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Mittwuch | 01.10.14 | 01:56
Baden-Württemberg
Freiburg im Breisgau

Freiburg im Breisgau

Freiburg im Breisgau ist die größte Stadt im südwestlichen Baden-Württemberg und wird gerne als Schwarzwaldhauptstadt bezeichnet. Egal aus welcher Himmelsrichtung man anreist, die Stadt ist mit dem Schwarzwaldgebirge optisch eng verbunden. Von Osten her ragt sogar ein Ausläufer des Schwarzwaldes über den Schlossberg bis in die Altstadt hinein. Der südöstlich sich auf 1.284 Meter erhebende Schauinsland gehört zu den höchsten Gipfel des Schwarzwaldes und gehört zum Großteil zum Freiburger Stadtgebiet. Mit mehr als 1.000 Metern ist Freiburg unter den deutschen Städten jene mit dem größten Höhenunterschied innerhalb des Stadtgebiets. Durch die Stadt fließt die Dreisam, Naherholungsgebiet, Hauptverkehrsachse und Bächle-Wasserlieferant zugleich. Die Stadt Freiburg wurde im Jahr 1120 durch die Herzöge von Zähringen gegründet. Die ersten Bürger erhielten zu Beginn der Stadtgründung mehr Rechte als in anderen Städten, so dass sich Freiburg schnell zu einem bedeutenden Handelszentrum im Südwesten entwickelte. Die Zähringer Herrscher wohnten oberhalb der Altstadt in einer Burg auf dem heutigen Schlossberg.

Nach dem Tod des letzten Vertreters des Herzogsgeschlechts ging Freiburg an die Grafen von Urach über, die sich fortan Grafen von Freiburg nannten. Die Bürger der Stadt und die neuen Grafen kamen allerdings nie miteinander zurecht, so dass sich die Bürgerschaft im Jahr 1368 freiwillig unter die Herrschaft der Habsburger stellte. Sie blieben, abgesehen von kurzen Unterbrechungen, die nächsten 437 Jahre in Freiburg. Im Jahr 1457 wurde in Freiburg die Universität durch Albrecht VI. gegründet. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts vollendete man den im 13. Jahrhundert begonnene Münsterbau. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde Freiburg mehrfach durch fremde Truppen besetzt. Im Jahr 1677 wurde die Stadt durch Truppen von Ludwig IV. eingenommen und zu einer gigantischen Festungsanlage ausgebaut. Dabei fielen, abgesehen von der Schneckenvorstadt, alle alten Stadtgebiete dem Festungsbau zum Opfer.

In der nachfolgenden Zeit wechseln sich schließlich Frankreich und Habsburg als Herrscher über die Stadt ab. Mit dem Verlust des Elsass und des Sundgaus im Westfälischen Frieden an Frankreich wurde das rechtsrheinische Freiburg im Breisgau an Stelle von Ensisheim nicht nur Hauptstadt der vorderösterreichischen Lande, sondern auch Frontstadt. Trauriger Höhepunkt war die Sprengung der Festungsanlage durch französische Truppen im Jahr 1744/45, wodurch nicht nur das Festung und Schloss auf dem Freiburger Schlossberg, sondern auch die historische mittelalterliche Bausubstanz Freiburgs in großem Maße zerstört wurde. Im Jahr 1805 endet die österreichische (Habsburgerische) Herrschaft in Freiburg, dass seine Besitzungen unter dem Druck Napoleons an das Großherzogtum Baden abtreten musste. 1845 fuhr die erste Dampflok durch Freiburg, 1901 beförderte die elektrische Straßenbahn erste Passagiere und 1930 wird auf dem Freiburger Hausberg Schauinsland die Schauinslandbahn eröffnet.

Im November 1944 wird die Altstadt von Freiburg durch einen Luftangriff fast vollständig zerstört, abgesehen vom Freiburger Münster, des südlichen Münsterplatz und Teile von Oberlinden. In den folgenden Jahren versucht man, den Charakter der Altstadt wieder herzustellen. Kurzzeitig ist Freiburg Hauptstadt und Regierungssitz (Colombischlößle) des Landes Südbaden, später schließen sich die selbstständigen Staaten Südbaden, Nordbaden, Württemberg und Hohenzollern zum Bundesland Baden-Württemberg zusammen. Nach dem Abschluss der Gemeindereform im Jahr 1975 dehnt sich Freiburg aus dem traditionellen Stadtgebiet bis zum Tuniberg und in das Dreisamtal aus, nachdem umliegende Gemeinden, wie Munzingen, Opfingen oder Ebnet ihre Selbstständigkeit aufgaben und sich der Stadt anschlossen.


Albert-Ludwigs-Universität
Die Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau wurde am 21.09.1457 vom österreichischen Erzherzog Albrecht VI. gegründet, Die gehört zu den ältesten Universitäten im deutschen Sprachraum. Die Universitätseinrichtungen sind heute auf mehrere Standorte verteilt. Die Geistes- und Sozialwissenschaften sowie die Rechtswissenschaften sind in der Innenstadt angesiedelt. Die Naturwissenschaften befinden sich im Institutsviertelnördlich der Altstadt. Die Fakultät für Angewandte Wissenschaften (Informatik, Mikrosystemtechnik) hat sich im Freiburger Westen am Rand des Flugplatzgeländes angesiedelt. Das Universitätsklinikum Freiburg im westlichen Stadtgebiet - zwischen den Stadtteilen Stühlinger, Mooswaldsiedlung und Brühl-Beurbarung gelegen - bildet einen großen Komplex.


Benzhausen
Der kleine Ort Benzhausen liegt in einer Talmulde am östlichen Ausläufer der Marchhügel, nahe an der Autobahn A5. Benzhausen wird urkundlich erstmals im Jahr 788 n. Chr. als "Vilarium Benzeshusa" in einer Urkunde des Kloster St. Gallen genannt.

Betzenhausen
Betzenhausen liegt im Westen der Stadt Freiburg zwischen den Stadtteil Stühlinger und Lehen. Schon seit dem Mittelalter gehört das Dorf zu Freiburg. Nur zwischen 1806 und 1909 war Betzenhausen selbstständig. Urkundlich wird Betzenhausen erstmals um das Jahr 970.

Beurbarung
Die Beurbarung liegt nordwestlich der Altstadt und grenzt im Norden an Brühl-Güterbahnhof, an den Stadtteil Neuburg im Osten, an den Stühlinger im Süden und an das Flugplatzareal im Westen. Der Stadtteil entstand erst im 20. Jahrhundert.

Brühl
Der Stadtteil Brühl liegt westlich von Herdern und reicht vom Bahndamm bis in den Mooswald. Die südliche Grenze ist der Stühlinger wie auch die Beurbarung. Die nördliche Grenze ist der Stadtteil Zähringen ab der Tullastraße. Der Stadtteil entstand erst im 20. Jahrhundert.

Ebnet
Im Freiburger Osten liegt der Stadtteil Ebnet. Bereits im 12. Jahrhundert wird Ebnet im Besitz des Klosters St. Peter erwähnt. Dort erscheint der kleine Ort am Anfang des Dreisamtals in den Urkunden als "Ebenote". Ebnet ist erst seit 1974 ein Ortsteil von Freiburg.

Günterstal
Der südlichste Stadtteil Freiburgs ist das kleine und gemütliche Günterstal. Am Fuße des Schauinsland gelegen. Bis heute konnte der Ort seinen schönen dörflichen Charakter bewahren dank besonnener Bebauung und dem Erhalt der Wonnhaldewiesen. Im Jahr 804 wird Günterstal erstmals urkundlich genannt. Der kleine Ort wurde vor allem durch das Frauenkloster Günterstal geprägt. Die Eingemeindung nach Freiburg erfolgte im Jahr 1890.

Haslach
Das Dorf Haslach wurde bereits im Jahr 786 in den Urkunden des Klosters St. Gallen erwähnt und zählte zu den ältesten Dörfern des Breisgaus. Grundbesitz hatten hier seit dem frühen Mittelalter insbesondere die Klöster St. Gallen, St. Peter und St. Trudbert im Münstertal. Vom Dorf ist heute nichts mehr übrig geblieben, denn seit der Eingemeindung 1891 hat die Stadt das Dorf geschluckt.

Herdern
Das alte Winzerdorf Herdern liegt am Ausgang des Glasbachtals und gehört zu den am frühsten besiedelten Orten des heutigen Stadtkreises Freiburg. Urkundlich wird Herdern erstmals im Jahr 1008 erwähnt. Seit dem Jahr 1457 gehört das Dorf Herdern bereits zur Stadt Freiburg.

Hochdorf
Eine erste urkundlich Erwähnung von Hochdorf geht auf das Jahr 772 n. Chr. zurück. Ein alemannischer Adliger namens "Baducho" übertrug seinen Besitz in mehreren Orten der Region an das Kloster Lorsch. Der Bau der Autobahn A5 brachte seit 1960 zahlreiche landschaftlicher Veränderungen mit sich. Seit 1974 ist Hochdorf ein Stadtteil von Freiburg im Breisgau.

Altstadt Freiburg
Als Altstadt oder Innenstadt bezeichnet man den historischen Kern von Freiburg. Zwischen Schwabentor, Siegesdenkmal, Stadttheater und Martinstor befand sich der mittelalterliche Ortskern, der im Jahr 1120 als Marktflecken gegründet wurde.

Im Grün
Das Stadtviertel im Grün entstand auf den einstigen Clasisfeldern der Festungsanlage Vaubans in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Vor dem 17. Jahrhundert gehörte die Fläche zum Überschwemmungsgebiet der Dreisam.

Kappel
Kappel liegt in einem Seitental des Dreisamtals am Nordhang des Schauinslands. Eine erste urkundliche Erwähnung geht auf einen Verkauf des Dorfes im Jahr 1272 zurück.

Landwasser
Landwasser ist ein junger Stadtteil von Freiburg im Breisgau, der ab 1965 im Westen des Freiburger Stadtgebiets neu entstanden ist.

Lehen
Das einstige selbstständige Dorf Lehen liegt im Westen der Stadt Freiburg, zwischen der Dreisam und dem Lehener Berg, der sich mit rund 35 Metern gegenüber seiner Umgebung abhebt. Seit 1971 ist das im 13. Jahrhundert erstmals genannte Dorf Lehen ein Stadtteil von Freiburg im Breisgau.

Littenweiler
Littenweiler war einst ein Dorf vor den Toren Freiburgs. Doch seit der Eingemeindung im Jahr 1914 ist von dem alten Littenweiler so gut wie nichts mehr erhalten geblieben. Bis 1914 überwogen noch Bauernhäuser und Landwirtschaft, südlich der Alemannenstraße erstreckten sich bis zur Dreisam große Wiesen und Felder. Littenweiler wird erstmals im 11. Jahrhundert in den Urkunden des Klosters Einsiedeln erwähnt.

Munzingen
Der Ortsteil Munzingen liegt an der Südostspitze des Tunibergs, auf der schon von weitem die Erentrudiskapelle den Besucher als Markenzeichen des Ortes begrüßt. Munzingen wurde im Jahr 1973 nach Freiburg eingemeindet und ist der südlichste Stadtteil der Breisgaumetropole.

Neuburg
Vom Karlsplatz im Norden der Altstadt, vom Stadtgarten bis zum Alten Friedhof, von der Habsburgerstraße entlang des Institutsviertel, erstreckte sich einst die Vorstadt Neuburg. Die Neuburg entstand schon bald nach der Stadtgründung Freiburgs durch die Zähringer als nördliche Vorstadt. Sie entwickelte sich schnell als lebendiger Teil Freiburgs, in dem sich unter anderem auch das Armenspital und das Findelhaus befanden.

Oberau
Die Oberau ist ein Stadtteil von Freiburg im Breisgau. Der Stadtteil liegt südlich des Schlossbergs und des Hirzbergs. Die Oberau wird in seiner ganzen Ost-West-Ausdehnung von der Dreisam und dem Gewerbekanal durchflossen.

Opfingen
Die ehemals bäuerliche geprägte Tuniberggemeinde Opfingen ist seit 1971 ein Stadtteil von Freiburg. Schon von weitem begrüßt den Besucher die evangelische Pfarrkirche auf einem kleinen Bergvorsprung, die gleichzeitig den Ortsmittelpunkt von Opfingen markiert. Durch zahlreiche archäologische Funde rund um das Dorf kann man davon ausgehen, das schon während der Steinzeit Jäger und Sammler sich am bei Opfingen am Rande des Tunibergs niederließen.

Rieselfeld
Der Stadtteil Freiburg-Rieselfeld liegt im Westen der Stadt Freiburg, zwischen Tiergehege Mundenhof im Westen, Opfinger Straße nach Süden und der Besançonallee im Osten. 1891 erwarb die Stadt Freiburg das Areal im Westen der Stadt, um ein Feld zur Verrieselung der Abwässer zu schaffen. Der heutige Stadtteil Rieselfeld entstand, nachdem 1992 der "Städtebauliche Wettbewerb Rieselfeld" ausgeschrieben worden war.

St. Georgen
Historisch gesehen ist St. Georgen die Geschichte der alten Dörfer Wendlingen, Hardkirch und Uffhausen. Doch die Nähe der einzelnen Dörfer führte schon frühzeitlich dazu, dass sie Dörfer sich bereits im Mittelalter zusammenschlossen. im Jahr 1938 wurde St. Georgen zwangsweise zu Freiburg eingemeindet, obwohl die Bevölkerung dagegen war. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte man diesen Beschluss nicht mehr rückgängig.

Stühlinger
Bis in der Zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lagen westlich des Hauptbahnhofes große Wiesen und landwirtschaftlich genutzte Felder. Ab 1875 zwischen dem Bahnhofsgelände und der Eschholzstraße begann der Stühlinger langsam zu entstehen. Anders als bei historisch gewachsenen Dörfern, die einen alten Dorfkern besaßen, ging man im Stühlinger planmäßig vor. Die Straßen wurden in quadratischen Blöcken angelegt.

Tiengen
Tiengen am Tuniberg ist seit 1973 ein Ortsteil von Freiburg im Breisgau. Urkundlich wird die Tuniberggemeinde bereits im Jahr 888 erwähnt und zählt damit zu den ältesten urkundlich nachgewiesenen Orten des Breisgaus. Diese frühe urkundlich Nennung ist auf den Besitz des Klosters St. Gallen in der heutigen Schweiz zurückzuführen, das an der Ostseite des Tunibergs, also auch in in Tiengen, zahlreichen Grundbesitz hatte.

Vauban
Der Quartier Vauban im Freiburger Süden, zwischen den Stadtteilen Wiehre, St. Georgen und der Freiburger Nachbargemeinde Merzhausen im Hexental gelegen, gehört neben dem Riesenfeld zu den jungen Freiburger Stadtteilen.

Waldsee
Im Freiburger Osten liegt zwischen der Wiehre, Oberau und Littenweiler der junge Stadtteil Freiburg Waldsee. Zahlreiche Straßen wurden planmäßig zwischen den beiden großen Weltkriegen des 20. Jahrhunderts angelegt und zeigen Züge einer so genannten Gartenstadt. Im Ortsteil Waldsee liegt auch das badenova-Stadion, Spielstätte des Sportclub Freiburg.

Waltershofen
Seit 1972 gehört Waltershofen am Ostrand des Tunibergs zur Stadt Freiburg. Obwohl mit 1139 in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Ulrich erst sehr spät urkundlich erwähnt, ist die Umgebung von Waltershofen bereits von Kelten, Römern und schließlich Alemannen besiedelt worden.

Weingarten
Weingarten ist ein Stadtteil von Freiburg im Breisgau und hat rund 13.000 Einwohner. Es handelt sich dabei um einen sehr jungen Stadtteil, der ab 1963 mit dem Beginn des Bauabschnittes Binzengrün auf der Grünen Wiese erschlossen und bebaut wurde.

Wiehre
Die Wiehre zählt zu den größten Stadtteilen von Freiburg. Von Littenweiler und Waldsee im Osten bis zu den herrlichen Wonnhaldewiesen im Süden, angrenzend an die Innenstadt und Haslach und St. Georgen im Westen erstreckt sich der Stadtteil im Herzen von Freiburg. Urkundlich wird die Wiehre erstmals im Jahr 1008 erwähnt, als der Wildbann durch den König Heinrich II. an den Bischoff zu Basel verliehen wurde.

Zähringen
Zähringen ist der nördlichste Stadtteil von Freiburg und zählt zu den ältesten Orten in in der nachweisbaren Freiburger Geschichte. Rund um die Zähringer Burgberg fand man Spuren steinzeitlicher Bebauung, eine Besiedlung des Berges durch Kelten und später von alemannischer Siedlern folgten. Auch die die Geschichte der Herzöge von Zähringen im deutschen Südwesten beginnt mit der Burganlage oberhalb des ehemaligen Dorfes.
Stadttore Altstadt Freiburg

Foto: Stadttore Altstadt Freiburg

Bilder Freiburg im Breisgau

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