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Dunnschdig | 28.08.14 | 11:06
Baden-Württemberg

Roggenbach Burg

Die Burg Roggenbach liegt im Steinatal unweit ihrer Nachbarburg Steinegg. Von der Burg sind zwei Türme erhalten geblieben, wovon einer durch eine Wendeltreppe begehbar ist. Die Aussicht ist allerdings auf den dortigen Talabschnitt begrenzt. Der zweite Turm ist verschlossen und nicht begehbar.

Vom begehbaren Turm aus hat man einen Ausblick auf nahe Umgebung und die Ruine selbst. Die Burg Roggenbach ist noch relativ gut erhalten und zeigt sowohl die einstigen Größe als auch die mittelalterliche Burgarchitektur. Die auch oft als Roggenbacher Schlösser bezeichnete Ruine vermittelt insgesamt noch ein Hauch von mittelalterlichem Burgenflair.

Erstmals urkundlich erwähnte Besitzer der Burg Roggenbach sind die Herren von Nellenburg. Erbaut wurde sie vermutlich zu Beginn des 12. Jahrhunderts. In welchem Zusammenhang sie zur nur wenige 100 Meter entfernten Burg Steinegg steht, ist heute nicht mehr nachvollziehbar.

Burg Roggenbach


Ende des 13. Jahrhunderts verkaufen die Grafen von Nellenburg die Burg Roggenbach an die Herren von Krenkingen, ein aufstrebendes Adelsgeschlecht aus dem Klettgau. Diese verlegten auf die Burg Roggenbach ihren Stammsitz. Interessant ist die Bestückung der Burg mit zwei riesigen Wehr- und Wohntürmen.

Vermutlich wohnten zwei verwandte Familien in der Burganlage. Dann spricht man von einer Ganerbenburg. Im 14. und 15. Jahrhundert verschwanden der Einfluss und auch die Macht der Herren von Krenkingen. Auch die Burg verfiel und geriet in die Macht anderer Adelshäuser, die sie aber eher verkommen ließen. Ob die Burg in einer kriegerischen machtpolitischen Auseinadersetzungen oder im Bauernkrieg zerstört wurde, ist nicht genau bekannt. Die Burg zerfiel ab dem 16. Jahrhundert und verkam als Steinbruch.

Die Nachbarburg Steinegg liegt 300 Meter Luftlinie entfernt von der Roggenbach. Von der Burg sind nur sehr wenige Reste übrig, was von einer frühen Zerstörung zeugen könnte. Der noch weithin sichtbare Turm ist leider nicht zugänglich, aber einen kurzen Besuch wert.

Ob schon im frühen Mittelalter an dortiger Stelle eine befestigte Anlage stand, die den Verkehr durch das Tal Richtung Norden bewachte, ist heute schwer nachweisbar. Urkundlich erwähnt wird die Burg erstmals zu Beginn des 12. Jahrhunderts.

Auf der Burg Steinegg hatten die Herren von Steinegg ihren Herrschaftsitz. Sie waren vermutlich Ministeriale der Zähringer Herzöge. Später ging die Burg an die Herren von Nellenburg. Wie das Ende der Burg kam, ist nicht überliefert. Denkbar wäre allerdings, dass ein Großteils des Materials zum Ausbau der Burg Roggenbach, die 300 Meter weiter südlich liegt, verwendet wurde. Wie die Burg Roggenbach war die Steinegg ab dem 16. Jahrhundert eine Ruine.


Anfahrt Roggenbach und Steinegg
Vom Schluchsee kommend Richtung Bonndorf. An der Steinasäge geht die Straße nach Süden Richtung Tiengen. Von Bonndorf kommend Richtung Tiengen fahren. An der Straßenkreuzung nach Wittlehofen befindet sich hinter der Brücke ein Parkplatz. Von dort führt ein großer Weg direkt zur Burg. (Ca. 800 Meter)

Als erstes erreicht man die weiter südlich gelegene Burg Roggenbach mit seinen zwei markanten Türmen. Auf dem Rückweg läuft man wieder auf dem Bergkamm Richtung Norden entlang des Trampelpfades. nach 5 bis 10 Minuten erreicht man den Turm der Burg Steinegg.
Bergfried Burg Roggenbach

Foto: Bergfried Burg Roggenbach

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