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Hegau

Hegau

Der Hegau ist eine malerische vulkanisch geprägte Landschaft zwischen Bodensee im Osten, Hochrhein im Süden, dem Donautal im Norden und dem Randengebiet als südwestlichem Ausläufer der Schwäbischen Alb im Westen. Die Vulkanberge, auch gerne "des Hergotts Kegelspiel" genannt, sind viel fotografiert und prägen das Landschaftsbild des Hegaus. Der Hegau gehört aber nicht nur zu den malerischsten, sondern auch zu den geologisch bemerkenswertesten Landschaften Deutschlands. Die bizarren Vulkankegel, die hügelige Moränenlandschaft und der angrenzende Bodensee sind das Ergebnis von geologischen Prozessen, die, wie der Heimatdichter Ludwig Finckh einst bemerkte, den Hegau durch "Feuer, Eis und Wasser zu einem Paradies formte".

Kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Hegaus ist Singen. Die Stadt zu Füßen des Hohentwiel ist die Verkehrsdrehscheibe, das Einkaufszentrum und der größte Ort der Region. Als besonders sehenswert gelten im Hegau neben den vielen erhaltenen Burgruinen die kunstvoll restaurierten Altstädte von Engen, Tengen und Stockach. Die mittelalterlichen Gassen und die vielen Kunstschätze locken Jährlich viele Menschen aus der ganzen Welt an. Der Hegau gilt als uralte Kulturlandschaft des Menschen. Am Ende der Eiszeit siedelten Sammler und Jäger im Wasserburgertal, beim Petersfels sowie im Umfeld der Gnirshöhle. Funde aus der Steinzeithöhle Petersfels bei Bittelbrunn zeigen, dass erste Menschen bereits in der Altsteinzeit auch dauerhaft im Hegau gelebt haben. Später folgten Kelten, Römer und schließlich die Alemannen. In jener Zeit wurde die Landschaft zur politischen Grafschaft. Die erstmals in einer St. Galler Urkunde aus dem Jahr 787 n.Chr. als "pagus Egauenssis" genannte Hegau-Grafschaft umfasste in der Karolingerzeit allerdings ein erheblich größeres Gebiet als die heute mit Hegau bezeichnete Landschaft.

Nachdem mehrere Hochadelsfamilien die Grafenwürde im Hegau innegehabt hatten, befand sich die Frafschaft seit ab dem 11. Jahruhndert im Besitz der Grafen von Pfullendorf und fiel nach deren Aussterben um das Jahr 1180 an den Staufer Friedrich Barbarossa. Von der Mitte des 13. Jahrhundert bis 1465 war die Grafschaft Hegau, inzwischen zur Landgrafschaft umgewandelt, in Händen der Grafen von Nellenburg und ihrer Erben, der Freiherren von Tengen. Von diesen übernahm das Haus Habsburg die nunmehrige Landgrafschaft Nellenburg und behielt sie bis in das Jahr 1805. Nach wenigen Jahren in württembergischer Landeshoheit (1805-1810) kam der Hegau ab 1810 an Baden.

Als im Jahr 1863 die Bahnlinie von Waldshut über Singen nach Konstanz fertiggestellt war und wenig später die Schwarzwaldbahn über Singen nach Konstanz fuhr, führte die verbesserte Verkehrsanbindungen die Ansiedlung von Industrie im Hegau. Doch blieb die Industrialisierung überwiegend auf die Region rund um Singen konzentriert, so dass sich der Hegau bis heute als Natur- und Kulturlandschaft präsentiert. Der Tourismus – auch bedient durch die Nähe des Hegaus zum Bodensee - ist heute ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor der Region.

Zahlreiche sehenswerte Natur- und Kultursehenswürdigkeiten liegen im Hegau. Dazu gehört z.B. der Aachtopf, die größte Karstquelle Deutschlands. Der Eiszeitpark bei Bittelbrunn mit seinen in Europa einmaligen steinzeitlichen Fundorten Peterfels und Gnirshöhle ist heute ein großes Freilichtmuseum. Die Halbinsel Höri zwischen Stein am Rhein und Radolfzell gehört zu den bedeutenden Ferienregion am westlichen Bodenseegebiet. Für Liebhaber von Burgen und Schlösser erweist sich der Hegau als wahres Paradies. Die Festungsruine Hohentwiel, die Ruinen des Hohenkrähen und des Mägdebergs, das "Friedinger Schlössle" beim Singener Ortsteil Friedingen, das Schloss Langenstein mit Fasnachtsmuseum und viele historische Bauwerke mehr sind immer einen Besuch wert. Bedeutende Städte und Orte sind neben Singen, Radolfzell und Stockach auch Engen und Tengen, heißt es doch im Volksmund: "Engen, Tengen, Blumenfeld, sind die schönsten Städt’ der Welt".


Aach
Im Hegau liegt auf einem steilen Bergkegel das mit Stadtbefestigung, Mauern und Torturm bewehrte Städtchen Aach. Aach – die kleine Stadt an der großen Quelle – ist vor allem durch die größte Quelle Deutschlands, die Aachquelle, überregional bekannt.

Allensbach
Allensbach ist eine Gemeinde am Nordrand des Untersees. Das weltbekannte Institut für Demoskopie ist hier seit über 50 Jahren hier zu Hause und machte den Ort national bekannt. Bei der Gemeindereform 1974/75 wurden die früher selbstständigen Gemeinden Hegne, Kaltbrunn und Langenrain-Freudental mit der Gemeinde Allensbach vereinigt.

Büsingen
Büsingen ist eine deutsche Gemeinde innerhalb der Schweiz, an der Grenze zu Schaffhausen gelegen. Büsingen ist politisch zwar deutsch, wirtschaftlich aber gilt Schweizer Recht. Das Dorf ist eine sogenannte Exklave, die von Deutschland aus nur über die Schweizer Grenze zu erreichen ist.

Eigeltingen
Eigeltingen ist eine geschichtsträchtige Gemeinde im Hegau. Das angenehme Klima und die Ruhe zwischen den Hegaubergen, Wäldern und idyllischen Tälern und alten Mühlen an Wasserläufen prägen das Gemeindegebiet.

Engen
Die Gemeinde Engen liegt mit einen Ortsteilen landschaftlich reizvoll inmitten der Vulkanlandschaft Hegau mit ihren einzigartigen Kegelbergen. Die historische Altstadt gilt als eines der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtensembles Süddeutschlands. Seit 1977 steht die gesamte Altstadt unter Denkmalschutz.

Gaienhofen
Gaienhofen ist eine Gemeinde am Bodensee im Landkreis Konstanz liegt auf der Süd- und Ostseite der Halbinsel Höri am Untersee.

Gailingen
Die Gemeinde Gailingen liegt am Rande der malerischen Landschaft der Hegau-Vulkane am Hochrhein. Das über 1000 Jahre liegt auf dem sonnenreichen Südhang am Fuße des auf 627 m ansteigenden Rauhenberges. Im Jahre 1977 erhielt Gailingen die staatliche Anerkennung als Erholungsort.

Gottmadingen
Gottmadingen ist eine Gemeinde im Landkreis Konstanz, am Westrand des Hegaus gelegen. Die Gemarkung von Gottmadingen ist reich an Funden aus der Bronze- und vor allem der Hallstattzeit.

Hilzingen
Hilzingen ist eine Gemeinde im Landkreis Konstanz und liegt im westlichen Hegau, rund vier Kilometer von Singen entfernt. Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Engen und an Mühlhausen-Ehingen, im Süden an Rielasingen-Worblingen und Gottmadingen, im Westen an die Gemeinden Thayngen und Bibern im Schweizer Kanton Schaffhausen sowie an die Stadt Tengen und die Stadt Singen. Zum Hauptort Hilzingen gehören die früher selbständigen Orte Binningen, Duchtlingen, Riedheim, Schlatt am Randen und Weiterdingen.

Orsingen-Nenzingen
Die Doppelgemeinde Orsingen-Nenzingen liegt eingebettet im landschaftlich reizvollen Hegau. Die Siedlungsgeschichte der Gemarkung reicht zurück bis in die La-Téne - Kulturepoche der Kelten, wie Grabfunde und ähnliches bewiesen haben. Überregional bekannt ist das beliebte Ausflugsziel Schloss Langenstein, nicht nur wegen seines Fasnachtmuseum.

Radolfzell
Radolfzell am Bodensee ist eine interessante und geschichtsträchtige Stadt, die sich in den letzten Jahrhunderten von einem bescheidenen Fischer- und Weinbauerndorf zum bekannten Wallfahrtsort und zum heutigen touristischen und wirtschaftlichen Mittelpunkt der Region Untersee entwickelte.

Singen
Singen liegt am Westrand des Hegaus, am Fuß des Hohentwiels, eines Vulkankegel, der zu den Hegaubergen gehört. Sanfte Hügel und grüne Wiesen in unmittelbarer Nähe zum Bodensee machen Singen zum idealen Ausgangspunkt für Wanderer und Radler in die Ferienregionen Hegau und Bodensee.

Stockach
Stockach ist eine Stadt im Hegau, nur wenige Kilometer westlich des Überlinger Sees gelegen. Die Geschichte der Stadt Stockach ist eng mit der auf städtischer Gemarkung liegenden Nellenburg verknüpft. Bekannt ist Stockach unter anderem für das "Hohe Grobgünstige Narrengericht zu Stocken" .

Tengen
Tengen ist eine Stadt nahe der deutsch-schweizerischen Grenze, eingebettet in eine harmonische Vulkan-Landschaft mit reizvollen Tälern und schmalen Höhenrücken, saftigen Wiesen und weitläufigen Wäldern. Mittelalterliche Kleinode, ein römischer Gutshof, historische Stadtanlagen, Wasserfälle und Schluchten laden ein zu Wanderungen und zur Erkundung der Geschichte.
Hegauberg Hohenhewen

Foto: Hegauberg Hohenhewen

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