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Freudenstadt im Schwarzwald

Freudenstadt im Schwarzwald - mit 730 Meter über dem Meeresspiegel die höchstgelegene Stadt Württembergs und gerne als heimliche Hauptstadt des Schwarzwalds gesehen - ist Endpunkt der traditionellen Schwarzwaldhochstraße. Sie führt jedes Jahr zig Tausende Besucher von Baden-Baden über die Höhen des Schwarzwaldes bis nach Freudenstadt. Die Stadt Freudenstadt ist heute Sitz des Landratsamtes des Landkreises Freudenstadt und seit dem 1. Januar 1988 Große Kreisstadt. Mit den Gemeinden Bad Rippoldsau-Schapbach und Seewald hat die Stadt Freudenstadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart. Freudenstadt liegt zudem mitten im Herzen vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und ist ein Eingangsportal zu diesem einmalig schönen Naturraum.

Das Stadtgebiet von Freudenstadt gliedert sich aktuell in die Kernstadt und die Stadtteile Dietersweiler mit Lauterbad, Igelsberg, Grüntal mit Frutenhof, Kniebis, Musbach mit Obermusbach und Untermusbach sowie Wittlensweiler. Alle Ortsteile waren früher selbstständige Gemeinden. Der Kniebis war politisch vor der Gemeindereform dreigeteilt: in den Baiersbronner, den Freudenstädter Kniebis und den Bad Rippoldsau zugehörigen Teil. Heute ist der Kniebis als Stadtteil von Freudenstadt vereint. Bekannt ist Freudenstadt auch als Stadt mit dem größten Marktplatz Deutschlands, der sich auf einer Fläche von 219 x 216 Metern erstreckt. Erbaut wurde Freudenstadt nach den Plänen des Baumeisters Heinrich Schickhardt. Typisch sind die Arkaden der Markthäuser, die heute zum gemütlichen Stadtbummel einladen.

Freudenstadt zählt zu den ältesten regelmäßigen Stadtanlagen nördlich der Alpen im Stil der Spätrenaissance. Um den Silberbergbau im menschenfernen St. Christophstal - das heute ein Stadtteil von Freudenstadt ist, zu fördern, ließ Herzog Friedrich seinen Baumeister Heinrich Schickhardt eine Stadt im Schwarzwald bauen. Das erbaute Freudenstadt hatte zu Beginn im herzen drei mühlbrettartige Häuserzeilen, die innerste mit Arkaden, um einen riesigen Marktplatz von je 225 Meter Länge. Das ursprünglich geplante Schloss wurde aber darauf nie gebaut.

Mit den Bauarbeiten wurde am 22. 3. 1599 begonnen, bei der Grundsteinlegung der Kirche am 2. 5.1601 erhielt die Stadt ihren Namen. Als bald auch vertriebene Evangelische aus Steiermark und Kärnten ins neue Freudenstadt herzogen, wurde eine weite Zeile hinzugefügt. Als der Gönner und Herzog im Jahr 1608 starb, hatte Freudenstadt bereits über 2000 Einwohner. Im Tal entstanden neben den Hüttenwerken und einer Münze - die den Christophstaler herstellte, Hammerwerke. Allerdings verlor der Bergau bald an Bedeutung. An diese Zeit erinnert nur noch eine Münzmeisterbehausung von 1627, die heute Bärenschlößle genannt wird.

Eine neue kurzfristige Blüte brachte um 1670 der Festungsbau. Von den damaligen Stadttoren ist leider nichts mehr erhalten, denn sie wurden 1870 vollends abgetragen. Der Pass- und Grenzort zwischen Württemberg und den angrenzenden fürstenbergischen, vorderösterreichischen und badischen Gebieten zog in der Folge Freund und Feind an. Trotzdem brachte Ende des 18. Jahrhunderts der Fleiß der Fuhrleute, Tuchmacher, Nagel- und Messerschmiede bescheidenen Wohlstand, wovon erhaltene Rokokobrunnen auf dem Marktplatz zeugen.

Entscheidende Impulse für die Entwicklung zum Fremdenverkehrsort gab der Stadtschultheiß Hartranft (1880-1910), der mit wenigen Mitstreitern aus der abgelegenen Schwarzwaldstadt den weltbekannten Kurort machten. Die Stadt wird seit 1878 durch die Gäubahn mit Stuttgart verbunden. Hotels wurden gebaut und ein Kurviertel entstand. Im April 1945 wurde die Altstadt von Freudenstadt fast völlig zerstört. 1949/54 bauten Bürgermeister Saam und Stadtbaurat Schweizer die alte Stadtanlage fast unverändert wieder auf. 1997 erhielt Freudenstadt das Prädikat "heilklimatischer Kneippkurort".


Dietersweiler
Der Stadtteil Dietersweiler liegt südöstlich von Freudenstadt. Zu Dietersweiler gehört der Weiler Lauterbad. Dietersweiler wurde 1347 erstmalig als "Dietrichsweiler" urkundlich genannt und ist möglicherweise eine Ausbausiedlung der fränkischen Zeit. Im Jahr 1392 wurde Dietersweiler, zusammen mit Wittlensweiler, von den Herren von Neuneck gekauft und 1511 an Württemberg weiterveräußert. 1806 wurde es nach Auflösung des Amts Dornstetten zum Oberamt Freudenstadt gegeben. Seit 1975 gehört Dietersweiler zu Freudenstadt.

Grüntal-Frutenhof
Der Stadtteil Grüntal-Frutenhof liegt nordöstlich von Freudenstadt. Grüntal wurde 1100 als "Grindelen" erstmalig urkundlich erwähnt. Daraus entstand 1278 "Gruntal" und erst später "Grüntal". Der Teilort Frutenhof wurde im Jahr 1470 urkundlich als Hof und Lehengut genannt. Beide Teilorte wurden mehrmals von ihren Lehnsherren verkauft. Mit der Verwaltungsreform Baden-Württemberg 1971 wurde Grüntal-Frutenhof zur Freudenstadt eingemeindet und ist seither ein Stadtteil.

Igelsberg
Der Stadtteil Igelsberg liegt nördlich von Freudenstadt auf einer Höhe von 721 ü. NN. Die Rodungssiedlung Igelsberg wird erstmals um 1230 als Illigsberg genannt, als Pfalzgraf Rudolf von Tübingen den Ort dem Hochstift Straßburg das Lehen übergab. Seit 1381 gehörte Igelsberg ganz zum Klosteramt Reichenbach und kam mit diesem 1595 an Württemberg. Ab 1807 gehörte Igelsberg zum Oberamt bzw. späteren Landkreis Freudenstadt.

Kniebis
Der Stadtteil Kniebis liegt westlich von Freudenstadt. Der ursprünglich dreigeteilte Kniebis befand sich einst auf den Gemarkungen von Freudenstadt, Baiersbronn und dem badischen Rippoldsau. Der Ursprung der Siedlung geht in das Mittelalter zurück. Um 1250 baute ein Mönch aus Herrenalb auf der Passhöhe eine Kapelle. Heute ist das Schwarzwalddorf Kniebis ein international bekannter Luftkurort und Wintersportplatz.

Musbach
Der Stadtteil Musbach liegt nordöstlich von Freudenstadt. Bis heute besteht Musbach immer noch aus Obermusbach und Untermusbach. Musbach mit seinen beiden Teilorten liegt idyllisch auf einer Hochfläche, umgeben von dichten Tannenwäldern und grünen Wiesen. Der Ortsteil Untermusbach wird erstmalig 1274 als "Muosbach" urkundlich genannt und war bereits Bestandteil des Herzogtums Württemberg. Der Ortsteil Obermusbach kam vermutlich von den Pfalzgrafen von Tübingen vor 1291 zum Benediktinerkloster Reichenbach und ging 1595 mit dem Kloster Reichenbach zusammen an Württemberg.

Wittlensweiler
Der Stadtteil Wittlensweiler liegt nordöstlich von Freudenstadt auf einer Höhe von 620 m. ü. NN. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts wird Witelineswilare erstmals urkundlich genannt. Im Jahr 1392 wurde Wittlensweiler zusammen mit Dietersweiler von den Herren von Lichtenfels an die Herren von Neuneck verkauft. 1473 kam Wittlensweiler in württembergischen Besitz und gehörte bis 1806 zum Amt Dornstetten. Von dort aus ging Wittlensweiler 1807 an das Oberamt und den späteren Landkreis Freudenstadt.

Zwieselberg
Der Stadtteil Zwieselberg liegt südwestlich von Freudenstadt auf einer Höhe von 850 Meter. Zwieselberg ist ein Naturparadies mit dichten Fichten- und Tannenwäldern. Oberhalb der Talsperre "Kleine Kinzig" genießt man einen guten Ausblick auf die Schwäbische Alb, den südlichen Schwarzwald und die Schweizer Alpen. 1926 wurde Zwieselberg politisch nach Freudenstadt eingemeindet. Zwieselberg geht geschichtlich auf das ausgehende 17. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1696 ließen sich einige Holzhauerfamilien aus Tirol auf dem Zwieselberg nieder. Sie wurden vom Kloster Rippoldsau als Holzhauer für den klostereigenen "Pfaffenwald" angeworben.

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