Holzhausen
Holzhausen liegt am nordöstlichen Rand des Nimbergs und wird im Jahr 849 als "Holzoveshusen" urkundlich erstmals genannt. Im Mittelalter war es das starke regionale Adelsgeschlecht der Üsenberger, die im Holzhausen Herrschaftsrechte ausübten. Die Üsenberger Grafen hatten zahlreiche Güter rund um den
Kaiserstuhl und in
Kenzingen samt Hinterland.
Gegen Ende des 14. Jahrhunderts starb der Familienzweig aus. Die Nachfolge der Üsenberger trat der mächtige Familienclan der Schnewlin von Landeck an, bis schließlich im Jahr 1491 das kaiserliche Lehen Holzhausen an
Konrad Stürzel übertragen wurde. Im Jahr 1549 erwarb der Vizekanzler der vorderösterreichischen Regierung im elsässischen Enzisheim, Matthias Held, die Herrschaft Holzhausen.
Einige Jahre später kam der Ort samt Ober- und Niederrreute durch Verkauf an die Familie Harsch. Sie bauten sich im Jahr 1750 in Holzhausen einen kleine
Herrschaftssitz, der heute noch im Herzen des Dorfes erhalten ist. Ihre herrschaftliche Rechte über Holzhausen gaben sie im Jahr 1838 auf, nachdem der Ort bereits im Jahr 1806 an das Großherzogtum Baden übergegangen war.
Durch Fusionsvertrag schloss sich Holzhausen am 1.12.1973 mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Buchheim, Hugstetten und Neuershausen zur Einheitsgemeinde March zusammen. Sehesnwert ist neben dem Schloss die
katholische Kirche Holzhausen, die dem heiligen heilige Pankratius geweiht ist. Der Nimberg lädt in direkter Umgebung zu ausgedehnten Spaziergängen ein mit tollen Ausblicken auf den Kaiserstuhl und die Breisgauer Bucht.