Bollschweil
Bollschweil liegt am Ausgang des Hexentals am südlichen Rand des Schönberggebiets und gehört zu den am längsten besiedelten Orten des Breisgaus. Rund um den Ölberg fand man zahlreiche Spuren aus der Steinzeit, von Jäger und Sammlern, die sich in Höhlen aufhielten und auf die Jagt im Hexental gingen.
Vermutlich schon vor rund 3000 Jahren gab es in den Wäldern südöstlich von
Bollschweil eine befestigte keltische Anlage oder kleinere Stadt. Ausgrabungen fanden vor Jahren statt und noch heute erkennt man kleine Erdwälle im Wald bei Bollschweil. Die Siedlungen standen vermutlich im Zusammenhang mit keltischen Bergbauaktivitäten im Schwarzwald.
Nachdem die Römer das Land verließen, siedelten Alemannische Bauern rund um den Schönberg und so auch in Bollschweil. Die Hexentalgemeinde wurde erstmals im Jahr 838 n. Chr. in den Urkunden des Klosters St. Gallen erwähnt. Die Herrschaft im Hochmittelalter übten die Ritter von Scherzingen aus, danach die Herren von Staufen und anschließend ging Bollschweil an die Adelsfamilie Schnewlin Bernlapp über. Dort verblieb es schließlich bis ins 19. Jahrhundert.
Große Bekanntheit erlangte der Ort durch seine berühmteste Bewohnerin. Die Dichterin Marie-Luise-Kaschnitz (1901-1974) verbrachte in Bollschweil ihre Jugend und verewigte ihre Heimat in ihren zahlreichen Büchern. Die
Kirche in Bollschweil wurde 1840 erbaut.
An der Hauptstraße durch Bollschweil steht ein
Schloss aus dem 18. Jahrhundert. Es ist von einer alten Mauer umgeben und wird auch heute noch bewohnt. An jener Stelle stand im Mittelalter eine kleine Wasser- oder Niederburg.
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Die Burgen bei Bollschweil ...
Ellighofen
Kleiner Weiler zwischen Ölberg und Urberg. Dort steht auch das Baustoffwerk.
Innighofen
Bereits 1350 urkundlich erwähnt.
St. Ulrich
Von Bollschweil geht eine Straße zum Kloster St. Ullrich ab. Die im Möhlintal gelegene Klosteranlage stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist seit 1806 säkularisiert.
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Geiersnest
Die bis 1854 selbstständige Gemeinde
Geiersnest bestand über viele Jahrhunderte aus wenigen Höfen und liegt oberhalb von St. Ulrich. Ursprünglich war die Vogtei im Besitz einer Freiburger Adelsfamilie. Von dort ging sie an die Grafen von Freiburg weiter, später an die Herren von Blumeneck.