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Schwarzwald-Baar-Kreis

Schwarzwald-Baar-Kreis

Der Schwarzwald-Baar-Kreis ist ein Landkreis in Baden-Württemberg und grenzt im Nordwesten an den Ortenaukreis, im Norden an den Landkreis Rottweil, im Osten an den Landkreis Tuttlingen, im Südosten an den Landkreis Konstanz, im Süden an den Schweizer Kanton Schaffhausen (Rheinfall) und an den Landkreis Waldshut und im Westen an die beiden Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen. Geographisch umfasst der Schwarzwald-Baar-Kreis Teile des Schwarzwaldes und der Baar. Der Schwarzwald-Baar-Kreis wurde wie die meisten Landkreise zu jener Zeit durch die Kreisreform zu Beginn des Jahres 1973 durch Vereinigung der Landkreise Donaueschingen und Villingen sowie einigen Orten der Kreise Rottweil, Tuttlingen und des Hochschwarzwald neu gebildet.

Die beiden Altkreise Donaueschingen und Villingen gingen im Jahr 1936 aus den alten gleichnamigen badischen Amtsbezirken hervor, die nach dem Übergang an das Großherzogtum Baden zu Beginn des 19. Jahrhunderts neu errichtet wurden. Im Jahr 1924 wurde bereits das Bezirksamt Triberg aufgelöst. Die ehemals badische Stadt Villingen und die württembergische Stadt Schwenningen wurden bereits am 1. Januar 1972 zur Stadt Villingen-Schwenningen vereinigt. Bei Städte zusammen sind auch heute die Kreisstadt und das wirtschaftliche Zentrum des neuen Landkreises. Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Schwarzwald-Baar-Kreis heute 20 Gemeinden mit insgesamt 10 Städten. Darunter befinden sich die beiden "Großen Kreisstädte" Villingen-Schwenningen und Donaueschingen, wobei Villingen-Schwenningen durch den Zusammenschluss mit Schwenningen die größte Stadt ist. Die kleinste Gemeinde im Landkreis ist Gütenbach oberhalb des Simonswälder Tals


Die Baar
Die Baar ist ein alter Verwaltungsbezirk, der schon vor der Zeit Karls des Großen bestand. Dennoch weist die Region eine weitaus ältere Geschichte auf. So fand man an etlichen Stellen Spuren keltischer Anlagen, wie z.B. das Grab auf dem Magdalenenberg bei Villingen. Später ließen sich hier Römer rund um die heutige Baar nieder, bauten vorhandene Siedlungen der Kelten aus, errichteten militärische Stützpunkte oder gründeten neue Orte.. Vor allem an den alten Handelswegen vom Hochrhein nach Norden an den Limes entstanden zahlreiche Siedlungen. Zur Zeit der Völkerwanderung zog sich die römische Bevölkerung weitgehend zurück und alemannische Bauern wurden ab dem 5. Jahrhundert in der Region dauerhaft sesshaft. An jene Zeit erinnern noch zahlreiche Ortsnamen, die wie Hüfingen und Bräunlingen auf das alemannische "ingen" enden. Ein Großteil der Baar war im frühen Mittelalter im Besitz der großen Klöster St. Gallen in der heutigen Schweiz und der Reichenau am Bodensee. Politisch war ein Großteil des Landes Königsgut.

Im 12. Jahrhundert hatten die politische Macht auf der Baar die Herzöge von Zähringen. Sie gründeten zahlreiche Städte, bauten Burgen und sorgten für die notwendige Infrastruktur. Städte wie Bräunlingen und Villingen wurden ausgebaut und mit einer dicken Stadtmauer umgeben. Die Handelswege schützte man mit zahlreichen Burgen wie die Kirnbergburg bei Unterbränd. Insbesondere im Westen der Baar wurde an vielen Stellen schon während des Mittelalters Bergbau betrieben und der Handel florierte. Die Erben der Zähringer Herzöge, sie starben ohne männliche Nachkommen nach Bertold V. aus, waren die Grafen von Urach, die sich später Grafen von Freiburg nannten, da sie ihr Herrschaftszentrum nach Freiburg in den Breisgau verlegten. Sie teilten das Land in einen östlichen und in einen westlichen Teil auf, wobei die Baar nun dem Grafen Heinrich unterstand. Dieser gab sich bald einen neuen Namen und nannte sich nach dem Fürstenberg östlich von Donaueschingen, auf der in jener Zeit noch eine Burg stand. Heinrich von Fürstenberg ist somit auch der Vater der Fürstenhauses Fürstenberg, welches den meisten Menschen heute eher als Biermarke bekannt sein dürfte. Die Fürstenberger regierten einen Großteil der Baar bis ins 19. Jahrhundert. Dann ging der größte Teil der Baar politisch an das Großherzogtum Baden.


Donaueschingen
Das Städtchen Donaueschingen auf der Baar mit seinen heute gut 21.000 Einwohnern wurde 889 n.Chr. als "Esginga" erstmals urkundlich erwähnt. 1283 belehnte Rudolf von Habsburg den Grafen Heinrich von Fürstenberg mit der Grafschaft Baar und Donaueschingen. Damit war auch das Recht verbunden, Bier zu brauen. Hier hat die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei ihren Ursprung.
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Foto: Schwarzwald-Baar-Kreis

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