreichen Seitentäler umfasste. Rund 100 Jahre später verlegten die Herren von Hornberg nach einer Herrschaftsteilung Ihren Sitz auf den heutigen Schlossberg und begründeten zu Füßen der neuen Burg eine kleine Stadt, die bis Mitte des 19. Jahrhunderts im mittelalterlichen Stil ummauert war. Die Bevölkerung lebe vor allem vom Durchgangsverkehr, der hier, vor dem steilen Aufstieg durch das Schwanen- und später durch das Reichenbachtal, einen Vorspann vor die Kutschen, Übernachtungsmöglichkeiten, Geleit und Verpflegung benötigte. Im Jahr 1383 verbrannten die Straßburger nach einem Streit mit den Herren von Hornberger die Stadt. Zwischen den Jahren 1423 und 1448 ging die Herrschaft Hornberg Stück um Stück in den Besitz der Grafen von Württemberg über und Hornberg wurde schließlich Sitz eines württembergischen Obervogtes. Während der Reformation im Südwesten Deutschlands spielte die Burg Hornberg für den deutschen Südwesten eine bedeutende Rolle. Genauso, wie die mächtige Wartburg dem Reformator Martin Luther Schutz vor der päpstlichen Gewalt bot, so bargen die Mauern von Schloss Hornberg den Reformator des Südwestens, Johannes Brenz. In der Tarnung als Burgvogt "Huldreich Engster" verbrachte Johannes Brenz zwei wichtige Jahre zwischen 1548 - 1550 zu seinem Schutz vor Verfolgung auf Schloss Hornberg und nutzte den Aufenthalt für seine reformatorische Arbeit.

Er verfasste wichtige theologische Schriften. Der schwäbische Reformator wirkte seit 1522 als reformatorischer Prediger vor allem in Württemberg, war Berater Herzog Ulrichs bei der Einführung der Reformation und baute die evangelische Landeskirche auf. Im Jahr 1535 führte der württembergische Herzog Ulrich hier wie in seinem gesamten Herzogtum schließlich die Reformation ein. Im Dreißigjährigen Krieg hatte die Stadt und die Burg unter Truppendurchzügen und Plünderungen zu leiden. Über das Kinzigtal und Hornberg marschierten ständig Truppen aus der Rheinebene auf die Baar, den Bodenseeraum und die schwäbische Alp. Seit 1700 war Hornberg Station der Thurn- und Taxischen Reichspoststrecke Straßburg- Villingen- Ulm- München. Im Zuge der territorialen Reformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam Hornberg 1810 zu Baden. Von 1776 bis 1787 diente das in der Barockzeit am Rande der alten Burganlage umgebaute Schloss Hornberg mit einem kleinem Hofstaat als Alterssitz der Fürstin Auguste Elisabeth von Thurn und Taxis. Aus der Zeit stammen der gepflegte Schlosspark um die Reste der alten Burg mit der herrlichen Aussicht über die Stadt und die ringsherum liegenden Schwarzwaldhöhen. Als Folge der Französischen Revolution fand 1792 auf Schloss Hornberg unter Leitung des Bischofs von Straßburg ein wichtiger Kongress der verschiedenen Kleinstaaten der Schwäbischen und Oberrheinischen Reichskreise statt, auf den Maßnahmen mit dem Ziel der Abschottung gegen die Französische Revolution besprochen wurden. Nachdem der Bau der Schwarzwaldbahn zwischen 1866 und 1873 kam ein stets wachsender Anzahl von Feriengästen nach Hornberg. Es wurde 1896 auf dem Schlossberg auf den Mauern ehemaliger Schlossgebäude ein neues herrschaftliches Schlosshotel als Familienhotel eröffnet. Zuletzt in den Jahren 1978 und 1993 wurde das Hotel ausgebaut und renoviert.
Burg Hornberg

Foto: Burg Hornberg

Bilder Burg Hornberg

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