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Mendig | 15.09.14 | 11:28
Baden-Württemberg
Denzlingen

Denzlingen

Denzlingen ist am Eingang von Elztal und Glottertal die südlichste und mit rund 14.000 Einwohnern drittgrößte Gemeinde im Landkreis Emmendingen. Östlich von Denzlingen erhebt sich der 1243 Meter hohe Kandel, direkt vor der "Haustüre" das 292 Meter hohe Mauracher Hausbergle. Durch den Ort fließt die Glotter, die den Ort in ostwestlicher Richtung durchquert. Die kulturhistorischen Wahrzeichen der Gemeinde sind der Storchenturm im Unterdorf, die Kirche St. Georg mit ihrem einzigartigen Kirchenturm und die Ruine der St. Severins-Kapelle auf dem Mauracherberg.

Denzlingen gehört zu den alten Orten im Breisgau, den die Endung "ingen" deutet auf eine alemannische Ortsgründung aus dem 5. Jahrhundert hin. Der Ortsname leitet sich von einem damals führenden alemannischen Sippenmitglied ab, der vermutlich "Denzilo" hieß. Das mittelalterliche Denzlingen bestand später aus zwei getrennten Ansiedlungen. Nieder- und Oberdorf, beide an der Glotter gelegen, erstreckten sich entlang des alten Weges, der von Riegel am Kaiserstuhl ins Glottertal führte. Sie wuchsen im Lauf der Zeit zu einem langgestreckten Straßendorf zusammen, weshalb man oft von "Langendenzlingen" sprach.

Darüber hinaus fand man Spuren einer römischen Siedlung bzw. Gutshofes am Fuße des Mauracher Berges. Denzlingen wird als Ort allerdings erstmals im Jahre 984 n. Chr. urkundlich erwähnt. Im Mittelalter gehörte Denzlingen zum Königsgut und Kaiser Otto I. war Besitzer des alten Mauracher Hofs im Nordosten Denzlingens. Im Jahr 952 schenkte er diesen Hof, der auf römischen Ursprung zurückzuführen ist, dem Konstanzer Bischof. Zu den Grundbesitzern in Denzlingen zählte ebenso das Kloster Einsiedeln in der Schweiz und St. Trudbert aus dem Münstertal. Auf dem Mauracher Bergle befand sich um das Jahr 1000 eine kleine Kirche (Sankt Severin) , möglicherweise auch eine kleine klösterliche Gemeinde.

Im 12. Jahrhundert übernahmen die Zähringer die Herrschaft über Denzlingen, bis das Dorf schließlich an die Markgrafschaft von Hachberg überging. Aus dem Mittelalter stammen noch die Fundamente der Georgskirche, des Stapflehues und vom Storchenturm. Während dem Dreißigjährigen Krieg mussten die Menschen in Denzlingen schweres Leid ertragen, denn das gesamte Dorf wurde durch herumstreunende und plündernde Truppen niedergebrannt. Wer nicht in die umliegenden Wälder geflohen war, der starb. Mit der Eröffnung der Bahnstrecke von Mannheim nach Freiburg erhielt auch Denzlingen einen Bahnhof. Gleichzeit ließen sich einige Zigarrenfabriken im Ort nieder, deren Produkte in die ganze Welt geliefert wurde. Die Tabakindustrie hielt sich fast 100 Jahre, verlor schließlich an Bedeutung und ist heut bis auf wenige Reste aus ganz Südbaden verschwunden.

Denzlingen entwickelte sich die letzten 50 Jahre von einem eher landwirtschaftlich geprägten Dorf zu einer kleinen "Vorstadt" vor der Breisgaumetropole Freiburg. Dies ist nicht nur aus der Statistik des Ortes zu entnehmen, größere Neubauviertel außerhalb des alten Ortskerns zeigen dies schon aus der Ferne. Denzlingen schließt sich mit den Nachbargemeinden Vörstetten (1972) und Reute (1974) zu einem Gemeindeverwaltungsverband zusammen. Seit 2003 besitzt der mittlerweile auf mehr als 13.000 Einwohner angewachsene Ort ein neues Kultur- und Bürgerhaus. Für Ausflüge in die Region bietet sich Denzlingen als idealer Ausgangpunkt an. Im Osten beginnt am Einbollen das Glottertal, an dessen oberen Ende die Schwarzwaldgemeinde St. Peter liegt. Nach Norden öffnet sich das Elztal, wo mit dem benachbarten Buchholz die Gemarkung der Stadt Waldkirch beginnt.


Heidach
Der Ortsbereich Heidach liegt östlich des Denzlinger Ortskerns und erstreckt sich zwischen der Bundesstraße B294 von Gundelfingen nach Waldkirch, der Landstraße L112 von Glottertal nach Denzlingen und dem Mauracher Bergle. Durch zahlreiche Bauprojekte und der Entfernung zum Zentrum Denzlingens wirkt Heidach fast wie ein eigenständiger Ortsbereich Denzlingens.
» Bilder von Heidach

Unterdorf Denzlingen
Der erste Siedlungsschwerpunkt Denzlingens lag wohl mit großer Wahrscheinlichkeit im Westen des Ortes. Das "Stapflehues" mit der Jahreszahl 1597, der "Rebstock", der bis 1826 Gemeindestube war, in der Vogt und Vertreter der Bürger tagten, und natürlich St. Michael, die im Jahr 1275 erstmals erwähnte Kirche mit dem Storchenturm, zeugen bis heute deutlich vom frühen Zentrum Denzlingens im Unterdorf.
Denzlingen

Foto: Denzlingen

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