Gutach im Breisgau
Die Gemeinde Gutach im Breisgau liegt im vorderen Elztal, am Zusammenfluss der Flüsschen Wilde Gutach und Siegelbach mit der
Elz. Die Gemeinde erstreckt sich in Richtung Kandel, zum
Hörnleberg und mit einigen kleinen Weilern durch das Siegelauer Tal bis Oberspitzenbach.
Gutach besteht heute aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Gutach, Bleibach und Siegelau, die sich 1974 zur Einheitsgemeinde Gutach zusammenschlossen. Die Geschichte aller Gemeinden war stark geprägt durch das Frauenstift St. Margaretha in Waldkirch, das ab dem 10. Jahrhundert auf die Entwicklung des Elztals maßgeblich Einfluss genommen hat.
Die erstmalige urkundliche Nennung Gutachs findet sich im Jahr 1309 in einem topographischen Wörterbuch als "Guota". Die Gebiete rund um Gutach waren ein Bestandteil des
Maiertums Elztal, welches zum Klosters St. Margaretha gehörte. Erste Vögte waren die Herren von Schwarzenberg.
Ab 1350 ging das Maiertum in die Herrschaft der Herren Kastellberg über und im 16. Jahrhundert an die Habsburger. Die Gemeinden gehörten damit zur
Landgrafschaft Breisgau, bis sie 1805 dem Großherzogtum Baden zugeschlagen wurden. In der neueren Geschichte wurde Gutach vor allem durch die Firma Gütermann bekannt, die im Bereich der Seidenspinnerei und Weberei tätig war. Seit 1901 ist Gutach über die Elztalbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen.
Bleibach
Der Ortsteil Bleibach wird erstmals im Jahr 1178 in einer Bulle Papst Alexanders II. als Besitztum des Klosters St. Margareta zu Waldkirch als "Plybach" erwähnt. Eine Kirche in Bleibach wird erstmals 1350 bestätigt. Bleibach war stets ein Ansammlung von Bauernhöfen, die sich weitgehend großer politischer Ereignisse fern hielten. Dennoch wurde Bleibach im Dreißigjährigen Krieg und in den französischen Revolutionskriegen zerstört, aber immer wieder aufgebaut.
Siegelau
Enges und schmales Tal in westlicher Richtung von Gutach. Ein Großteil von Siegelau gehörte früher zum Herrschaftsbereich der Kastelburg. Siegelau wurde erstmals 1251 als "Sigilnowe" urkundlich genannt. Im Jahr 1360 wird erstmals von einer Kirche im Ort berichtet.