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Samschdig | 25.10.14 | 20:57
Baden-Württemberg

Heuweiler

Heuweiler ist eine beliebte Wohngemeinde, die landschaftlich reizvoll am Fuße des Schwarzwaldes und Ausgang des Glottertals liegt. Beliebt ist Heuweiler auch für Ferienaufenthalte, da der Ort ein idealer Ausgangspunkt ist für Ausflüge in den Schwarzwald mit Kandel, Glottertal und Elztal, die Rheinebene, das Elsass und nach Freiburg. Heuweiler gehört mit seinen mittlerweile rund 1000 Einwohnern zu den kleinsten Gemeinden im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Der Ortsname Heuweiler hat nichts mit "Heu" zu tun. Viel mehr galt das Wort Hain oder Hau im Altdeutschen als geschlagener Wald. Früher hieß Heuweiler einfach Hainweiler, was übersetzt "Weiler im Hain" oder "Weiler am geschlagenen Wald" bedeutet. Ältere Bewohnern sprechen heute noch von ihrem "Haiwiller", der alemannischen Form von Heuweiler.

Die Gemeinde wird urkundlich bereits im frühen Mittelalter genannt. Besonders die Nähe zu Freiburg und die engen wirtschaftlichen Verflechtungen erscheinen oft in alten Schriften. So ist bekannt, dass Bewohner aus Heuweiler beispielsweise Transportdienste für Material einiger größerer Bauvorhaben übernahmen. So transponierte man unter anderem Steinmaterial für den Bau des Freiburger Münster wie auch für die Klosteranlage Tennenbach im Emmendinger Hinterland. Heuweiler gehörte um 1300 zum Besitz der Ritter Küchlin von Waldkirch. Der einstige Küchlinshof in Heuweiler gehörte noch im 16. Jahrhundert als Zubehör zur abgegangenen Küchlinsburg in Waldkirch. Oberlehensherren waren dann die Grafen von Freiburg. Ortsherrliche Rechte hatte im 15. Jahrhundert die Herrschaft Schwarzenberg inne. Wie die Breisgaumetropole Freiburg kam Heuweiler schließlich im 13. Jahrhundert unter die Herrschaft des Haus Habsburg. Manch alter Grenzstein auf der Gemarkung ist heute noch ein Beleg für die Jahrhunderte andauernde Zugehörigkeit zu Vorderösterreich. Ab 1805 gehörte Heuweiler schließlich inerhalb des Großherzogtums Baden zum Bezirksamt Waldkirch. Mit Gundelfingen verbindet Heuweiler heute eine Verwaltungsgemeinschaft, in der Heuweiler seine weitgehende Selbstständigkeit bewahren konnte.

Heuweiler gliedert sich historisch in drei Ortsteile. Das Kerndorf schart sich um die ältesten Höfe, wie dem Merzenhof, das Haus des "Altvogtshofes", dem Häberlehof (Englers) und dem Dörrhof sowie um das Rathaus und das Gasthaus "Zum Rebstock". Im Kerndorf steht auch die Pfarrkirche, das Wahrzeichen Heuweilers. Nördlich des Kerndorfes liegt Neuhäuser, an der alten Straße nach Glottertal. Südlich erstreckt sich das so genannte Hintertal, in dem Hinterheuweiler liegt. Eine kleine Straße führt durch diesen Ortsbereich ins benachbarte Wildtal, die von Wanderern und Fahrradfahrern gerne genutzt wird. Früher wurde rund um Heuweiler umfangreich Weinbau betrieben. Hauptrebsorten waren Ruländer und Spätburgunder. Auch heute noch werden an verschiedenen Stellen der Heuweiler Gemarkung Reben angebaut, allerdings besitzt der Weinbau nicht mehr den Stellenwert früherer Jahrunderte.
Heuweiler

Foto: Heuweiler

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