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Gaggenau

Gaggenau ist eine Stadt im unteren Murgtal. "Blühende Stadt an der Murg", "Stadt im Grünen" oder "dynamische Industriestadt" – alles trifft irgendwie auf Gaggenau zu. Darüber hinaus gilt die große Kreisstadt - eingebettet zwischen Mahlberg und Merkur - als attraktiver Wohnort. Schon seit über 100 Jahren hat Gaggenau auch den Ruf, eine Automobilstadt zu sein. Gaggenau verfügt bis heute über große Industrieansiedlungen, ist nach der Kreisstadt Rastatt die zweitgrößte Stadt des Landkreises Rastatt und hat mit Bad Rotenfels, Freiolsheim, Hörden, Michelbach, Oberweier, Ottenau, Selbach und Sulzbach acht Stadtteile.

Gaggenau wird im Jahre 1243 als "Gaggenaw" erstmals urkundlich genannt. Die frühesten schriftlichen Zeugnisse über seine ehemals selbstständigen Dörfer und heutigen Stadtteile reichen für Rotenfels, den ältesten, bis ins 11. Jahrhundert und für Hörden, den jüngsten, bis ins 15. Jahrhundert zurück. Seit 1681 ist in Gaggenau ein Hammerwerk nachgewiesen - von keinem Geringeren als dem "Türkenlouis" im Zeitalter des Merkantilismus initiiert. Dieses Werk wird gerne als Grundpfeiler für die industrielle Entwicklung Gaggenaus angesehen. Die Lage im unteren Murgtal, gesegnet mit der Wasserkraft der Murg und den üppigen Wäldern der Umgebung begünstigten das Entstehen einer Industrie.

Für den Beginn des Glashüttenwesens steht die im Jahre 1772 von Anton Rindeschwender veranlasste Verlagerung einer 1698 in Mittelberg errichteten Glashütte nach Gaggenau. Seine 1752 beginnende und mehr als 50-jährige Ära als Schultheiß und Oberschultheiß steht für ein weiteres Kapitel Gaggenauer Wirtschaftsgeschichte. Im Jahr 1773 errichtet Rindeschwender in Höhe des heutigen Glaserstegs die Glashüttensiedlung. Diese Glashüttensiedlung umfasste neben Glashütte und Herrenhaus auch eine Wohnsiedlung und erinnert mit ihren teilweise bis heute erhaltenen Fachwerkhäusern an ein bedeutendes frühindustrielles Unternehmen.

Für die eigentliche Industrialisierung im Rahmen der Gründerjahre werden Michael Flürscheims Eisenwerke, die auf das markgräfliche Hammerwerk zurückgehen, ab 1873 zum klassischen Beispiel. Dieser Frankfurter Kaufmann erweitert sein Unternehmen zum ersten Gaggenauer Großbetrieb, der 1889 bereits mehr als 1.000 Arbeitskräfte beschäftigt. Damit stieg Gaggenau zum industriellen Zentrum des Murgtals und Mittelbadens auf.

Bereits einige Jahre später begann die Tradition des heimischen Fahrzeugbaus. In Bergmann`s Industriewerken, dem 1894 gegründeten Unternehmen, entsteht 1895 unter dem renommierten Namen "Orient-Express" der erste marktfähige Benzinkraftwagen. Nach Benz, Daimler und Lutzmann gilt Theodor Bergmann als der vierte Wegbereiter der Deutschen Automobilindustrie. Viele kleine Ortsansässige Unternehmen wurden 1911 von der Firma Benz & Co in Mannheim übernommen. 1922 wurde Gaggenau aufgrund seiner dynamischen Entwicklung zur Stadt erhoben. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zu etwa fast zwei Drittel zerstört. Anfang der 1970er Jahre wurden sechs Umlandgemeinden nach Gaggenau eingegliedert, wodurch sich die Einwohnerzahl und die Gemarkungsfläche stark vergrößerte.


Bad-Rotenfels
Bad-Rotenfels, seit 1970 Stadtteil, wird in einem kaiserlichen Schenkungsbrief bereits im Jahre 1041 genannt, liegt nordwestlich der Kernstadt.Von hier aus nimmt nicht nur die Missionierung des badischen Murgtals ihren Ausgang, sondern hier wird auch seine Mutterkirche errichtet. Das Kirchengebäude in seiner heutigen Architektur stammt aus dem Jahr 1762 und zählt zumindest in unserer Region zu den Kleinoden barocker Baukunst. Fünf Jahre später wird es am 17. Mai dem Heiligen St. Laurentius geweiht.

Freiolsheim
Der Stadtteil Freiolsheim liegt nordöstlich der Kernstadt Gaggenau im Moosalbtal und wurde 1971 eingemeindet. Freiolsheim nennt sich auch die Sonnenterrasse von Gaggenau. Der Ort ist Ausgangspunkt für schöne Wanderungen ins Mahlberggebiet und herrliche Ausblicke ins Murg- und Rheintal.

Hörden
Der Stadtteil Hörden liegt südlich der Kernstadt Gaggenau und blickt auf eine lange Flößertradition zurück. Mit Ottenau ist Hörden fast durchgehend mit Gaggenau zusammengewachsen.

Michelbach
Michelbach ist seit 1975 ein Stadtteil von Gaggenau und liegt im lieblichen Seitental des Michelbaches, zu Füßen des Mahlberges und des Bernsteines. Das Dorf zeigt sich als liebevoll gepflegtes, sehr schönes Fachwerkdorf mit historischem Ortskern. Sehenswert ist das Michelbacher Heimatmuseum mit seinem "Backhiesl" und Kräutergarten, der Dorflehrpfad, die Pfarrkirche mit historischem Wehrturm sowie der Pfarrgarten mit seinem Ziehbrunnen.

Moosbronn
Moosbronn liegt im Moosalbtal und ist der kleinste Stadtteil von Gaggenau. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Wallfahrtskirche "Maria Hilf" und die sagenumwobene Lindenquelle. In Moosbronn ist auch ein Islandpferdegestüt auf dem Mönchhof beheimatet, das zugleich auch Drehort der Fernsehserie-Serie "Fest im Sattel" ist. Rund um Moosbronn befinden sich gut markierte Rund- und Panoramawander- und Spazierwege. Beliebtes Ziel ist unter anderem der Mahlberg mit seinen 611 Metern Höhe mit Aussichtsturm und mit herrlichem Rundblick auf die Berge des nördlichen Schwarzwaldes.

Oberweier
Oberweier liegt nördlich der Kernstadt Gaggenau uns ist seit 1971 Stadtteil derselben. Das Keschtedorf, wie es sich gerne nennt, ist zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel. Zu Oberweier gehört auch das kleinere Niederweier.

Ottenau
Urkundlich ist Ottenau, das 1243 erstmals erwähnt worden ist, genauso alt wie Gaggenau. Beide Orte blicken auch durch ihre enge Nachbarschaft auf eine lange gemeinsame Geschichte zurück. Ottenau ist auch der älteste Stadtteil Gaggenaus. Bereits im Jahr 1935 beschloss das Badische Staatsministerium, dass Ottenau und Gaggenau zukünftig gemeinsame Wege gehen.

Selbach
Der Stadtteil Selbach liegt zwischen Gaggenau und Baden-Baden und ist seit 1970 eingemeindet. Hier steht im Dorfkern mit St. Nikolaus eine der ältesten Pfarrkirchen des Murgtales aus dem Jahre 1756. Selbach ist der Ausgangspunkt für viele schöne Tageswanderungen, so beispielsweise zur Burgruine Ebersteinburg.

Sulzbach
Sulzbach ist ein schönes Fachwerkdorf und liegt in einem weiteren Seitental westlich der Kernstadt Gaggenau. Die Eingemeindung nach Gaggenau fand 1973 statt. Das Dorf lädt zum Verweilen ein und ist gleichzeitig Ausgangspunkt für Wanderungen im Gebiet rechts der Murg. Rund um Sulzbach gibt es gepflegte Wander- und Spazierwege.

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