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Mendig | 20.05.13 | 11:21
Baden-Württemberg

Hochburg

Die Hochburg zählte einst zu den größten Wehranlagen Süddeutschlands. Die Ruine liegt am Nordzipfel des Hachbergs zwischen Windenreute bei Emmendingen und der Gemeinde Sexau, beides Orte im Landkreis Emmendingen. Seit 1971 besteht zur Erhaltung der Hochburg der Verein zur Erhaltung der Ruine Hochburg e.V.. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die dem Land Baden-Württemberg gehörende Ruine zu erhalten und zu pflegen. Ein Burgmuseum informiert vor Ort über die Bau- und Entwicklungsgeschichte der Hochburg.

Bereits im 11. Jahrhundert ließen die Herzöge von Zähringen eine Burg auf dem Hornberg bauen. Die Markgrafen von Hachberg, erste Bewohner und vermutlich die Bauherren der ersten überlieferten Burg, waren Ministeriale der Zähringer Herzöge.

Die erste urkundliche Erwähnung geht auf eine Urkunde des Bischoff von Konstanz aus dem Jahre 1127 zurück. Schon Mitte des 12. Jahrhunderts geht die Burg in den Besitz der Markgrafen von Baden über. Dies Seitenlinie der Markgrafen von Baden, die nun auf der Burg wohnhaft ist, nennt sich von nun an "von Baden Hachberg". Doch die Markgrafen von Baden-Hachberg sind verschuldet und verarmen im Laufe der nächsten 2. Jahrhunderte.

Dies könnte auch im Zusammenhang mit dem Aussterben der Zähringer Herzöge stehen, die bereits Mitte des 13. Jahrhunderts keine Nachkommen mehr hatten und deren Erbe zunehmend verfiel. Die Burg wird 1415 vom Markgraf Bernhard von Baden von seinen veramten Verwandten abgekauft. Im Laufe der Zeit mausert sich die Burg nun wieder zu einer uneinnehmbaren Festung.

Hochburg auf dem Hachberg


Um 1424, es ist die Zeit der Kriege des Oberrheinischen Städtebundes gegen die Markgrafen von Baden, wird die Ortschaft Emmendingen zerstört, während die Burg sich unbeschadet halten kann. Sie dient in dieser Zeit auch der Emmendinger Bevölkerung als Fluchstätte in schwierigen Zeiten. Im Bauernkrieg 1525 versuchen die Bauern vergeblich, die Burg zu stürmen und zu zerstören. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts reicht die mittelalterliche Bauweise zur Verteidigung nicht mehr aus. Die Burg wird den militärischen Erfordernissen angepasst und die Anlage erhält mehrere Bastionen rund um die Burg herum.

Doch auch die dickste Mauern hält einer dauerhaften Belagerung nicht stand. So stehen Truppen im Dreißigjährigen Krieg 2 Jahre lang rund um die Hochburg, bis die Verteidiger sich ergaben und die Burg anschließend geschliffen (zerstört) wurde. Die Habsburger, zentrale politische Macht in Südbaden, kamen in Konflikt mit der aufstrebenden Großmacht Frankreich, so dass die Festung um 1665 an dieser strategisch wichtigen Stelle wieder aufgebaut und vergrößert wurde, da der Breisgau an der Grenze zu Frankreich strategisch wichtig war.

Allerdings wurde der Breisgau in einem Friedensabkommen Frankreich zugesprochen, so dass die Habsburger vorsorglich die gerade aufgebaute Festung wieder zum Großteil zerstörten. Was die Habsburger nicht zerstörten, sprengten 1688 schließlich Französische Truppen. Danach verfiel die Burg und wurde Teilweise als Steinbruch benutzt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts beginnen erste Maßnahmen zu Erhaltung der Burg. Seit 1971 arbeitet ein Verein ehrenamtlich zur Erhaltung und Betreuung der Burganlage. Sie freuen sich über jede Unterstützung.

Verein zur Erhaltung der Ruine Hochburg e.V.
79312 Emmendingen
www.hochburg.de
Hochburg

Foto: Hochburg

Bilder Hochburg bei Emmendingen

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