Endingen am Kaiserstuhl
Endingen ist eine Gemeinde im Landkreis Emmendingen und hat ein sehr schönes altes Ortsbild mit vielen Fachwerkhäusern aus dem 16. Jahrhundert. Der Kernort Endingen mit den Winzerdörfern Amoltern, Kiechlinsbergen und Königschaffhausen liegt am Nordrand des Kaiserstuhles. Höchster Punkt der Gemeinde ist der im Süden sich erhebende
Katharinenberg, auf dessen Spitze eine Kapelle steht. Mit 492 m Höhe ist der Katharinenberg zugleich der dritthöchste Gipfel des Kaiserstuhls.
Endingen gilt als eine der Hochburgen der
Alemannischen Fasnet, und wurde vor über 500 Jahren bereits für sein närrisches Treiben genannt. Im Mittelpunkt steht die Leitfigur der Jokili, über 800 Maskenträger tragen dieses Gewand.
Urkundlich erscheint das historische Winzerdorf wird bereits im 9. Jahrhundert n. Chr. urkundlich genannt. Einst stand hier in Endingen ein fränkischer Fronhof, den
Karl der Dicke im 9. Jahrhundert dem Kloster Andlau im Elsass schenkte. Dieser Vorgang wurde schriftlich festgehalten.
Zahlreiche archäologische Funde unterstreichen eine darüber hinaus eine Besiedlung Endingens seit der Steinzeit. Auch
Kelten und Römer hatten am Nordrand des Kaiserstuhls Spuren hinterlassen. Ab den 5. Jahrhunert n. Chr. lassen sich alemannische Siedler am Kaiserstuhl nieder, auch in Endingen. Davon zeugt heute noch die Endung " ingen" im Ortsnamen.
Im 10. Jahrhundert ging Endingen an das Kloster Einsiedeln in der heutigen Schweiz über. Im Mittelalter stand die Ortschaft unter dem Einfluss der
Herren von Üsenberg, einem regionalen Adelsgeschlecht. Sie bauten Endingen zu einer befestigten Stadt aus, umzogen es mit einer dicken Stadtmauer und versahen es mit zwei Stadttoren. Eines davon steht heute noch am westlichen Ortsausgang.
Das Stadtrecht erhielt Endingen im Jahr 1290. Als im Jahr 1379 der Üsenberger Familienzweig ausstarb gelangte die Kleinstadt unter habsburgische Herrschaft. In der Zeit von 1379 und 1805 unterstand Endingen dann bis zum Übergang an das Haus Baden herrschaftlich dem Haus Habsburg. Die vorderösterreichische Herrschaft in Endingen wird seit einigen Jahren unter anderem im Vorderösterreich-Museum dokumentiert, das sich in einem alten Fachwerkhaus aus dem Mittelalter befindet.
Viele der Fachwerkhäuser im Ortskern stammen noch aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Von den vier einstigen Stadttoren steht im Westen das 1581 erneuerte
Königsschaffhauser Tor. Besonders eindrucksvoll zeigt sich der Marktplatz mit den wichtigsten historischen Bauten. Hier steht das Kornhaus, ein stattlicher Bau von 1617 mit Staffelgiebel. Das Gebäude wurde 1974 zum Rathaus umgebaut.
Amoltern
Urkundlich wird Amoltern südwestlich von Endingen erstmals im Jahr 1150 genannt. Der Ort unterstand politisch bis ins 19. Jahrhundert dem Haus Habsburg.
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Kiechlinsbergen
Namensgeber des Ortes und Vögte im frühen Mittelalter waren die Ritter von Küchlin. Der Ort wird urkundlich erstmals im Jahr 862 n. Chr. erwähnt und kam Ende des 9. Jahrhunderts in den Besitz des Klosters Andlau im Elsass. Besonderes verwundernd und historisch bemerkenswert zugleich sind die vielen freien Bauern, die es über viele Jahrhundert im Ort gab und die sich über die Zeit hinweg ihre Freiheit erhalten konnten. Auch am
Bauernkrieg zu Beginn des 16. Jahrhunderts waren Kiechlinsberger aktiv beteiligt. Im Jahr 1806 wurde Kiechlinsbergen badisch.
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Königschaffhausen
Wie der Name schon vermuten lässt, gehörte der Ort im frühen Mittelalter zum Königsbesitz. Ab dem 15. Jahrhundert befand sich der Ort im Besitz der Markgrafen Baden-Hachberg.
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