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Baden-Württemberg

Efringen-Kirchen

Die Gemeinde Efringen-Kirchen wurde im Zuge der Gemeindereform am 01.10.1974 aus den Gemeinden Blansingen, Efringen-Kirchen, Egringen, Huttingen, Istein, Kleinkems, Mappach, Welmlingen und Wintersweiler gebildet. Die Gemarkungen der Ortschaften erstrecken sich von der Schwarzwald-Vorbergzone zum Klotzengebiet und über die Niedertrasse bis zu den Niederungen der Rheinaue. Bereits 1942 wurden die selbstständigen Gemeinden Efringen und Kirchen, die heute für Außenstehende ohnehin nicht mehr durch die lückenlose Bebauung zu unterscheiden sind, zusammengelegt. 32 Jahre später kamen dann die anderen 9 Gemeinden hinzu.

Alle Gemeinden verbindet ihr hohes Alter, denn schon in der Steinzeit lebten und wirtschaften hier im äußersten Südwesten Baden-Württembergs Menschen. Dazu beigetragen hat auf der einen Seite die Nähe zum Rhein, das den Fischfang und den Handelskontakt mit benachbarten Regionen schnell ermöglichte. Auf der anderen Seite gab es einen begehrenswerten Rohstoff, den Jaspis (Ortsmuseum), welches die damaligen Menschen aus den Bergen kratzten. Jaspis ist ein Mineral, das sich leicht bearbeiten lässt und den früheren Menschen als Schmuck und Tauschmittel diente. Da er aber auch während der Steinzeit als wichtiges Werkzeug diente, wird er auch gerne "Stahl der Steinzeit" genannt.

Darüber hinaus der eine römische Befestigung, alemannische Gräber und eine bereits im 9. Jahrhundert dokumentierte Pfalz der Karolinger, daß die Region um Efringen-Kirchen schon in frühester Zeit eine Art "Verkehrsknotenpunkt" am Oberrhein bildete. Im 20. Jahrhundert lebte die Region besonders vom Kalkabbau. Kalk wird weiterverarbeitet zu Zement und dient als Grundstoff in der Eisen-, Stahl und Glasindustrie. Trotz der wirtschaftlichen Blüte zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wurde die Region durch ihre Grenznähe in beiden Weltkriegen hart getroffen und musste daher viel Leid ertragen. Heute ist besonders Efringen-Kirchen das Aushängeschild für Weine aus dem schönen Markgräflerland.

Auf eine lange Geschichte blicken die beiden großen Gotteshäuser zurück. Die evangelische Lutherkirche in Efringen-Kirchen geht auf das Jahr 1157 zurück. Das Langhaus wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts mit einer für die Kirchen im Markgrgäflerland typischen flachen Holzdecke ausgestattet. Hochinteressant ist der Kirchturm der evangelischen Christuskirche im Ortsteil Kirchen. Die alten Sandsteinquader mit Ritzzeichnungen müssen uralter Herkunft sein. Ähnliche Zeichnungen fand man unter anderem am Bergfried der Burgruine Rötteln oberhalb von Lörrach.


Blansingen
Urkundlich erstmals 1094 in Schenkungsurkunde "Blansingens" an das Kloster St. Georgen erwähnt. Seit 1113 im Besitz des Klosters St. Gallen, sind ab dem 14 Jahrhundert die Herren von Rödeln die Herrscher im Ort. Als "ingen"-Ort ist Blansingen eine alemannische Gründung. Doch die Funde in der Gegend belegen, das Menschen aus der Steinzeit auch Römer hier siedelten. Kultureller Höhepunkt des Ortes ist die alte Kirche mit den zahlreichen erhaltenen Fresken.

Efringen-Kirchen
Urkundlich erstmals 1113 erwähnt, hatte das Kloster St. Blasien im Mittelalter die Ortsherrschaft

Egringen
Die alemannische Ortsgründung kommt im 8. Jahrhundert in den Besitz des Klosters St. Gallen. Dieser Vorgang wurde 758 durch eine Urkunde bestätigt.

Huttingen
Besiedelt von Menschen in der Steinzeit, von Römern und Alemannen, wird der Ort erstmals 1274 beurkundet. Im 14 Jahrhundert erwerben die Bischöfe von Basel den Ort. Bis ins 18 Jahrhundert wird der Ort ständig von fremden Truppen zerstört, bis schließlich Huttlingen 1806 badisch wird.

Istein
Der Ort wird seit der Steinzeit durchgehend bewohnt. Neben Höhlen rund um den Isteiner Klotz war vor allem die Nähe zum Rhein, zum Wasser und zum Fischen, eine günstige Ausgangslage für die frühzeitige Besiedlung. Urkundlich wird der Ort erstmals 1139 erwähnt. Fast wäre Istein durch den Zweiten Weltkrieg ganz zerstört wurden. Doch mit Glück und dem geklungenen Wiederaufbau finden wir heute ein "schnuckligges Örtle" vor, das sogar unter Naturschutz steht.

Kleinkems
1086 erstmals urkundlich erwähnt, ist es ein Teil des Üsenberger Besitzes. Besondere Aufmerksamkeit bekam der Ort in den 30igern, als man eine steinzeitliche Höhle fand.

Mappach
Urkundlich erstmals 874 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erwähnt.

Maugenhardt
Urkundlich erstmals 830 in einer Schenkungsurkunde eines alemannische Adligen an das Kloster St. Gallen erwähnt.

Welmlingen
Urkundlich erstmals 1113 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster St. Blasien erwähnt.

Wintersweiler
Bereits 909 in einem St. Gallener Urkundebuch erwähnt, ist es vermutlich aus einem alemannischen Gutshof entstanden. Im Laufe der Jahrhunderte erwarben viele Adlige und Klöster Grundbesitz an dem Ort. Seit 1805 ist Wintersweiler badisch.
Efringen-Kirchen

Foto: Efringen-Kirchen

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